Folge 128 – So viele geniale Sachen! So wenig Zeit!

Unerbittlich tickt die Uhr. Unendlich viele großartige Rollenspiele stehen im Regal, unendlich groß ist die Freude auf den angesetzten Termin. Wir sprechen heute darüber, wie man bei einem sehr knappen Zeitbudget mit taktischer Finesse mehr Rollenspielzeit freisetzen kann und wie man anschließend das meiste aus dem Rollenspielerlebnis herausholt.

Cast: Martin, Tanja, Carsten, Holger Länge: 59:00

Inhalt:
01:03 von den Wonnen und dem Wahnsinn der Zeitverschwendung
14:42 Was ist die wissenschaftlich ermittelte Idealmenge an Rollenspiel pro Woche?
22:24 Hochzeit, Hüftbruch, Herz-OP: Der Rollenspieltermin steht unter Druck!
33:18 Socialising, störende Kinder, Salz im Kaffee: Lauter Ablenkungen vom Glück!
41:48 Langsame Plots, Regelgeblätter, lange Kämpfe: Wollt ihr mich veräppeln oder was?
51:35 Promotion in Temporalmagie: Tipps und Tricks dafür, wie man alles besser macht

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: The Two Headed Serpent (Pulp Cthulhu)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Beantworte in den Kommentaren bis zum 14.09.2019, 24 Uhr, die folgende Fragen: „Wie oft und wie lang spielt ihr? Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten? Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?“.

Links:

Studien zum Multitasking
Premack-Prinzip
„Cohen, what is best in life?“ (Terry Pratchett)
Eskapodcast – Folge 98: Kämpfe cooler und schneller abwickeln
Eskapodcast – Folge 69: Rollenspiel jederzeit und überall – die Drachenzwinge!
Gumshoe Systems
Trail of Cthulhu

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17 Gedanken zu „Folge 128 – So viele geniale Sachen! So wenig Zeit!

  1. Ich leite insgesamt drei Runden jeweils in einem zweiwöchigen Rhythmus. Die Runden dauern immer so drei bis vier Stunden. Dadurch können wir sie unter der Woche ansetzen. Die Regelmäßigkeit sorgt in meinen Augen für eine gewisse Verbindlichkeit, sodass wir tatsächlich eine geringe Ausfallquote haben. Außerdem spielen wir auch, wenn ein Spieler fehlt, was zu einer noch geringeren Ausfallquote kommt. Wenn nur zwei Leute kommen und ich das weiß, bereite ich einen One-Shot vor, sodass der Spieleabend ebenfalls genutzt wird. Wenn der Ausfall kurzfristig ist oder wirklich drei Spieler nicht können, müssen wir die Runde wohl oder übel ausfallen lassen.
    Die einzige regelmäßige Störquelle, die wir haben, sind Klausuren meiner Mitspieler. Die Vorbereitung auf diese hat natürlich Priorität vor der Rollenspielrunde.
    Um die Rollenspielzeit zu maximieren, starten wir immer recht schnell in die Runde. Es gibt maximal eine Viertelstunde, in Ausnahmefällen eine halbe Stunde Vorgeplänkel. Nichtrollenspielsachen bequatschen wir nach der Runde. Das funktioniert auch deshalb recht gut, weil ich knapp über die Hälfte meiner Mitspieler auch zu anderen Gelegenheiten sehe. Somit besteht nicht die Notwendigkeit, die Rollenspielrunde für den Austausch von Neuigkeiten zu nutzen.
    Außerdem bedeutet meines Erachtens die Kürze unserer Runde paradoxerweise eine Maximierung der Rollenspielzeit, denn meine Mitspieler können sich viel eher auf eine kurze Runde einlassen, als auf eine lange. Dadurch bieten zwar die einzelnen Termine nicht so viele Stunden Spielzeit, doch in der Masse spielen wir häugifer, als wenn wir nur einmal im Monat spielen würden, dafür aber 8 Stunden. Bei letzterer Variante fällt außerdem ein Ausfall viel stärker ins Gewicht, als bei häufigeren, aber kürzeren Runden. Des Weiteren verliert man bei regelmäßigeren Runden auch keine Zeit durch Wiederholung der Handlung der letzten Runde, weil diese noch relativ gut im Gedächtnis der Spieler ist.

