Folge 183 – Übersetzungen in der Rollenspielliteratur: My dear Mr. Singing-Club!

Ein Großteil der Rollenspielliteratur auf dem deutschen Markt ist eine Übersetzung aus einer fremden Sprache. Wir beleuchten die komplexen Abläufe, der Wert von Übersetzungen und die Kuriosität, dass die Texte unseres schönes Sprachspiels zu wesentlichen Teilen mehrfach interpretiert wurden, bevor sie uns erreichen.

Cast: Martin, Carsten Länge: 50:40

Inhalt:
01:57 Achtung: Ab hier bitte die deutschen Untertitel einschalten.
04:57 Sprachkompetenz & Sprachkunst: direkt abhängig vom Lebensalter?
11:08 der große Fight: übersetzte Texte vs. muttersprachliche Texte
20:54 Schade: Übersetzungen bemerkt man nur, wenn sie schlecht sind
25:52 Warum gibt es kaum bekannte Übersetzer im Hobby`?
37:05 Übersetzen am Limit: blinde Flecken und Dunning-Kruger
46:05 Praxis: Was kann man tun, um die aktuelle Lage zu verbessern?

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Monsterhandbuch (DnD5e, auf deutsch? :D)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Beschreibe uns in den Kommentaren bis zum 23.10.2021, 24 Uhr deine Einstellung, deine Erfahrungen im Umgang mit Rollenspielübersetzungen. Kennst du besonders gute oder besonders diskutable Beispiele?

Links:
legwork heißt ZU-AR-BEIT, Beinarbeit ist das, was Sportler machen !!! 😀
Unsere Yvi! Wuuuh! 
Dunning-Kruger-Effekt (=man überschätzt sich mehr, je schlechter man ist)
der blinde Fleck (Psychiologie)
Welche Tolkien-Übersetzung ist die bessere?
Übersetzungsklopse (Thread im Tanelorn)

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36 Gedanken zu „Folge 183 – Übersetzungen in der Rollenspielliteratur: My dear Mr. Singing-Club!

  1. Ich habe für mich noch keine abschließende Entscheidung dazu getroffen, ob ich lieber Übersetzungen oder Originale lese. Ich verstehe englisch gut, arbeite auch viel auf Englisch, dennoch ist Deutsch aber meine Muttersprache, in der ich nicht nur schneller lese, sondern auch Nuancen besser verstehe. Eigentlich sind mir deutsche Texte daher lieber. Hinzu kommt, dass meine Runden alle auf Deutsch laufen und ich Eigennamen dann nicht selbst übersetzen muss. Im Rollenspielbereich habe ich aber auch schon schlechte Erfahrungen mit Übersetzungen gemacht, wobei mich hier vor allem inhaltliche Fehler stören – über holprige Stellen kann ich gut hinwegsehen. Besonders ärgerlich finde ich es, wenn Systeme nur teilweise übersetzt werden oder Übersetzungen lange dauern. Im Ergebnis gibt es daher Systeme, die ich mir nur auf Englisch kaufe (D&D5, Symbaroum) und andere, die ich eher auf Deutsch lese (Cthulhu, vieles von System Matters). Da mag aber auch meine unterschiedliche Sympathie für verschiedene Verlage eine Rolle spielen.

  2. Guten Morgen,

    einige Anmerkungen zur Folge:

    1. Das Herr der Ringe-Schisma hat sich ja beim den Lied von Eis und Feuer Romanen von George R.R. Martin wiederholt, als Blanvalet die Romane neu übersetzt hat und zum Beispiel Orts- und Familiennamen eingedeutscht hat.

    2. Es gibt einige Übersetzer in der Rollenspielszene, die schon bekannt sind, weil ihre Namen mit einem System verbunden sind. So übersetzte Lutz Reimers-Rawcliffe schon die WdS-Ausgabe von Runequest und übersetzt heute das ja sehr artverwandte Mythras und seine Tochter Julia mit seiner Unterstützung Runequest: Roleplaying in Glorantha für Uhrwerk auf Deutsch. Letztere ist mit dem System und der Welt im Blut aufgewachsen.

    3. Der online Übersetzer Leo.org übersetzt Legwork aus dem amerikanischen englischen tatsächlich mit Beinarbeit. Vielleicht ist das also doch nicht falsch ;-).

    Ich selber kaufe bevorzugt die deutschen Übersetzungen von Systemen, weil ich es doch besser verstehe und um die deutschen Verlage zu unterstützen. Zumindest wenn absehbar ist, das die Übersetzung gut ist und schnell und viel übersetzt wird.

    • Beinarbeit bedeutet „Herumtänzeln und sich bewegen“, Vorarbeit bedeutet „Vorbereitung und Recherche“.

      Googeln und Telefonieren und E-Mails schreiben sind keine Beinarbeit!

