Folge 115 – Das beste Rollenspiel aller Zeiten

Besser gesagt: Das beliebteste Rollenspiel hier und jetzt nach den Maßstäben einer sehr interessanten Umfrage. Wer schafft es unter die beliebtesten hundert? Welche Rollenspiele kämpfen um das Siegertreppchen? Wir analysieren das Ergebnis und ziehen Rückschlüsse auf die aktuelle Situation auf dem Rollenspielmarkt.

Cast: Martin, Richard, Carsten, Holger Länge: 01:00:38

Inhalt:
05:25 Schmiss, Schneid, Verve, Pepp: Beliebtheitskriterien von Rollenspielen
11:02 Blick in die Kristallkugel: von der Unmöglichkeit belastbarer Daten
28:16 Platzhirsche und Alpha-Wölfe: Die erste Liga der Rollenspiele
39:41 Aufsteiger und Evergreens: Die zweite Liga der Rollenspiele
45:04 Nischenhelden und verborgene Juwelen: Der wackere Rest
51:43 Große Worte entspannt ausgesprochen: Thesen-Time!

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Paranoia – Ultraviolett Edition (Ulisses Spiele)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Beantworte in den Kommentaren bis zum 17.03.2019, 24 Uhr, die folgende Frage: „Welches Rollenspiel ist dein liebstes und warum?“ Weiterhin freuen wir uns über weitere Kommentare und Interpretationen zum verlesenen Ranking. 🙂

Links:

Tanelorn
Eskapodcast-Folge 88: Der Rollenspielladen-Besitzer (Interview)
Tears & Beards
Rollenspiel-Bewertungen
State of the Industry (Kolumne des Verlagsleiters des Uhrwerk-Verlags)
Traumthal (Blog des Verlagsleiters von Prometheus Games)
Roll20 Umfrage
Facebook-Umfrage

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37 Gedanken zu „Folge 115 – Das beste Rollenspiel aller Zeiten

  1. … Beliebtheit ist für mich eher kein Gütekriterium. Wenn das ein valides Kriterium sein sollte, dann wäre Fast Food die Krönung der Kochkunst.

    Mein „eines Rollenspiel“ wäre wohl Warhammer Fantasy 2nd, weil das für mich immer noch mit das beste Gesamtpaket liefert, obwohl ich vieles an dem Spiel nicht mehr mag. (Tatsächlich hab ich vor es mit dem einfacheren W100-System Maelstrom zu hybridisieren.)

    Zu Kriterien
    Anschlussfähigkeit: Das Teil ist ein klassisches EDO-Spiel (Elves, Dwarves, Orcs). Hat aber auch viele historische Referenzen, die gut eingebracht werden können. Es hat einen Sinn für soziale, politische, psychologische und religiöse Dimensionen und für einst abseitige literarische Referenzen (kein Wunder, die Ursprünge des Spiels liegen in der britischen Gegenkultur der 70er & 80er). Eskapismus und Sozialexperiment … ist beides möglich. (Auch wenn das Setting von WFRP1 da noch eine ganze Ecke besser war.)

    Regeln: Ein eher einfaches W100-System, das sowohl Runequest/Cthulhu als auch D&D3 als Bezugsgrößen hat … und trotzdem verhältnismäßig hohe freiformige Anteile ermöglicht. Trotzdem bleiben auch einige Regelprobleme.

    Sense of Wonder: Man hat sehr mundane und gewöhnliche Elemente (Startkarrieren wie Köhlerin oder Marketender sind keine Seltenheit), aber auch finstere Sword-&-Sorcery-Einflüsse (Sigmar-Conan-Parallelen) oder weirde Elemente (Götter, die Elemente von Moorcock und Lovecraft haben; Ghormengast-ähnliche Sezenarien), …

    Bekanntheit: … das hat leider viel mit Marketing und Werbe-Etats zu tun.
    Messgrößen: Das Tanelorn ist ja – mehr oder weniger – ein „Experten-Forum“. Da tummeln sich Leute, die viel gesehen haben und ne Vorstellung davon haben, was sie an nem Rollenspiel gut finden und was nicht so. Wie bei Filmkritiken: Was das breite Publikum toll findet muss nicht die Experten überzeugen und umgekehrt.

    @ Ranking: Cthulhu hat mich überhaupt nicht überrascht. Das ist auch bei RPGGeek auf dem Rang: https://rpggeek.com/browse/rpg
    Generell finde ich das Ranking gerade in Kombination mit der icv2-Übersicht http://www.enworld.org/forum/content.php?1984-Top-5-RPGs-Compiled-Charts-2008-Present und der Roll20-Übersicht recht aussagekräftig

    D&D 3.X ist für mich nach wie vor die zweitschlechteste D&D-Version, die einzig AD&D 2nd noch überholen konnte. Was D&D5 angeht: Ich glaub der Tenor „zweitliebste D&D-Edition von aller D&D-Fans“ trifft es ganz gut. Entsprechend ist es der gangbare Kompromiss und als solcher kann er sich auch zum Lieblingsspiel mausern. Plus: Zugänglichkeit für Neulinge (sowohl Hobby als auch D&D) … und YT.

    Editionswechsel SR und DSA: Naja. Ich glaube, dass Pegasus über die Preise das den guten Umstieg auf 5E ermöglicht hat. Bei DSA: Allein die Zahl der Grundbücher von DSA4 (Wege der Helden, Wege der Zauberer, …) … das sind halt finanzielle und kognitive Investitionen, die man so leicht schon aufgeben will. Da haben Leute ganz viel Herzblut reingesteckt, um diesen Regelmoloch für sich spielbar zu bekommen. Allein schon die Charaktererschaffung fand ich komplizierter als bei Rolemaster oder GURPS.

    Ansonsten darf man halt auch nicht vergessen, dass Rankings auch immer mit aktuellem Verlagssupport zusammenhängen.
    Und zu Warhammer/40K sei gesagt: Ursprünglich haben beide Spiele als Tabletop/Rollenspiel-Hybriden angefangen. Bei Warhammer hat sich GW dann irgendwann auf die Tabletop-Seite spezialisiert – jedoch nicht ohne vorher Warhammer Fantasy als WFB und WFRP rauszubringen.

    HdR-Rollenspiel: MERS war GROß. In den 80ern größer als Cthulhu.
    7te See 2nd stirbt. Pegasus hat die Probleme beim US-Verlag als Ausrede genommen, um die Beendung der Linie zu kommunizieren.

    @ Superhelden: Ich glaube, dass Greg Stafford Recht hat, wenn er Superhelden als tendenziell spezifisch amerikanische Version von Helden- und Göttergeschichten ansieht. Dass das generell in Europa weniger zieht, wundert mich nicht. Die klassischen britischen oder franko-belgischen Comics behandeln auch kaum Superhelden.

    @ Thesen:
    1) Nein, deutsche Rollenspiele befinden sich eher im Aufstieg: vgl. Splittermond, New Hong Kong Story, No Return, Hexxen …
    [Bei mir persönlich verlieren seit einiger Zeit amerikanische Spiele massiv an Boden. Den freigewordenen Platz schnappen sich v.a. britische und z.T. skandinavische Spiele. Dass letztere sehr am Aufstreben sind, ist mMn ein genereller Trend am Markt.]

    2) Ja, neue Editionen sind ein Indikator für Beliebtheit und Lebendigkeit einer Spielelinie/Marke. International: Siehe Runequest, das mit Mythras, Runequest Glorantha und Openquest eine kleine Renaissance hingelegt hat; siehe D&D, das die Marktführerschaft Pathfinder wieder abgejagt hat.