  2. Ich habe derzeit nur eine Runde, die sich auch noch recht unregelmäßig trifft – alle Spieler können/wollen nur am Wochenende und bisher war ich da dank Schichtarbeit nicht immer verfügbar…das ändert sich hoffentlich mit der neuen Arbeit (ab morgen – yay :D).
    Obendrauf spielen wir dann auch noch eher kurz, während mir persönlich längere Sitzungen lieber sind, auch wenn sie länger auseinander liegen.

    Die naheliegende Lösung sind Cons und private Rollenspielwochenenden – das mache ich dementsprechend auch verstärkt in letzter Zeit. Das funktioniert gut und unterm Strich könnte ich auf eine „normale“ Runde verzichten, wenn dafür übers Jahr mindestens vier private Termine zusammen kämen, an denen 2-3 Tage am Stück gespielt wird und daneben noch ein paar Cons.

  3. Situation: Fast alle Spieler sind verheiratet und haben kleinere Kinder, die Ehepartner spielen ebenfalls Rollenspiel und jeder geht einer Arbeit nach. Das sind schon mal nicht so gute Voraussetzungen für ein regelmäßiges Spiel.

    „Wie oft und wie lang spielt ihr?“
    In meiner Hauptgruppe, kommen wir nur sehr unregelmäßig zum Spielen (ca. 1x pro Monat) und wenn wir spielen haben wir so ein Zeitfenster von ca. 2-3 Stunden, da am kommenden Tag alle in die Arbeit, und die Kinder vorher noch in Schule bzw. Kindergärten untergebracht werden müssen. Also fällt das Spielen bis in die tiefe Nacht leider aus.

    „Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten?“
    Die größten Störquellen sind m.E. Kinder, die nicht so recht ins Bett wollen, oder irgendwann mit unterschiedlichsten Bedürfnissen das Spiel unterbrechen. Das kann man ihnen nicht vorwerfen, dafür sind es ja Kinder, doch ist die Stimmung dann erst einmal futsch und es muss sich erst wieder neu sortiert werden, bis man wieder ins Rollenspiel einsteigen kann. Und es müssen oft Babysitter gefunden werden, damit wir uns überhaupt treffen können.

    Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?“.
    Eine „Lösung“ ist, dass meine Frau aus der Runde ausgestiegen ist, damit ich weiter spielen kann. Ansonsten hoffe ich aufs älter werden. Irgendwann wird das mit den Kleinen sich regeln.
    Auf Grund der Kürze unserer Rollenspieltermine, spielen wir häufiger Oneshots und nicht mehr große und ausschweifende Kampagnen. Es ist alles ein wenig gestraffter, so dass immer ein wenig Action da ist und keine Abende mit langwierigen Lebenssimulationen vergeudet werden. Und wenn gar nichts geht geht immer noch „5 minutes Dungeon“

  4. Hi, wir spielen mittlerweile einmal im Monat und haben dafür einen festen Termin gefunden. Wir essen meistens schon davor und versuchen möglichst wenig Zeit mit off-topic Themen zu verschwenden.

    Die Uhrzeit sind auch vorverlegt worden, da wir nun fast alle Kinder haben. Ich hoffe, dass wir in 5 Jahren dann wieder öfter spielen können, sobald die Kinder mal größer sind.

  5. So viel zu tun, und so wenig Zeit! Großartige Folge, das spricht mir aus dem Herzen…
    Leider sind die Zeiten in denen ich nahezu unendlich Zeit ins Rollenspiel pumpen (und teils sogar eigene Spielhilfen schreiben) konnte schon etwas vorbei. Und wie alle anderen, die Anfang der 90er noch als Schulkinder den schmidt’schen Verlockungen erlegen sind, musste ich mir zwischendurch ein Leben zulegen und die Zahl der Rollenspielabende deutlich reduzieren, auf etwa 1x im Monat.