      Xemides!!! 😀

  3. Für mich bleibt die Übersetzung der roten D&D-Box von 1984 eines der besten Beispiele für eine sprachlich gelungene Übersetzung eines englischen Rollenspielprodukts. Besonders die lautmalerischen und humorigen Bezeichnungen mancher Monster („Klesche“) sind dauerhaft in Erinerung gebliebenujd wurden zum
    Glück in späteren Übersetzungen beibehalten (wobei bei D&D nach der 3. Edition
    ausgestiegen bin).
    Von den heutigen Verlagen möchte ich die Arbeit von „System Matters“ erwähnen, die sich spürbar Mühe geben und sich viele Gedanken machen bei der Eindeutschung fremdsprachiger Rollenspielsysteme. „So tief die schwere See“ ist ein gelungenes Beispiel für eine nahezu poetische Übersetzung eines Rollenspieltitels.
    Kurz und knapp: Man merkt einer Übersetzung an, ob sie ein Schnellschuss ist (nur um das schnelle Geld zu machen), oder ob sie mit Hingabe und Liebe zur Sache gemacht wurde.
    Negativ-Beispiel: Die erste Übersetzung des AD&D- Spielerhandbuchs von FSV.
    Das war ein Schnellschuss mit wenig Sinn und Verstand …

    • Nachtrag: „Eskapodcast“ als Übersetzung:

      Nachrichten aus Mittelfranken.

      oder:

      Botschaften aus parallelen Welten

      oder:

      Realitätsflüchtige Meldungen

  4. Hallo ihr Eskapodcaster!

    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich all eure Folgen gehört habe, aber nie kommentiert habe. Jetzt, da ich selbst podcaste, merke ich, wie man doch eigentlich nach Feedback lechzt und in der Regel nichts bekommt.

    Ich spiele natürlich auf deutsch, allein schon deshalb, weil nicht alle Spieler in meinen Runden englisch „beherrschen“. Deshalb kaufe ich die verfügbaren Regelwerke auch in deutsch. Es stört mich dabei oft, wenn Begriffe „halb“ übersetzt sind oder nicht konsistent übersetzt werden. Es gibt Dinge, wie zum Beispiel das Englische „dagger“, das zu deutsch Degen, Dolch, … heißen kann. Toll, wenn das dann je nach Gusto mal als Florett, Rapier oder Degen übersetzt wird, wobei die Unterschiede der Waffengattungen nur Kennern bekannt sind – und deutsch sind Florett und Rapier auch nicht wirklich!

  5. Zunächst:
    „Googeln und Telefonieren und E-Mails schreiben sind keine Beinarbeit!“

    Das verkürzt allerdings auch die Perspektive auf die Vorarbeit unzulässig – denn durch die formell falsche Übersetzung mit „Beinarbeit“ wird wenigstens deutlich, dass es hier gerade NICHT darum geht, mal drei Worte in eine Suchmaschine zu tippen, die einem dann den Arsch nachträgt, sondern dass es Dinge gibt, die man nur vor Ort und/oder im Gespräch mit Insidern erfährt 😉

    Zum eigentlichen Thema:
    Ich vermeide seit vielen Jahren Übersetzungen und greife zum englischen Original – übersetzte Regelwerke besitze ich fast keine und wenn, dann meist parallel zum Original.

    Ich muss aber – wohl auch aufgrund einsetzender Altersmilde – sagen, dass mir mittlerweile nicht nur aktuelle, gut gelungene Übersetzungen begegnen, sondern dass ich im Rückblick auch feststellen muss, dass frühere Übersetzungen oftmals gar nicht so schlecht bis richtig gut waren (was übrigens auch – „Beinarbeit“ hin oder her – für frühe SR- und CP-Editionen gilt).

    Und dort, also bei SR, findet sich dann auch das Gegenbeispiel für halb übersetzte Reihen mit großer zeitlicher Verzögerung: Die deutschen Übersetzungen beinhalten da auch mal Errata, die im englischen Original teils Jahre auf sich warten lassen oder auch in späteren Auflagen gar nicht (!) eingepflegt werden.
    Ist ja nicht so, als könnte man als Verlag nur bei der Übersetzung schlampen und sonst nirgends…

    Da, wo Übersetzungen nicht so gut gelungen sind, liegt das i.d.R. an hohem Arbeitsaufkommen, Zeitdruck und „wie schwer kann das schon sein, ist ja nur Englisch“.
    Gerade letzteres fällt mir oft bei Fria Ligan-Spielen auf, die oftmals sehr holprig aus dem Schwedischen ins Englische übersetzt wurden. Die gewinnen dann teils recht deutlich durch eine weitere (!) Übersetzung ins Deutsche.