    3) Ja, am Ende sind stabile Communities schon wichtig. Das Überleben von Spielsystemen hängt am Ende davon ab. Das Überleben von WFRP gehört dazu.

    4) Newcomer: Sind nicht chancenlos, aber sie haben es schwer. Ich sehe Fate immer noch auf dem aufsteigenden Ast, ebenso wie die pbtA-Spiele. Und dann ist natürlich die Frage, was ein „Newcomer“ ist. Alle Rollenspiele stehen in irgendwelchen Traditionen. Die einen mehr und sichtbarer, die anderen weniger.
    (Lied von Feuer und Eis RSP: Green Ronin ist da nicht so auf Zack. Mantikore war durchaus dabei durchzustarten …) Newcomer brauchen vor allem eines: Einen langen Atem.

  2. Sauerei!
    Da freut man sich anhand der Überschrift auf eine Folge, in der Polemik-Martin überschwere Geschütze auffährt und dann zieht ihr euch aus der Affäre, indem ihr auf ein Wackelkriterium wie Beliebtheit ausweicht 😉

    Genau wie Athair sage ich nämlich: Das ist kein taugliches Qualitätskriterium.
    Zum Einen gibt es Systeme, die mehr oder weniger die Ersten in ihrer Nische waren, historisch gewachsen sind und allein dadurch derart in der Fläche präsent sind und eine Massenträgheit haben, dass sie immer ein großes Publikum haben werden – z.B. DSA, D&D, SR.
    Zum Anderen muss ein massentaugliches Produkt immer bequem sein und wenig Reibungsfläche bieten. So ein Spiel kann bzw. darf dem Spieler nicht zu viel abverlangen, wenn es darum geht, sich in Setting oder Regelwerk einzuarbeiten oder einen „anstrengenden“ Spielstil nahelegen. Es muss möglichst vielen Leuten irgendwas bieten, was sie für sich rauspicken und den Rest ignorieren können, wird also im Gesamtbild ziemlich verzettelt, unfokussiert und unrund daherkommen MÜSSEN – auch hier wieder: DSA, D&D, SR…
    Freilich ist das dann ein Spiel, das viele Leute spielen und mit dem man sich meist irgendwie arrangieren kann, aber das ist eher der kleinste gemeinsame Nenner statt das beste oder bestmögliche Spiel.

    Ansonsten hängt bei der Beliebtheit und der Präsenz in der Fläche unheimlich viel daran, wie der Verlagssupport aussieht – also ob weiter Material rauskommt und das System insgesamt „lebendig“ ist.
    Dabei hat man aber unweigerlich das Problem, dass das System irgendwann „über den Hai springt“, sprich seinen Zenit überschreitet und vom eigenen schlechter werdenden Material begraben wird – sei das aufgrund der schieren Masse oder weil die ursprünglichen Autoren nach und nach alle weg sind und die verlagsinterne Perspektive auf das Spiel sich verwässert etc.

    Im Rückblick haben viele Systeme mMn ihre besten Zeiten und ihre größte Qualität als Spiel irgendwo gegen Ende des ersten Drittels der Lebens-/Editionsdauer und keineswegs dann, wenn alles abgeschlossen ist (was aber auch daran liegt, dass man sich dann natürlich entweder auf die neue Edition konzentriert (sofern es eine geben wird) oder das ganze Ding schon länger auf dem absteigenden Ast war und es in beiden Fällen keinen „Director’s Cut“ der gerade zu Ende gehenden Edition gibt – den ja auch keiner kaufen würde, wenn direkt danach die neue ansteht).

    Zu stabilen Fandoms:
    Das absolute Paradebeispiel sind die Warhammer Fantasy-Fans. An denen ist einerseits WH3 krachend gescheitert und auf der anderen Seite sind WH2 und WH4 ziemlich zum Selbstläufer geworden, weil sie den Geschmack dieser Community getroffen haben.
    Und da waren jeweils recht lange Durststrecken dazwischen, die andere Fandoms nicht überstanden hätten.

    Zu Newcomern:
    Man kann den Leuten nichts auf Dauer andrehen, was sie nicht wollen. Natürlich könnte man etwas völlig Neues machen (was es bei näherem Hinschauen wahrscheinlich Anfang der 80er schon mal gab und da auch schon keiner wollte ;)), aber wenn man den Geschmack nicht trifft, wird das nichts.
    Das SoIaF-Rollenspiel z.B. hat nicht so wirklich das zum Spielkern, was den Leuten an der Serie gefällt und läuft deswegen nicht gut.
    Anders Splittermond: Da wusste man genau, wie die Zielgruppe aussieht (und wie groß sie ist) und hat die souverän abgeholt.
    Wobei man da wiederum sehen muss, dass viele Splittermond-Autoren alte Hasen im Rollenspielgeschäft sind. „Aus dem Nichts“ kam das also keineswegs.

    Und ganz zuletzt:
    Mein liebstes offizielles Setting ist Shadowrun (bis zum Ende der 2. Edition…) und rein aus der Praxis heraus (sprich Nutzungshäufigkeit) ist mein Lieblingssystem wohl GURPS 4. Ansonsten steht Mongoose Traveller 2nd bei mir hoch im Kurs, allerdings auch wieder „nur“ als generisches SF-Regelwerk (so wie Traveller schon immer gedacht war ;)). Die Gesamtpakete von System und Setting bleiben da schon deutlich hintendran, aber wenn ich welche nennen müsste, wären das wohl Dark Heresy 2nd, Millennium’s End und Warhammer 4 (wobei letzteres settingseitig natürlich davon profitiert, dass man so viele andere Publikationen, Spiele etc. im Hinterkopf hat).

    • Auch Dir danke für den ausführlichen Beitrag! Da hast Du ein paar Systeme genannt, die ich mir mal anschauen sollte. Dark Heresy 2nd hab ich leider im Handel verpasst, Millennimus`s End höre ich bei Dir zum ersten Mal und bei Warhammer 4 überlege ich noch…

      • Im Tanelorn gibt es einen recht jungen Thread zu ME (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,109483.0.html), da kann man sich bei Bedarf ein bisschen einlesen – und wenn es anderweitig dort im Forum erwähnt wird, dann i.d.R. von mir 😀

        Mit ME ist es ein bisschen wie mit manchen Oldtimern: Die schaut man an und denkt sich zuerst „Gut, früher hat man das halt so gemacht, aber heute nicht mehr.“ Bei näherem Hinschauen denkt man sich dann aber: Warum eigentlich nicht? Da sind manche Lösungen cleverer als vieles, was danach kam und ME bedient eine Sparte, die danach fast vollends in der Versenkung verschwunden ist. Ich bezeichne es gerne als taktisches Erzählspiel (oder erzählerisches Taktikspiel 🙂 ) und damit sollte es eigentlich einen gewissen Teil der Black Trenchcoat-SR-Spieler perfekt bedienen. Aber der Magiekrempel lockt dann eben doch und wenn man obendrauf ein verkappter Powergamer ist, spielt man am Ende lieber SR… 🙁
        So ist ME eben ein rollenspielhistorisches Kuriosum und mMn unverdient in Vergessenheit geraten.

        Warhammer 4 ist mMn richtig gut gelungen. Es hat zwar (natürlich) seine eigenen kleinen Fehlerchen und Macken, aber die sind mir um Längen lieber als ein paar Designentscheidungen und Eigenheiten von WH 2.
        Als WH-Altfan mag man da vielleicht hadern, aber wer sich WH neu anschaffen will, sollte sich mMn die 4. Edition holen.

