Folge 160 – Der Soloabenteuer-Frontrunner Teil II (Interview)

Doppel-Soloabenteuerfolge, Doppel-yes! Wir wagen uns tiefer hinab in den Kaninchenbau. Sebastian Thurau plaudert aus dem Nähkästchen: Wie schreibt man ein Soloabenteuer? Wie verschränkt man kühne Literaturtheorie mit grundsolidem Abschnittshandwerk? Wieviel Gran informationstechnologischer Vodoo und wieviel Schuss Para-Mathematik sind das Maximum, bevor das Solo zur Dunklen Pforte wird? 

Cast: Martin, Sebastian Länge: 53:55

Inhalt:
03:13 Soloabenteuer: Exploration, Erlebnis oder Herausforderung?
11:56 vom Willen zum Erfolg: Fairness und Feigenblätter
16:18 Müssen Soloabenteuer stringent sein? Können sie stringent sein?
20:47 Wie schwer soll ein Solo sein? Darf Dummheit bestraft werden?
29:07 Solo-Geheimnisse, von denen der naive Leser keine Ahnung hat.
38:30 Plotfäden und Plotblumen: Exponentialität vs. vorgegaukelte Freiheit
41:04 Das Heft denkt mit! Speicherpunkte und technische Tricks
53:41 Überlistung der Raumzeit: Hörerbefragung während der Folge

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Der rote Schlächter (DSA)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Beschreibe uns in den Kommentaren bis zum 06.12.2020, 24 Uhr, was dich an Soloabenteuern am meisten stört. Alternativ: Stelle Sebastian einee Frage (vorzugsweise zum Thema :)).

Links:

Sebastian Thurau (hatten wir schon die Publikationsliste erwähnt?)
Eskapodcast-Folge 159: Sebastian Thurau Teil !
Le Chuck besiegen
Was ist Root-Beer?

 

Download der Folge als mp3 ] [ Archiv ]

5 Gedanken zu „Folge 160 – Der Soloabenteuer-Frontrunner Teil II (Interview)

  1. Heyho,
    tolle Folge wie immer. Ich schrieb im Tanelorn ja schon was dazu, deshalb schreibe ich hier nur, was mich an Solos stört. Da muss ich direkt mal losranten.

    Zuletzt begegnete mir in einem MERS-Solo wieder das komplett nervige Aufschreiben von Zeit. Dort in Minuten. Pro Abschnitt X Minuten aufschreiben. Mal 3, mal 5 mal 10. Bei fast jedem Abschnitt musste ich also irgendwo Minuten hinschreiben. Ich saß bei geringem Lichtschein im Bett und wollte gemütlich ein Solo spielen. Zeit notieren STRESST mich einfach. Es ist doch das Gegenteil von Eskapismus, wenn ich in einem Soloabenteuer so unsubtil unter Druck gesetzt werde. Ich spiele ja gerade deshalb ein Soloabenteuer, um einfach so für mich ein bisschen zu spielchillen, ohne auf doofe andere Gruppenmitglieder, den Kalender oder die Uhrzeit zu achten.
    Bei dem MERS-Solo ging es am Ende darum, wie viel Tage man wohin gebraucht hat. Alter, TAGE von MINUTEN aufschreiben. Know what I mean?
    Vor einigen Tagen legte ich mich ins Bett, griff zum nächsten MERS-Solo und schlug es irgendwo auf. Ratet mal, was ich fand? Minutenangaben zu Abschnitten. Direkt zugeklappt, das Ding.

    Rant Ende 😉

  2. ….. was stört mich. Es ist ist kein Gruppenabenteuer.
    Aber ernsthaft, die fehlende Flexibilität, ggf. den Weg wieder zurückzugehen, um den silbernen Schlüssel doch noch zu holen.
    Ich finde bei längeren Büchern, die man nicht am Stück lesen kann, schwierig den Spannungsbogen zu halten.

  3. Vielleicht etwas offtopic, aber ich denke man muss den Übersetzer von Monkey Island (Boris Schneider-Johne) in der Angelegenheit mit dem „Monkeywrench“ etwas in Schutz nehmen. In einem Interview von 2007 schreibt er dazu:

    „Und in MI2 der „Monkey Wrench“, ein Affe der durch Wortspiel (und Hypnose) zum Schraubenschlüssel mutiert. Ich wollte für die deutsche Version das Puzzle umbauen und einen Engländer draus machen, aber Ron Gilbert weigerte sich, grafische Änderungen durchzuführen.“
    (Quelle: https://www.videospielgeschichten.de/die-zeit-verging-spielend-interview-mit-boris-schneider-johne/)

    Aber ich habs seinerzeit auch nicht gelöst …

    Gruß
    Jens

    • Vollkommen berechtigter Einwurf und danke dafür.

      Wiewohl, wenn man bei Thimbleweed Park dick und fett „nutze“ schreibt und nicht „benutze“, ich weiß ja nicht. 😀
      Ne, no offense, Übersetzen ist schwer.

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