    Wo hakt es, was tun?
    – „Unterschiedliche Lebensentwürfe“: Spieler ohne Kinder mit zu viel Job stehen am WE aus Erholungsgründen idR gegen 14 Uhr auf. Eltern kleiner Kinder in unserer Runde simulieren nach 23h die Teilnahmshaftigkeit (geschützte Wortmarke) einer Riesenamöbe. Wir gehen wie immer in Gefahr und höchster Not den Mittelweg und haben uns auf 19 – 2 Uhr als Spielzeit eingegrooved.
    – „Termine über Termine“: Die Spielabende werden teilweise 6 Monate im Voraus festgelegt. Schützt zwar nicht vor Tante Ernas vierter Hochzeit, aber was im Kalender belegt ist wird halt weniger schnell für Grilleinladungen und ähnliches rausgerückt. Der Kader besteht aktuell auch aus sieben potentiellen Spielern, so dass am Tisch immer eine kritische Masse gegeben ist (in punkto Explosivität manchmal leider wörtlich zu nehmen…)

    Ansonsten muss man sich neben der kargen Spielzeit damit anfreunden dem Hobby nicht-spielerisch zu frönen: Vorbereitung eigener Abenteuer, neue Systeme, Teilzeithelden, Eskapodcast, Nandurion….

  6. Wie oft und wie lang spielt ihr?
    -Einmal pro Woche für ca. 3 Stunden unter der Woche.

    Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten?
    -Arbeitstermine am Abend, kranke Kinder, Müdigkeit einzelner

    Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?
    -Ein fester Spieltermin an einem Wochentag, so dass nicht von Termin zu Termin immer neue gesucht werden muss. Nun ist es der „heilige Mittwoch“, so fest wie eine Sportgruppe oder ein Abendkurs.
    Es hilft auch, wenn man trotz Spielerausfällen spielt. Bei fünf Spielern kann auch mal einer fehlen.
    Hilfreich ist es auch, dass wir alle ein ruhiges Leben führen und man eben nicht mehr umzieht oder die Arbeitszeiten wegen Berufswechsel ständig wechselt.
    In der Trennungsphase eines Mitspieler viel er oft aus, und wir fürchtet sogar, dass er aussteigt. Gott sei Dank, passierte das nicht.

  7. Aktuell habe ich keine regelmäßige Rollenspielrunde. Das liegt daran, dass die, in denen ich bisher gespielt habe, sich immer pünktlich zum Semesterferienbeginn auflösen. Meist gründen wir dann mit ungefähr den selben Leuten neue Gruppen, wenn das Semester wieder anfängt. Dann meist mit neuer Kampagne, oder neuem System. Lösen kann man das Problem wahrscheinlich nicht. Die Leute – auch ich – haben in den Semesterferien einfach besseres zu tun…
    Perfekt wären für mich zwei Runden, jeweils zweiwöchig, so dass ich jede Woche einmal spielen kann und trotzdem etwas Abwechslung habe. Unregelmäßige Oneshot Runden wären dazu noch eine gute Ergänzung.

      • Ich habe hier viel mit Leuten zu tun, die von außerhalb zum Studieren in die Stadt gezogen sind. Die fahren halt zum Semesterbeginn erst mal nach Hause, sind dann auf Festivals und gehen dann noch wandern. Da bleibt für Pen & Paper eher wenig Zeit.

        Noch 2 Sachen, die mir vorhin beim Schreiben des Kommentars nicht eingefallen waren:
        Ich brauche – auch bei kurzen Runden – regelmäßige Pausen. Vor allem, wenn ich die Spielleitung mache, ist mein Kopf einfach irgendwann Matsch. Da sind auch die Raucher*innen immer dankbar für.

        Bei Kämpfen gehe ich mittlerweile dazu über in Systemen wie Dungeons and Dragons den Monstern wenige Lebenspunkte, dafür aber die Möglichkeit ordentlich Schaden auszuteilen, zu geben. Die Kämpfe sind dadurch zwar kurz, aber trotzdem spannend geworden.

        • „Bei Kämpfen gehe ich mittlerweile dazu über in Systemen wie Dungeons and Dragons den Monstern wenige Lebenspunkte, dafür aber die Möglichkeit ordentlich Schaden auszuteilen, zu geben. Die Kämpfe sind dadurch zwar kurz, aber trotzdem spannend geworden.“

          Das finde ich einen interessanten Tipp.

  8. Wie oft und wie lang spielt ihr?

    In unserer zwar unregelmäßig, aber häufig und in wechselnden Kombinationen spielenden Erzählspiel- und Systemetest-Gruppe vereinbaren wir Einzeltermine über Discord und spielen dann normalerweise entweder ca. 3- 4 Stunden unter der Woche (~19:30 – 23:30) oder ca. einen Nachmittag am Wochenende. Einige (ja, wohl sogar die meisten) Spieler haben darüber hinaus auch noch weitere Gruppen am Laufen, und es haben sich auch kleine Kampagnen, Few Shots usw. ergeben.

    Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten? Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?

    Viele Störfaktoren haben wir eigentlich gar nicht. Die Terminfindung ist manchmal etwas schwierig, aber eigentlich klappt sie mittlerweile gut, Lösung dafür war die Planung über Discord (davor hatten wir mit Doodle usw. schlechtere Erfahrungen).
    Es kann auch natürlich immer mal jemand kurzfristig krank werden, oder es gibt Probleme mit den S-Bahnen oder Arbeitsterminen, so dass es zu Verspätungen kommt. Auch nach hinten hinaus ist für manche um 23:xx Uhr immer fest Schluss, da haben wir also meist eine ‚Deckelung‘ nach hinten hinaus. Prinzipiell ist unsere Lösung aber, dass durch die ohnehin wechselnden Zusammensetzungen (wir haben einen „Pool“ von ~10-12 aktiven Spielern plus weitere gelegentiche) und dadurch, dass es meist eben One Shots sind, nie schlimm, wenn mal eine Person leider kurzfristig doch fehlt.
    Unterbrechnungen wie OT-Gelaber, Essen oder so haben wir wenig. Wir stellen Snacks auf, ab und zu gehen mal 1-2 Raucher kurz raus, socializen ein klein wenig zu Beginn, aber treffen uns schon v.a. zum Spielen. So bleiben wir bei den terminen die 3-4 Stunden Spielzeit dann auch meist immersiv komplett im Spiel.

    Ich hatte oft das Problem, dass ich bei regelmäßigen Runden ein paar Wochen lang gerne und mit Spaß dabei war, aber dann immer wieder mal auch das Leben dazwischen kam (in Form von anderen Terminen, Stress, Urlaub, Krankheit, Familie oder dass es einfach auch mal zu viel wurde).
    Für mich ist deshalb so ein unregelmäßiges Angebot an Runden, bei denen ich mir aussuchen kann, ob ich teilnehme oder es mal sein lasse bzw. halt nicht kann, sehr komfortabel, um auf Dauer dabeizubleiben: Wenn es mir zuviel wird oder ich verreist bin etc., lasse ich mal ein paar Runden aus, wenn ich dagegen mal phasenweise viel mitmachen will, versuche ich mir die Zeit freizuräumen. Mal leite ich, mal spiele ich mit, kann also auch meinen Aufwand zur Vorbereitung ganz gut einteilen.

  9. Moin,

    vielen Dank, dass ihr euch des zentralen Problems in unserem Hobby annehmt.

    Wir spielen nur etwa alle 2-3 Monate, dafür dann ein komplettes langes Wochenende durch. Da uns mitunter mehrere hundert Kilometer trennen und Kinder betreut weerden wollen, ist es so recht effizient und wir schaffen i.d.R. 2 komplexere Abenteuer innerhalb einer Kampagne, wodurch man sich auch besser an den Kontext erinnert und in die Welt eintauchen kann.

    Dazwischen kann man als SL aufwendigere Probs vorbereiten, die Spieler schreiben z.T. Briefe oder machen sich Gedanken um den Wirtschaftsaspekt ihres Kampagnen-Lehens.

    Für das nächste Jahr überlegen wir einen gemeinsamen Urlaub mit cooler Lokationen, Grillen, kleinen Unternehmungen und jede Menge Rollenspiel.

    Online zu spielen ist eine gute Alternative obwohl wir da noch nicht die ideale Dauer gefunden haben, um es in den Alltag integrieren zu können und dennoch keinen Druck aufkommen zu lassen. In 2-3 Stunden alle Alltagsthemen auszublenden, jedem Spotlight zu geben, einen interessanten Aspekt des Gesamtplots zu behandeln und auch noch immersion zu erleben, kann nämlich etwas Druck aufbauen.