  3. Ich finde die Frage, was das beliebteste Rollenspiel sei, wirklich spannend. Ich bin mir aber nicht sicher, wie gut das Internet da als Indikator ist. Ich hörte mal ein Interview zur Entwicklung von D&D 5. Und darin wurde behauptet, eines der Designziele sei gewesen, die ganzen AD&D-Spieler zur neuen Edition zu bringen. Sprich: WotC ging noch zur vierten Edition davon aus, ein großer Teil der Rollenspieler spiele noch in ihrer abschotteten, kleinen AD&D-Runde. Und die seien kaum an die Gemeinde im Netz angebunden – ähnlich wie die TEARS-Fans ihren eigenen Kreis bilden.
    Auf den Umkehrschluss würde ich auch den Erfolg von D&D 5 in der Umfrage zurückführen. Wer eh schon im Netz aktiv ist, hat gute Chancen, auch bei Youtube Rollenspiel zu gucken. Und da greift der Charme von Critical Role.

    Mein persönliches Lieblingssystem ist Fate. Und zwar aus drei Gründen:
    1) Der Mechanismus der Aspekte sorgt sehr elegant dafür, dass Figuren handlungsrelevante Schwächen haben und handlungsrelevant scheitern können. Und das ist für ganz viele Geschichten unabdingbar.
    Wenn Othello nicht eifersüchtig wird, gibt es keine Handlung.
    Wenn Isildur den Ring einfach in den Vulkan schmeißt, gibt es keinen Ringkrieg.
    Wenn Anakin Skywalker meint, er könne seine Frau schon ohne die Dunkle Seite retten, dann gibt es keine Episoden 4 bis 6.

    2) Fate bricht alle Sachen runter auf vier Aktionen (eine mit zwei Unterpunkten) und vier Ausgänge. Und darüber werden nicht nur alle Taten der SCs abgedeckt, auch bspw. ein Raumschiff bildet man damit ab. Man kann den gesamten Regelkern auf eine Tabelle 4*5 zusammenbringen.
    Es ist für mich als Naturwissenschaftler sehr befriedigend, dass es die Fate-Theorie-von-allem gibt. Und sie kommt mit vier Raumzeitdimensionen aus! So effizient ist das System.

    3) Fred Hicks sagte einmal so schön, Fate simuliere durchaus, aber es simuliere, wie Fiktion funktioniert. Wenn man Fate kennt, sie man plötzlich die Aspekte in Filmen, Serien, Büchern usw.
    Das mag ich auch deshalb, weil ich gerne Medienwelten adaptiere – Harry Potter, Nibelungenlied, im Westen nichts Neues, Firefly, Faust usw. Einige meiner Adaptionen sind auch auf Faterpg.de veröffentlicht.

    Die beliebteste davon ist übrigens Harry Potter: http://faterpg.de/tag/harry-potter-mit-fate/
    Danach hattet ihr ja in der Folge gefragt und ich sehe es ebenso, dass HP ein super Mittel ist, um Neulinge ins Rollenspiel zu bringen. Ich hatte damit auch schon große Erfolge.
    Und meine Adaption entwickelt sich zunehmend zur Standardantwort für HP im deutschen Raum. Wenn irgendwo jemand nach einem Potterrollenspiel fragt, dann schlägt die immer jemand vor. Und dieser jemand bin selten ich. Ich habe Fans. Wer hätte es gedacht? 🙂

    • Vielen Dank für das Plädoyer für Fate! Ich habe auch schon Harry Potter nach einem eigenen System einer Freundin gespielt – die Fate Adaption schaue ich mir gerne mal an 🙂

  4. Hallo,

    es ist nicht einfach zu Entscheiden welches Rollenspiel das beste ist.
    Jeder hat einen anderen Geschmack und letztlich muss es zu mir passen.

    Da ich seit den Anfängen von DSA eben dies spiele, ist für mich DSA das beste Rollenspiel.

    Ich habe mich in letuter Zeit mit Chtulu und Midgard beschäftigt.

    Chtulu ist toll, ohne Frage, letztlich ist der Ausgang jeder Runde klar. Ich kann zwar immer wieder neue Charaktere verkörpern, verliere sie aber immer an den Wahnsinn.
    Da ich viel mit Menschen in berührung komme, erlebe ich auch so den täglichen Wahnsinn. 😄
    Kleiner Scherz.

    Midgard hat für mich die am besten ausgearbeitete Welt, da stimmt alles.
    Es gibt einen gemeinsamen Feind, absonsten geht man tollerant unter den Völkern miteinander um. Das Gefrieren idt überschaubar.
    Was mich stört, ist das man schwer Gruppen findet und die bestehenden sich etwas abschottet. Eine geschlossene Gemeinschaft eben. Das wurde ja in dem tollen Interview mit Jürgen Franje angesprochen.

    Auch wenn es noch viele andere Rollenspiele gibt……

    DSA ist für mich das beste Rollenspiel.
    Bei allen Schwächen die es gibt,
    ( die Welt an sich ist zu klein und die Schwarzen Lande habe ich lange ignoriert, Kriege und selbsternannte Diktatoren gibt es in der „realen“ Welt genug, dass brauch ich nicht ständig im Rollenspiel) bleibt es eine fantastische Welt.
    Wenn mir Regeln nicht gefallen, lasse ich sie weg, wenn ich die fortlaufende Geschichte nicht beachten will, lasse ich eben wichtige NSC’s weg.
    Diese sind aber auch eine stärke von DSA, wer hat nicht um Waldemar den Bären getrauert oder um König Brin?

    Fazit: DSA ist mein liebstes Rollenspiel.

  5. Mein liebstes Rollenspiel (…und das immerhin schon seit 4 Jahren):
    Itras By.
    Die Regeln sind in 30 Sekunden erklärt,
    die Entscheidungskarten reichen mir für jede Story, die ich erzählen will,
    das Setting bietet mir Sense of wonder, wie wenig andere,
    die Ereigniskarten sorgen für die manchmal nötigen Überraschungen.

  6. Hmm.
    Im Fantasybereich bin ich wieder auf MIDGARD zurück gegangen.

    Ansonsten noch LITE. EIn Indiespiel, mit dem ich verrückte und nicht ganz so ernste Sachen machen kann (Space Pirates, noch mal Spaaace Pirates).

    Ist halt alles subjektiv. Als Spieler habe ich schon einiges gespielt und bin in einer Star Trek Runde mit vom SL selbst gestrickten Regeln glücklich.

  7. Hmm, also im Moment schwanke ich zwischen Der Schatten des Dämonenfürsten und Dungeon World für Fantasy.
    Bei Post Apokalyptischem Spielen ist es ganz klar Mutant Jahr Null.
    Weltraum würde ich Coriolis wählen, dies habe ich zwar noch nicht gespielt, aber das System ist dem von Mutant Jahr Null ja ähnlich und alles was ich bisher gelesen habe gefällt mir.
    Einen besonderen Platz in meinem Herzen wird auch immer DSA haben, alleine deswegen weil es mein erstes Spiel war. Aber das System macht mir heute keinen Spaß mehr, die Welt finde ich immer noch großartig.