    Im Umkehrschluss heißt das: Zeit lassen (auch wenns manchmal schwer fällt und die Verzögerung recht flott ein wirtschaftlicher Faktor wird) und vielleicht nicht den erstbesten Freiwilligen nehmen, der „Hier“ schreit. Gerade Letzteres ist auch ein Lernprozess für die Verlage, aber so viel Einblick habe ich, um sagen zu können: Man ist zumindest bemüht, sich da zu verbessern.

    Das diskutabelste Beispiel in Sachen Übersetzung ist für mich übrigens Warhammer Fantasy – da kann eine Übersetzung noch so perfekt sein, aber durch eine Übersetzung ausgerechnet ins Deutsche geht das „Reikspiel“, also das verzerrte und teils absichtlich schlechte Deutsch des Originals, zu sehr verloren.
    Für mich ist das fast so ein rotes Tuch wie die Szene mit dem deutschen Kriegsgefangenen in „Der Soldat James Ryan“. Nicht inhaltlich falsch übersetzt, aber strukturell bedingt einfach furchtbar 😉

    • Mit dem Auto zum Informaten oder zur alten Fabrikhalle fahren ist ebenfalls keine Beinarbeit! 😀 Googel halt mal Beinarbeit – das hat einen Sport-Kontext. 😀

      Waaah, wie mich das triggert! 😀

      • „Waaah, wie mich das triggert!“

        Man merkts fast gar nicht 😀

        Im Krimikontext ist diese Übersetzung übrigens so weit verbreitet, dass du das nicht mehr als einzelne Fehlleistung der SR-Übersetzer verkauft bekommst – da zieht vielmehr schon die normative Kraft des Faktischen… 😉

  6. Die deutsche Übersetzung von Eskapodcast:

    Nun, das Wort besteht augenscheinlich aus drei Teilen:
    1. Eska
    2. pod
    3. cast

    Es lohnt sich, diese Teile einzeln zu betrachten:

    1. „Eska“, eigentlich: „Esca“ ist der „Köder“ an der sogenannten „Angel“ („Illurium“) des Anglerfisches. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Armflosser.
    2. Pod (engl.) bedeutet bekanntlich „Hülse“ oder „Schote“.
    3. „Cast“ (engl., Verb) bedeutet, wie sicher hinreichend bekannt, (weg-)werfen.

    Kombiniert man diese Bestandteile erhält man: „Köder-Schotenwurf“. Die tiefere Bedeutung dieser Wendung mag nicht sogleich einsichtig sein. Zieht man jedoch https://www.wortbedeutung.info/Schote zu Hilfe, so erhellt sich die Sachlage:

    Wortbedeutung/Definition:
    1) salopp: (nur zum Vergnügen ausgedachte, zumeist humorvolle) Geschichte

    Es handelt sich also um gezielt platzierte Scherze, die den nichts ahnenden Hörer ködern und fesseln sollen, um ihn dann jäh in die Welt des Rollenspiels zu werfen (siehe dazu generell Heideggers Anmerkungen zum geworfen-Sein des modernen Menschen in die Moderne).

    Mögen dieser bescheidene Beitrag auf das Wohlwollen der Schöpfer des Eskapodcastes stoßen.

    Mit akademischen Grüßen,

    Dr. h.c. Theophilius Bangemann

      • Ach so, meine Meinung zu Übersetzungen:
        Ich tendiere dazu, diese zu vermeiden, da deren Erstellung Zeit benötigt und ich somit nicht den oralen „Sofort-Haben-Will“ Trieb nachgehen kann.

  7. Ich lese täglich engl spr Paper und bin froh, wenn ich in meiner Freizeit abschalten kann und deutsch lese.
    Gefällt mir eine Übersetzung nicht, kann ich immernoch stutzen und im Orginal nachlesen.
    Eigennamen sollten nie übersetzt werden.
    Jon Snow oder Imperial Fists sind ein Beispiel.
    Bei Star Wars 1 wurde damals in den 70gern 80gern der Imperator noch als Kaiser übersetzt… woaw.

    Generell bin ich aber abgesehen von solchen Ausbrüchen sehr zufrieden mit synchro oder Übersetzungen der deutschen Szene.
    Kleinigkeiten findet man immer.

  8. Ich möchte, dass Regelwerke und Quellenbücher, die ich verwende, möglichst nahe an der Sprache und Intention ihrer Autoren sind. Daher kaufe ich ausschließlich englischsprachige Originale. Auch der Austausch im Netz über Aspekte eines Spiels gelingt wesentlich einfacher, wenn alle Involvierten die gleiche Sprachversion als Grundlage haben.

    Problematisch wird die Sache natürlich, wenn das jeweilige Spiel nicht aus dem englischsprachigen Raum kommt, sondern in einer anderen Originalsprache geschrieben wurde. Beispielsweise bei schwedischen und teilweise bereits französischen Rollenspielen wäre die Sprachbarriere für meine Gruppen und mich bereits zu groß, um die Produkte flüssig nutzen zu können. Hier hätten wir also keine andere Möglichkeit, als zu einer Übersetzung zu greifen.