    Kinder unter 3 Jahren waren mit Schlafrhxthmus etc. ein kaum zu überwindendes Hindernis. Dansch wird es besser. Schlafen nach klarerem Rhythmus, meistens durch oder mal bei der Oma. die Zeit ist mit einem 🙂

  10. „Wie oft und wie lang spielt ihr?“
    Erfreulicherweise wieder mehr.
    In den Anfangsjahren habe ich mit in der Nähe wohnenden Freunden das ganze Wochenende gespielt, teilweise von mittags bis tief in die Nacht, und manchmal auch unter der Woche.
    Dann kam ein neuer Job mit Umzug und alles brach ein, ich spielte teilweise immer noch 3-4 mal, nur nicht mehr pro Woche, sondern pro Jahr.
    Glücklicherweise ging die Zeit recht schnell rum. Durch einen Freund erlebte ich erstmals eine Rollenspielsitzung online via Hangouts, was bei maximal 4h ganz hervorragend funktioniert hat. Da die meisten meiner Freunde und Mitspieler weit über Deutschland verteilt sind, war das die voranginge Lösung für mich, die Online-Runden nahmen zu und ich kam wieder auf einen halbwegs ordentlichen zweiwöchigen Rhythmus.
    Danke neuer Leute und neuer RPGs ergaben sich dann weitere Runden und just diese Woche habe ich mit 4 abendlichen Online-Runden zu jeweils etwa 4h einen neuen Wochenrekord erreicht.
    Dazu laufen sehr unregelmäßig einige Tischrunden, die dann meist länger als 4h laufen.

    „Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten?“
    Das Real Life natürlich. 🙂
    Tatsächlich bin ich abends oft zu müde, um mich noch mit Rollenspiel zu beschäftigen. Damit meine ich vor allem das Lesen von Regelwerken oder die Vorbereitung von Abenteuern.
    Die Tischrunden werden hauptsächlich durch Entfernung boykottiert, da sich meine geschätzten Mitspieler von Bremen bis München munter über Deutschland verteilen.
    Während des Spielens sind Off-Topic-Gespräche der größte Störfaktor schlechthin. Sie kosten nicht nur Zeit, sie ersticken vor allem jegliche Atmosphäre im Keim.

    „Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?“
    Online-Runden. Sie sind kein Allheilmittel, denn nichts geht über eine gemütliche Tischrunde, aber sie sind eine ganz hervorragende Alternative. Sei es mit oder ohne Videoübertragung, mit ist aber angenehmer.

    • Nachtrag:
      Ich halte regelmäßige Termine für essentiell wichtig. Sie sparen Zeit, jeder kann sich direkt darauf einstellen und damit planen. Dass nicht zu jedem Termin alle da sind, ist dann das kleinere Übel.
      Langwierige und bisweilen schwierige Terminplanungen haben mich schon mehr als eine Runde gekostet.

  11. Wir spielen Sonntag von 17-22 Uhr, mit 30 Min zum Essen zwischendurch, meist 19:00.
    Wer quatschen oder steigern will oder sowas, der ist meist um 16oouhr da oder bleibt noch bis 23 Uhr in der Runde.
    Während des Spiels sind wir sehr stark konzentriert und haben keine Ablenkung. Da wir am PC spielen haben wir eine tolle Karte mit Token.
    Handy oder so hab ich nicht verboten, aber sie sollten leise sein. Will jemand auf Klo oder ist sonst wie afk dann schreibt er oder sie das in den Chat.
    Dadurch keinen Bruch derImmersion, sondern immer 100%

  12. Dann schreibe ich hier doch auch mal was hin (und nicht immer nur bei Twitter :)):

    > Wie oft und wie lang spielt ihr?
    Am Tisch: alle 4-6 Wochen, dann typischerweise 3-5 Stunden.
    Play-by-Mail: im Schnitt täglich 1-2 Emails

    > Welche Störquellen belasten eure Rollenspielzeit am schlimmsten?
    Größtes Probleme ist nachlassende Konzentration bei den Spielern – einerseits nach längerer Spielzeit ohne Unterbrechung, andererseits am späteren Abend

    > Welche Lösungen habt ihr umgesetzt, um die Rollenspielzeit zu maximieren?“
    1) Wir versuchen, früher zu starten (was allerdings nicht immer klappt, u.a. weil ich eine Anfahrt von ca. 1 1/4 Stunden habe und einer der Spieler schon Nachwuchs hat)
    2) Wir versuchen, den Smalltalk auf eine halbe Stunde nach Eintreffen und eine Pause ungefähr in der Mitte der Sitzung a.k.a. „Pizza-Pause“ zu limitieren
    3) Noch nicht umgesetzt: ich peile an, demnächst nach 4 Stunden einen Cut zu machen – lieber 4 Stunden konzentriert spielen als 6 unkonzentriert (auch wenn ich grundsätzlich lieber länger als kürzer spielen würde, weil ein Abenteuer m.E. auch davon profitiert, an einem Abend durchgezogen zu werden)

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