  8. Habt ihr euch schon einmal die Gruppenliste der Drachenzwinge angeschaut? Fleißige Heinzelmännchen halten sie aktuell und es ist für mich ein wichtiger Indikator, welche Systeme wie beliebt sind.
    https://www.drachenzwinge.de/forum/index.php?topic=136807.0
    Die häufigsten Systeme unterscheiden sich gar nicht so sehr von eurer Liste. Cthulhu ist etwas seltener, aber da teile ich eure Meinung, dass es ein häufiges Zweit- oder One-Shot-System ist. Fate ist häufiger, aber das liegt meiner Einschätzung nach an sehr aktiven Moderatoren mit Fate-Affinität.
    Man konnte in den letzten zwei Jahren den faszinierende Beliebheitzuwachs von D&D5 verfolgen. Man sieht ebenfalls, dass DSA4 immer noch weit vor DSA5 liegt. Und Splittermond hat ein ordentliches Stück von Markt abbekommen.
    Auch sind die Platzhirsche sehr groß und die Exoten sehr selten. Selbst auf der Drachenzwinge, die ja prädestiniert für exotische Systeme wäre.

    Ein paar ungeordnete Gedanken zu solchen Umfragen:
    – Ich finde es immer wieder seltsam, dass regelschwere Systeme so weit vorne liegen. Heutzutage sollten doch viele RollenspielerInnen weniger Zeit haben. Es wundert mich immer wieder, aber man findet kaum Leute abseits der Crunch-Systeme.
    – Wie viele der SpielerInnen in eurem Umfeld sind im Rpg-Internet aktiv? Bei mir sind es ganz wenige, <5%. Man sollte solche Umfragen also mit Vorsicht genießen, aber das habt ihr auch auch gesagt. 🙂

    Das eine Lieblingsrollenspiel habe ich gar nicht.
    Mit Regelsystemen bin ich sowieso nie zufriedenzustellen und finde alle doof.
    Bei Settings ist es umgekehrt, ich mag alles mögliche von My little Pony bis Warhammer und ich mag auch die Abwechslung, alles spielen zu können.
    Wobei es bei mir weniger auf objektive Kriterien ankommt, sondern vor allem auf die jeweilige Spielgruppe. Mit Earthdawn verbinde ich sehr liebevolle Erinnerungen, da das eine Supergruppe war.
    DSA spiele ich immer noch gerne, auch weil ich voll im Soap-Opera-Modus bin und gespannt bin, wie es mit geliebten und gehasste NPCs weitergeht.
    Prinzipiell mag ich Settings lieber, die durch andere Medien "unterfüttert" sind, z.B. DSA mit dem Aventurischen Boten. WH40k hat super Romane und Shadowrun hat durch die "SR Returns"-Computer-Spiele bei mir neues Interesse geweckt.

    • „– Ich finde es immer wieder seltsam, dass regelschwere Systeme so weit vorne liegen. Heutzutage sollten doch viele RollenspielerInnen weniger Zeit haben. Es wundert mich immer wieder, aber man findet kaum Leute abseits der Crunch-Systeme.“

      Das gefühlt sehr oft angeführte „Ich habe keine Zeit mehr zum Vorbereiten/Regeln lernen/etc.“ ist eben auch nur eine Perspektive unter vielen.
      Andere haben die Zeit oder nehmen sie sich. Oder spielen weiter den einen dicken Regelbrocken, den sie quasi auswendig gelernt haben, als sie noch Zeit hatten.
      Oder sie spielen einfach gar nicht mehr, wenn sie das Gefühl haben, nicht mehr ausreichend Zeit dafür zu haben.

      Und nur weil man selbst mittlerweile Kinder hat, einen zeitfressenderen Job, weitere zeitintensive Hobbies oder sonstwas, bedeutet das noch lange nicht, dass es allen anderen genau so geht.
      Im Gegenteil, es wachsen immer neue nach, die (noch) Zeit haben 😉

      Angesichts der Verkaufszahlen sind jene, die schnelle, schlanke/regelleichte Spiele als DEN aktuellen Trend sehen, wohl eher eine laute (weil überzeugte) Minderheit.

      Aber ein riesengroßer Anteil spielt weiter EIN regelschweres System, freut sich über „vollständige“ Regeln oder hat zumindest diffus das Gefühl, dass man diese Regeln braucht, auch wenn sie oft nerven – und beteiligt sich kaum an der „öffentlichen“ Diskussion.

      Ich finde es bemerkenswert, dass ein großer Teil der Spielerschaft auch mit modernen, jederzeit zugänglichen Kommunikationsmitteln so wenig online präsent ist; viele höchstens mal zur Spielersuche.
      Für viele ist Rollenspiel anscheinend etwas völlig Analoges, Nichttechnisches (fast schon Urtümliches?) und hat mit der Online-Welt nichts zu tun. Selbst für jene, die Charaktergeneratoren etc. nutzen.
      Das ist in vielerlei Hinsicht gerade für Verlage oft ein Problem, aber andererseits finde ich es irgendwie sympathisch, dass es hier so große Bereiche gibt, die nicht „messbar“ sind und riesige Dunkelfelder bilden (was im Tabletop- und KoSim-Bereich sehr ähnlich ist).

      Wie viele Leute spielen z.B. heute noch (oder wieder) DSA1, Shadowrun 2, Cyberpunk 2020? Nicht feststellbar.
      Aber ich weiß z.B. über ein paar Ecken von einem, der bis vor zwei Jahren ausschließlich Cyberpunk 2020 und Millennium’s End geleitet und gespielt hat. Der hat sich in der ganzen Zeit gar keine anderen Rollenspiele angeschaut, keinen Laden betreten und nichts, weil er einfach keinen Bedarf gesehen hat. Jetzt hat er sich spielerisch verändert, ein einziges Fate-Regelwerk gekauft und ist damit wahrscheinlich wieder auf Jahrzehnte bedient. Der ist der Zahl und Frequenz seiner Spielrunden nach einer der aktiveren Rollenspieler in meinem erweiterten Bekanntenkreis, hat aber in 30 Jahren keine zehn Bücher gekauft und sich abseits seiner Runden nirgends beteiligt oder blicken lassen. In Sachen Marktforschung/-übersicht ein absoluter Alptraum 😀

  9. – Welches Rollenspiel ist dein liebstes und warum?
    1.) Cthulhu: Jeder in meiner Spielgruppe mag Cthulhu, die Welt ist leicht zugänglich, die Regeln sind relativ einfach und als Universalsystem nutzbar. Cthulhu ist wie Soft-Eis, des geht immer. Es gibt so viele schöne One-shots.
    2.) Midgard/Midgard 1880: Tolle sehr interessante Spielwelt, geile vorgefertigte Abenteuer, die Regeln sind relativ einfach und als Universalsystem nutzbar
    3.) Earthdawn: Die Welt ist spannend und macht spass aber die Regeln sind relativ schwer.
    4.) Lotfp: Brutal und Death Metal aber will keiner mit mir spielen, weil brutal und Death Metal.
    5.) Malmsturm: Metal und Sword & Sorcery aber meine Spielgruppe hat sich noch nicht so an Fate heran getraut.

    Ich finde ja so Rankings und Statistiken immer spannend, weil doch die Wahrnehmung meist irgendwie eine andere ist.
    Ich bin echt überrascht, dass Cthulhu vor DSA steht. Desweiteren bin ich überrascht, dass DSA 4.1 vor DSA 5 steht. In meiner Wahrnehmung war DSA 4.1 bereits tot.
    Bin mal gespannt wie sich in Zukunft Pathfinder 2 schlagen wird?

    Beste Grüße,
    DanF!

  10. Beliebtestes RPG? Ganz klar Shadowrun.

    Seit ich angefangen habe zu spielen, spiele ich Shadowrun. 2-5 Edition habe ich alles durch. Nachdem die 5. Edition bei uns in der Gruppe keinen Anklang gefunden hat, sind wir nach etwa einem Jahr wieder zurückgefallen auf SR4. Da kenne ich zum einen die Regeln komplett und zum zweiten habe ich davon sämtliche Regelwerke ^^

    Shadowrun ist von der Welt einfach wunderbar. Die Kombination aus Cyberpunk und Magie ist grandios und die Tatsache, dass ich sowohl im tiefsten Sprawl West-Hongkongs durch eine Ghost in the Shell Welt robben kann und gleichzeitig in Hannover die Konzernbeherrschte Heist-Welt von Leverage nacherleben kann ist einfach awesome.

    Die Regeln sind mittlerweile ganz klar in den Hintergrund getreten und ich brauche die eher um ein wenig Struktur in die Narrative zu bringen. Auch wenn es natürlich ab und an sehr befriedigend sein kann 20 Würfel zu rollen um den Stufe 8 Geist mit einem Manablitz umzunatzen. ^_______^

    Ich glaube ich spiele auch in 30 Jahren noch in der 10. Edition und bin glücklich damit. 😀

  11. Ich finde Umfragen im Internet sehr schwierig. In meinen beiden aktuellen Rollenspielrunden nimmt niemand an so etwas teil. Zwischen 202 bis 100 Stimmen bei MehrfacnNennungen finde ich nicht aussagekräftig. Wie viele Leute haben den insgesamt daran teilgenommen? 200 Leute ist weniger als was bei uns zum Con zusammen kommt. Das wäre auch nicht repräsentativ.
    Was Bewertungen im Internet anbelangt habe ich häufig das Gefühl immer dieselbe Meinung eines ausgesprochenen Fanboys zu lesen, der dann soviel Freizeit hat seine Meinung auf den unterschiedlichen Plattformen zum Besten zu geben. Oft werden auch seine Cronies angezogen, die sich ganz ausführlich über eher unbekannte Systeme auslassen und den Eindruck erwecken dieses Rollenspiel wäre schwer angesagt.
    Das „beste Rollenspiel aller Zeiten“ ist auch eine nicht beantwortbare Frage. In den 80er Jahren war das für mich Mers (Mittelerde), wenige Jahre später Rolemaster, gefolgt von Shadowrun und Earthdawn. Unser beliebtestes Zweitsystem war lange Warhammer. Nach dem Erscheinen von Vampire war es Magus.
    Aktuell ist mein beliebtestes Rollenspiel DSA 4.1 und für intensive Zweitsysteme fehlt mir einfach die Zeit.
    Was ich sagen möchte: „aller Zeiten“ lässt sich nur für den Moment festlegen und ist beständig im Fluss.

    • Internetumfragen sind sicherlich mit Vorsicht zu genießen und Umfragen mit kleiner Stichprobe ebenso. Prozentual kleine Stichproben in Bezug auf die Population können aber durchaus repräsentativ sein, wie man ja immer wieder an den Prognosen bei Schluss der Wahllokale sieht. Ich habe länger darüber mögliche systematischen und unsystematischen Verzerrkungen bei der zitierten Umfrage nachgedacht. Was ich u.a. für denkbar halt ist, dass eher aktiviere Spieler im Internet sind und an der Umfrage teilnehmen und dass dies gleichzeitig wahrscheinlicher Spielleiter sind. Welche Einschränkungen der Repräsentativität siehst Du denn?

      • Es ist ja eine bestimmte Gruppe von vermutlich eher jungen Leuten, die an solchen Umfragen teilnimmt. Aus meinen aktuellen Runden kenne ich niemanden, der da mitmacht. Und die sind von 23 bis 47 Jahre alt. Ich sehe das in Foren, da gibt es kleine aktive Gruppe, die sehr viel posten und auf einmal denkt jeder „Rollenspieltheorie“ wäre irgendwie bedeutend. Und wenn du sagst, dass vor allem Meister aktiv im Netz sind, dann ist das ja in der Regel der kleinste Teil der Runde. Da gibt es einfach viel mehr Leute, die dazu keine Meinung abgeben und trotzdem ein Lieblingssystem haben.
        Der valideste Ansatz geht wahrscheinlich über die Verkaufszahlen. Die kenne ich nicht. Und ob DSA im Moment wirklich schwächelt, wage ich zu bezweifeln. Schwach sind die aktuellen Hintergrundbände und Abenteuer, aber für Ulisses rollt der Rubel über die Merchandise-Schiene. Die verdienen an den Karten und ulkigen Würfel etc. Ich habe in einem Forum eine Zusammenstellung gelesen, wonach Ulisses zu 25% Rollenspiel Relevantes und zu 75% Zubehör Krempel a la Rahja-Badetuch rausbringt. Das wird wohl auch gekauft. Ob das DSA zum besten System macht, möchte ich doch in Frage stellen.
        Und ich gönne deinem System neidlos den ersten Paltz.

        • Die Altersfokussierung bei Teilnehmern von Internetfragen könnte wirklich eine mögliche systematische Verzerrung sein, indem wie Du dargestellt hast die Meinungen von jüngeren RSPlern im Vergleich zu älteren überrepräsentiert werden. Wenn das so wäre, dann würde die Umfrage ja vor allem einen Trend aufzeigen.

  12. Hallo,
    ich wollte noch mal etwas zur Findung „Das Beste Rollenspie akler Zeiten“l schreiben.

    Beliebt bedeutet
    gern gesehen; von vielen geschätzt
    häufig, gerne angewandt, benutzt, gewählt
    Das Beste bedeutet
    in höchstem Maße oder Grade gut; so gut wie irgend möglich

    Es ist also n7cht so einfach zu entscheiden was das beste ist.

    Beim Rollenspiel entscheidet man sich doch am ehesten für das, was meine Interessen widerspiegelt.
    Bin ich begeistert von Since Fiktion, spiele ich Iron Crown Enterprises oder Star Trek.
    Bin ich begeistert von Horror spiel ich Vampire oder Cthulhu.
    Begeistert mich Fantasy, spiele ich Splitermond oder DSA.

    Das beste Rollenspiel kann man also nicht nur daran festmschen wuw oft es gekauft oder gewählt wird. Entscheident ist ja auch welches Genre ist gerade beliebt.

    Also nicht so einfach.
    Darüber zu diskutieren und sich Gedanken darüber zu machen ist jedoch interessant.

    Danke euch noch mal dafür.

  13. Das Ranking kann ich nachvollziehen.
    Cthulhu ist super einsteigerfreundlich, sowohl von den Regeln als auch durch die Verankerung in einer realen Weltkarte und historischen Zeit. Seit wir es bei uns als Zweitsystem eingeführt hatten, nahm der Anteil an schönen Rollenspiel zu und die weniger aktiven Spieler hatten sich stärker mit eingebracht.

    Bei DSA spielen wir immernoch die 3. Edition. Die Regelverliebtheit der Nachfolger hatte uns abgeschreckt. Daher sehe ich DSA auf dem absteigenden Ast.

  14. „Welches Rollenspiel ist dein liebstes und warum?“
    Schwierig, schwierig zu beantworten.
    Obwohl ich seit 1998 durchgehend GURPS spiele und nur in einer Zweitrunde oder auf Cons mal was anderes, zuckt irgend in mir nicht GURPS zu nennen.
    Wichtig ist mir ein Universalsystem. in dem ich vom Fantasy über SciFi oder lebende Teddybären alles spielen kann, ohne die Regeln komplett neu zu lernen.
    Losgelöst von der Hintergrundwelt würde ich als Spieler GURPS nennen. Als Leiter Savage World oder BasicRolePlay-System (Call of Cthulhu, Elric), weil das schön einfach ist und einem trotzdem die meisten simulieren lässt.

    Weiterhin freuen wir uns über weitere Kommentare und Interpretationen zum verlesenen Ranking.
    Als Meinungsbild ist diese FB Umfrage ganz gut, aber eine empirisch-korrekte Umfrage wäre schon mal spannend. Aber woher nehmen und nicht fälschen?
    Schon angefangen bei der Frage, wie viele Rollenspieler/innen gibt es in Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum. Welche Anzahl an Antworten benötigt man für eine empirische Auswertung.

  15. In den ersten Tagen meiner Zeit als Rollenspieler war das Rollenspiel meiner Wahl definitiv Shadowrun (damals in der 2. Inkarnation), allerdings kannte ich auch lange nichts anderes (bzw. nur von Bildern und sehr kurzen Texten im FanPro-Katalog, bis auf DSA).

    Anfang der 2000er Jahre kam dann die World of Darkness hinzu, hat mich damals wirklich fasziniert und Magus war über viele Jahre mein absolutes Lieblingsrollenspiel.

    Mittlerweile gibt es für mich mehrere die ich mag, aber keines das so ein Alleinstellungsmerkmal hat.
    Ich verbinde sehr viel positives mit OD&D in Form von Labyrinth Lord, wahrscheinlich wird da der Tabletop spieler in mir angesprochen.
    Außerdem mag ich Dogs in the Vinyard.
    Die Intensivste RPG-Erfahrung hatte ich mit Polaris.

  16. Mir haben eure letzten Folgen gefallen, aber als kleine Anregung der Vorschlag etwas von der Meta-Ebene des Rollenspiel wieder näher zu Themen zu kommen, die mehr direkt mit dem Spielen oder Spielleiten zu tun haben.

    Mich würde zum Beispiel eure Meinung dazu interessieren wie man in einem Abenteuer oder einer Kampagne das Finale zu einer unvergesslichen Erfahrung machen kann. Ist es dazu z.B. wichtig von Beginn an eine entsprechende Spannungskurve aufzubauen oder kommt es letztlich mehr darauf an coole Ideen zu haben oder irgendwo zu klauen? Dieses Thema würde eure Folge 37 zu einem gelungenen Abenteuerstart oder die Folge 14 zu Kampagnen gut ergänzen.

  17. Zu eurer Frage: Auch für mich ist die Nummer eins Cthulhu. (Da ich noch nicht ewig dabei bin, ist es automatisch die Edition 7.)

    Die Gründe:

    – Der Einstieg in die Spielwelt ist sehr einfach.
    – Der „Sense of Wonder“ ist gerade am Anfang enorm hoch.
    – Das Regelsystem ist übersichtlich und einfach. Cthulhu kann auf Wunsch sehr regelkonform oder sehr regelarm gespielt werden. Ganz, wie man möchte.
    – Im Durchschnitt sind die Kaufabenteuer durchaus brauchbar, wenn nicht sogar gut bis sehr gut. Die große Kritik zu Kaufabenteuern ist in Foren und bei Facebook bei DSA und Co. stärker zu spüren als bei Cthulhu.
    – Die Konvertierung zu älteren Szenarien ist kinderleicht. Alte Abenteuer verlieren heute also nicht ihren Wert.
    – Und meine subjektive Meinung: Helden spielen kann jeder, aber normale Menschen am Rande des Wahnsinns zu spielen, das ist die Königsklasse.

    Übrigens: Einen wichtigen Grund, warum DnD auch im deutschsprachigen Raum so erfolgreich ist, habt ihr noch übersehen: DnD hat in den letzten Jahren vermehrt Auftritte in Film und Fernsehen (wie z. B. Big Bang Theory), wodurch viele Newcomer erstmals auf Rollenspiel aufmerksam werden. DnD ist heute somit für viele der Einstieg in die Rollenspielwelt. So etwas hat z. B. auch der RPG-Laden-Besitzer Harald Hinterbuchinger im Interview beim 3W6 Podcast verraten (https://www.3w6-podcast.com/podcast/2016/12/3/112-live-finale-season-1).

    • Diese ganze Sache mit D&D und der Big Bang Theory gibt mir nach wie vor Rätsel auf. Klar, da wurde hin und wieder mal eine Szene gespielt, aber war das wirklich SO präsent, dass es einen echten popkulturellen Effekt haben konnte?
      Jeder behauptet das, ich muss sagen, ich bezweifle es eher. Das ist eine sehr interessante Angelegenheit!

      • Während der Nerd in den 90ern oder davor sein Nischendasein fristete, wurde er durch das Aufkommen von Smartphones, Retro-Trends und Hipster-Dasein „en vouge“ 😉 Sprich, es gibt heute (so meine Empfindung) weit mehr Nerds als früher. Oder zumindest solche, die sich ein wenig so sehen. Viele davon kennen den einen oder anderen Marvel-Film, haben Games of Thrones gesehen, Twilight gelesen und das eine oder andere Game gezockt. Aber von Rollenspiel (abseits von WoW etc.) haben die Neo-Nerds noch nie im Leben etwas gehört. Geschweige gesehen. Stell dir vor, du wärst so jemand – und auf einmal erfährst du von Spielen, die so ganz anders sind als Brettspiele und zudem keinen neumodischen Kurzzeit-Trend darstellen, sondern fast schon nostalgisch wirken. Und zudem mit abgefahrenen Würfeln gespielt werden. Analog! Da wird der Hipster doch neugierig, oder etwa nicht? 😀

  18. „Welches Rollenspiel ist dein liebstes und warum?“

    Bei mir war das eine chronologische Entwicklung mit meinen Lieblings-Rollenspielen:

    Ich habe in den frühen 90ern mit DSA begonnen (ach was, da bin ich sicher der Einzige… 🙂 ) und fand das mangels Konkurrenz am besten; aber wie sicher sehr viele andere auch fühle ich mich auch bis heute noch in Aventurien irgendwie „zuhause“, gewissemraßen ist das also mein Liebling.

    Danach kam bei mir das „coolere“ Shadowrun, das ich in Version 2 und 3 gespielt habe; und auch wenn das System furchtbar war, war es damals doch mein Lieblingsrollenspiel. Auch hier mag ich heute noch die Welt und finde die neueren Editionen durchaus gut, wenn auch immer noch zu komplex für meine Zwecke.

    Als ich in den 2000ern dann studierte, von zu Hause aus in eine neue Stadt zog und neue Rollenspieler und Rollenspiele kennenlernte, kam da eine ganze Flut toller Systeme, die ich sehr mochte:
    Ich mochte D&D 3.x wegen seiner im Vergleich zu DSA so deutlich einfacheren und auch eleganteren Regeln, ich mochte die WoD-Systeme aus den gleichen Gründen und ich hatte mit „Engel“ (von Feder & Schwert mit dem Arkana-System) dann auch ein ähnliches „Erleuchtungs-Erlebnis“ wie Martin mit Savage Worlds – nur dass meines hier in die Richtung ging, dass ich realisierte, dass man Rollenspiel nahezu regellos und rein über Inspirationskarten spielen kann, also komplett in Richtung Fluff, während Martin ja eher vom eleganten Crunch von SW begeistert war, wenn ich das richtig sehe.
    Engel war dann lange Zeit mein Lieblingsspiel.

    Das hat sich erst geändert, als die viel erwähnte „Indie-Hippie-Szene“ Systeme hervorbrachte, die Fluff und Crunch auf eine Weise zusammenführten, die ich sehr schätze. Bis dahin standen mir beim Erzählen die Regeln immer irgendwie im Weg, bei eigentlich jedem System. Doch ich muss auch zugeben, dass reines Erzählen durchaus mal zu zuviel Handwedelei und Unsicherheit führen kann. Deshalb gefallen mir heute Systeme, die eine solide und eingängige Regeluntermauerung haben und dabei das Erzählen unterstützen und nicht behindern: FATE oder pbta-Systeme sind da mMn die besten Beispiele und derzeit meine Lieblingssysteme, zusammen mit einer Reihe von Erzählspielen wie z.B. das schon öfter mal auch bei euch erwähnte Ten Candles.

    Entsprechend freue ich mich schon seit geraumer Zeit auf Engel in der FATE-Version, was dann mit seinem wundervollen Hintergrund und der interessanten Regelbasis Engel nochmal für mich ganz oben aufs Podest heben könnte.

    Was das Ranking angeht, wurde ja hier schon öfter mal gesagt, dass Popularität eben ungleich Qualität ist. Das Populariätstranking wird international derzeit von D&D5 also angeführt, was in der Tat in diesem Ausmaß verblüffend ist, zumal ich echt jetzt keine soooo großen Unterschiede zu Pathfinder oder der 3. Edition sehe (ja, sie sind da, aber im Kern ist es irgendwie die selbe Sache); ich denke, da ist es eben das Marketing und die Präsenz, bei der die Macher wohl irgendetwas richtig gemacht haben müssen. Dass DSA national nicht gaaaanz vorne ist, liegt sicher daran, dass es eben mehrere Stimmen gab: Cthulhu mag „jeder“ irgendwie, DSA hat Lover und Hater, wodurch die Zahl fast automatisch niedriger wird. Aber hey, es war nur irgendeine aus einer Laune heraus entstandene Umfrage bei FB, wenig repräsentativ meiner Ansicht nach 🙂
    Ich denke, wenn man wirklich so objektiv das möglich ist Rollenspiele qualitativ bewerten will, müsste man auf ein System zurückgreifen, wie es z.B. die Stiftung Warentest verwendet:
    Man unterteilt zunächst in verschiedene Bewertungskriterien, von denen es bei Rollenspielen eine ganze Menge gibt: Optik (unterteilt in Illus, Layout…), Regeln (mit Unterkategorien wie Eingängigkeit, Anfängerfreundlichkeit, Möglichkeiten zur Entwicklung des Charakters auf Regelebene…), Spielwelt (mit Detailgrad, Spielmöglichkeiten, Originalität, Anfängefreundlichkeit…), Produktpalette (Support an neuen Spielhilfen und Abenteuern, Vorhandensein von Einsteiger-Regeln etc.) und sicher noch ein paar weitere mit vielen, vielen Unterkategorien. Wenn man diesen Kriterien dann ganz transparent eine prozentuale Gewichtung gibt und versucht, so objektiv wie möglich Noten von 1-6 mit Zwischengraden (+/-) auf die Unterpunkte zu verteilen (ja, das wird schwer und ist anfällig für Subjektivität), dann könnte man bei verschiedenen Rollenspielen eine Annäherung(!) an eine objektive, qualitative Bewertung hinkriegen.
    Dadurch, dass dann jeder Leser die prozentuale Gewichtung von z.B. Regeln oder Spielwelt als Block bzw. bestimmten Unterkategorien davon für sich selbst setzen kann, könnte er durch diese transparente Gestaltung der Bewertungskriterien das für ihn(!) qualitativ beste System finden. Auch das wäre aber wie gesagt nur eine Annäherung an eine objektive Bewertung und müsste von jedem auf seine eigenen Vorlieben und seinen Spielstil angepasst werden. Ich fände so ein Projekt aber mal echt super und deutlich besser als den – durchaus lobenswerten und echt coolen! – Meta-Bewertungsindex.

  19. Das liebste Rollenspiel und warum ist eine kniffelige Frage. Mit einer guten Gruppe macht auch ein dürftiges System viel Spaß, dagegen kann eine miese Gruppe oder Spielleiter das beste System zum Einsturz bringen. Aber unter Idealbedingungen verglichen, folgende Aufstellung meiner Top 3 Rollenspielsysteme

    1) DSA – Eine sehr schöne Fantasywelt und der Start in meine Rollenspielkarriere. Demzufolge komm ich nicht drumrum es auf den ersten Platz zu setzen. Auch wenn der Umfang der Regeln der vierten Edition an Körperverletzung grenzt und die 5. Edition mich so gar nicht anspricht, ist das klassische schwarze Auge immer noch mein Favorit. Die Welt ist vorzüglich beschrieben und die lebende Geschichte Aventuriens sucht ihresgleichen. Dicht dahinter:

    2) Call of Cthulhu – Was kann DSA nicht wirklich gut? Horror! Und der ist bei CoC richtig spitze. Die Regeln sind schlank, das Setting (ob 20er Jahre, Mittelalter oder Jetztzeit) abwechslungsreich und HP Lovecraft kann man als Großmeister des Horrors eh nicht schlagen. Für schnelle Runden, Oneshots und Cons mein Favorit.

    3) Shadowrun – Die Mischung aus Fantasy und Cyberpunk ist einfach spannend. Megakonzerne, Drachen, die Matrix und der Großstadtdschungel. So sind abwechslungsreiche Abenteuer kein Problem. Die Regeln sind noch im Rahmen, nur die Masse an Würfeln macht es manchmal schwierig.

    Die System die es nicht in die Top3 geschafft haben, aber es auch verdient hätten: Vampire – The Masquerade (Gute Regeln, schönes Setting), Lamentations of the Flame Princess (Einfach anders und herrlig abgedreht) und Paranoia.

  20. Hi,

    Ich bin noch recht frisch im Rollenspiel.
    Hab daher noch nicht sooo viel ausprobieren können.
    Da ich schon immer looten und leveln super fand ist Pathfinder aktuell mein lieblings System. 🙂

  21. Hi,

    Ich sehe es wie ein paar meiner Vorredner, die Beliebtheit als „Marker“ zu verwenden ist schwierig. Aber was soll man sonst verwenden?

    Allerdings schwanke ich (wie bei mir immer bei „das beste“ fragen xD bin ehr so Holger-mäßig unterwegs) selbst bei dem Thema stark.

    Darum einfach hier auch meine Top Kandidaten:

    Fate
    Ich sehe in der Theorie Fate oben. Aber als ich es mit Anfängern gespielt habe, war es aufgrund der Möglichkeiten schwierig (würde das nächste mal Stunts und Aspekte vorbereiten). Mit anderen „Fate-Erfahrenen“ hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht. Dazu lese ich die Fate Produkte unglaublich gerne, weil ich mich aufs Setting konzentrieren kann da die Regeln recht klar sind. Hier beißt sich aber irgendwie meine Praxis mit der Theorie

    Arcane Codex
    Oh ja. Es mag seine kritischen Teile haben, nicht besonders originell und auch recht wenig selbst erfunden sein aber es hat seinen Charm. Es ist eingängig, die Welt gibt einem viel was man verwenden und sich orientieren kann, es können verschiedene „Klassen“/“Berufe“ kombinieren werden und es gibt super stylische Fähigkeiten. Dazu das die Community trotz Durststrecken des Verlags einfach nicht Tot zu kriegen ist, machts für mich einfach Charmant und toll zu bespielen. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre dies wohl auch weil ich es so lang spiele auf Platz 1.

    Ten Candles
    Waren diese Art von Rollenspiel ausgeschlossen? Ich glaube nicht 😀
    Ein Spiel was ich so 1-2 mal im Jahr spiele und mir einfach aufgrund der Aufmachung, ohne Vorbereitung und des klaren „Ihr werdet alle sterben“ unglaublich gut gefällt.

  22. Hallo, lieber Cast!

    „Welches Rollenspiel ist dein liebstes und warum?“ ist eine fiese Frage! Mädchen und Matrose natürlich. Ach so. Pen and Paper soll es sein? Na gut.

    Am meisten gespielt habe ich wahrscheinlich DSA (2 und 4.1), Vampire: Die Maskerade (1991), Earthdawn (1st Ed.) und MERS (mit Rolemaster-Tabellen).

    Am schönsten war allerdings eine Kampagne über drei Ritter-Generationen in PENDRAGON, die ich vor 25 Jahren geleitet habe. Meine Spieler waren zu gleichen Teilen erfahrene Rollenspieler und Neulinge, sodass sie sich jeweils zu Ritter und Knappe zusammenfanden und eine freiwillige Hierarchie entstand. Das war neu. Ebenfalls ungewohnt waren die Tugenden, plötzlich war festgelegt, dass man gnädig, feige und lüstern war, Zeug über das wir uns vorher nie Gedanken gemacht haben. Das PENDRAGON-Regelbuch (Fantasy Productions / Chaosium, für 10DM auf der Messe Essen 1992 spontan erworben) war gleichzeitig ein Crash-Kurs in Heraldik und der Grund, dass in meinen Abenteuern und Geschichten immer mehr Zeichen in der Glosse daneben stehen, als den Haupttext bilden. Und die Erfahrungspunke heißen Ruhm, wie gut ist das denn bitte? Wir haben sozusagen einmal aus der Perspektive des Niederadels die Artus-Saga von Uthers Einigung des Landes bis zum Untergang der Tafelrunde durchgespielt, was etwa die Jahre 495-566 umfasst.
    Bei der Charaktererschaffung gibt es viele schöne Zufallstabellen, man würfelt wirklich alles aus. Der sächsische Knappe, der lispelte und stotterte ist allen Mitspielern von damals genauso gut in Erinnerung, wie der irische Ritter, der alle seine Söhne (immerhin 4) bei Turnierunfällen verlor. Da zwischen jeder Queste immer ein oder zwei Jahre Abstand liegen, wird entsprechend oft auf die Mittwintertabellen gewürfelt: Wer verheiratet ist kriegt vielleicht Kinder (#38) oder Zaubertränke (#14) von der Gattin, die Alterungstabelle (#18) erzeugt Verfall der Charakteristika, die Charakteristikaverlusttabelle (#19) verspricht stattdessen Schlagfuß, Schwindsucht, Elfenschlag, den Bösen Blick oder die Pocken. Dies alles krönt jedoch #20: Die Roßprüfungstabelle. Und die geht so: 1W6-Wurf, 1-5 Roß ist gesund; 6, Roß stirbt, bricht ein Bein, leidet unter Schwindsucht oder ähnliches. Gefühlt sind jeden Winter 50% der Pferde draufgegangen. Die Regeln für Schlachten mit 5000 und mehr Rittern haben wir leider nie ausprobiert, aber ich habe den Verdacht: So gut waren die auch nicht. Gut waren und sind jedoch die Szenario-Ideen, die benutze ich bis heute als Anregung, wenn es ans Abenteuer-Schreiben geht.

    Danke für die tollen Podcasts und macht weiter so!

  23. Das liebste Rollenspiel … das ist, wenn ich so in mein Regal schaue, gar nicht so einfach! Aber egal welches Regelwerk ich ausprobiere, was ich auch spiele, ich komme immer wieder zu einem Rollenspiel zurück.

    Call of Cthulhu

    Was ich daran so gut finde ist recht einfach erklärt. Ich liebe es, wenn das Rollenspielsystem nicht aufdringlich ist und während des Abenteuers so gut wie unsichtbar ist. Die Geschichte muss bei mir im Vordergrund stehen. Und meiner Meinung nach ist das mit Cthulhu sehr gut gelöst.
    Die Regel: „Unterwürfele deinen Wert mit einem W%“ ist recht schlicht und jedem in Sekunden erklärt. Die Steigerung des Investigators ist offensichtlich und benötigt nicht das Wälzen von Regelwerken. Dadurch bekomme ich auch Mitspieler an den Tisch, die eine großartige Fantasie haben und diese auch am Tisch einbringen, aber leider auch so regelscheu sind und nicht die Energie haben auch nur ein Regelwerk zu lesen.
    Und weiter ist der Hintergrund dieses Rollenspiels einfach perfekt für mich. Es gibt gruselige (Horror)-Mysteriegeschichten in der „realen“ Welt der 20er. Und solch ein Hintergrund ist wie gemacht für mich. Vielleicht habe ich aber auch einen anderen Blick auf Cthulhu wie die meisten Spieler dieses Systems, da ich, bevor ich zu diesem System kam die Heftroman-Reihe „Der Hexer“ gelesen habe. Und mit Lovecrafts Geschichten kamen ich erst lange später in Berührung. Daher leitete ich Cthulhu wohl immer etwas offensiver, pulpiger, so dass es bei mir in der Gruppe durchaus Spielercharaktere gibt, die seit der 1. deutschen Ausgabe durch jede Edition gewandert und immer noch am Leben und bei Verstand (naja) sind.

    Also, nach allen Rollenspielen die ich gespielt habe ist Call of Cthulhu immer noch mein Lieblingsrollenspiel!

  24. Was mich wundert ist das dieses rocket beans rollenspiel gar nicht genannt wurde (oder hab ich es nur nicht richtig mitbekommen?), das wurde doch gerad mit einen enormen Erfolg veröffentlicht?

    Das beste rollenspiel aus welcher Sicht? Verkaufszahlen, Anzahl Spieler, jede Edition einzeln oder alle zusammen gerechnet… alles viel zu komplex für mich. Das beste System ist das was zu den Spielleiter bzw der Spielleiterin und der Gruppe insgesamt passt.

    Hätte ich bei den Folgentitel auch eher mit gerechnet, was macht ein gutes rpg für euch aus, was muss es euch als Alpha-Gamern und Trendsettern der ganzen Community bieten oder aber gar nicht haben?

    Ich freu mich erstmal irgendwann das neue pbta-Kult lesen zu können, die alte Version damals von truant hat es einfach geschafft mich komplett abzuholen (recht einfaches und flottes Regelwerk, in Zeiten der World of Darkness mit ihren Superhelden-Vampiren und Werwölfen endlich richtiger Horror und Mystery, von Akte X bis hin zu Hellraiser usw. Ja, ich weiß, mit meiner aktuellen Gruppe werd ich das neue System wahrscheinlich nie ausprobieren können, aber trotzdem freu ich mich drauf.

    • T.E.A.R.S. hatte in der Umfrage zum Zeitpunkt unseres Abrufs 7 Stimmen. Wir sollten da auch in der Episode zumindest kurz drauf eingegangen sein und gemutmaßt haben, warum nicht mehr Leute dafür gestimmt haben.

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