    Letztlich sehe ich Übersetzungen generell auch aus dieser Perspektive: als manchmal *notwendiges Übel*. Wer in einer Sprache einigermaßen kundig ist, fährt m. E. deutlich besser damit, sich Rollenspielbücher im Original zuzulegen. Hin und wieder mal einen Ausdruck naschlagen zu müssen, sehe ich nicht als Hinderungsgrund oder Problem. In den meisten Fällen spielt man wohl problemloser mit Originaltexten, zumal hier definitiv keine übersetzungsbedingten Fehler, Inkonsistenzen oder Stilprobleme vorliegen.

    Im Übrigen empfinde ich es als relativ angenehm, für Regelelemente am Spieltisch englische Begriffe zu haben (z. B. für Zaubernamen oder Charakterfähigkeiten), zumal dadurch immer klar ist, dass es sich um einen Bestandteil auf Regelebene und nicht auf spielinterner Ebene handelt. Diese „Zweisprachigkeit“ (Spiel auf Deutsch, Regeln auf Englisch) gefällt mir tatsächlich wenigstens genauso gut, manchmal vielleicht sogar besser, als für alles deutsche Begriffe zu nutzen.

  9. Hiho,

    das war heute wieder eine interessante Folge. Vielen Dank schonmal vorab.

    Was Übersetzungen anbelangt, bevorzuge ich es mittlerweile die Originalversion. Es kommt doch leider oft genug vor, dass grade der Regelteil, bei dem es ja auf eine möglichst genaue Übersetzung ankommt, nur teilweise gut übersetzt ist.

    Mal ein aktuelles Beispiel aus meinem Warhammer 40k Deathwatch – FewShot:
    Ein Auszug im Englischen der Beschreibung zum Talent Frenzy:
    „While Frenzied, he is immune to Fear, Pinning, Stunning effects, the effects of Fatigue, and he may not Parry, retreat, or flee. He remains Frenzied for the duration of the combat.“

    Dazu die deutsche Übersetzung:
    „In Raserei ist der Charakter gegen Furcht, Niederhalten, Betäubung und die Auswirkungen von Erschöpfung immun. Er darf nicht parieren und sich weder zurückziehen noch fliehen. ***Wenn möglich muss er die Aktion Kompromissloser Angriff im Nahkampf einsetzen***. Er Bleibt für den Rest des Kampfes in Raserei.“

    Hier taucht im Deutschen also ein ***völlig neuer Satz*** auf der nicht im Englischen existiert! – Mit starken Auswirkungen auf die Spielmechanik… So geht das natürlich nicht. – Wie kommt Ulisses dazu diesenSatz in der deutschen Übersetzung einfach einzufügen?

    Für Hintergrundmaterial ist mir die Übersetzung nicht ganz so wichtig. Hier geht es ja eher um Fluff. Allerdings bevorzuge ich es, wenn man Eigennamen (Orte, Personen, Gegenstände) nicht übersetzt.

    Für den ein oder anderen deutschen Entwickler, wie z.B. dem Uhrwerk Verlag, mache ich Ausnahmen. Coriolis z.B. habe ich mir auf Deutsch geholt obwohl es das auch (zeitlich früher!) auf Englisch erscheint. Bei D&D habe ich das Players Handbook auf Deutsch geschenkt bekommen und habe mir dann die restlichen zwei Kernbücher auf Englisch geholt. – Das Wizards of the Coast sich die Rechte der deutschen Ausgabe zurückholt und die Bücher neu übersetzt kann jeder interpretieren wie er will. 🙂

  10. Ich kann eigentlich auch kaum glauben, dass erst Folge 182 [sic!] sich um Übersetzungen kümmert. Wo ihr euch doch immer tapfer darum bemüht, die blödsinnige Übersetzung von „Character“ als „Charakter“ zu überwinden.

    Ich lese fließend Englisch, auch wenn ich in der Schule sehr schlecht darin war. (Ich lernte Englisch durch die Erfindung der DVD – mit Buffy und Babylon 5.)
    Trotzdem kaufe ich Übersetzungen, wenn sie existieren. Einerseits, weil ich mich stets um Einsteiger bemühe und man nicht erwarten kann, dass Neulinge mehrere hundert Seiten in (rollenspielspezifischem) Englisch lesen wollen. Daher muss es einen Markt für Übersetzungen geben.
    Andererseits, weil ich Denglisch am Spieltisch störend finde. (Es sei denn, in der Spielwelt wird auch Englisch gesprochen.) Im Zweifelsfall erstelle ich Glossare für meine Spieler, wie wir Begriffe übersetzen.

    Bei Übersetzungen finde ich es sinnvoll, wenn der Übersetzer sehr frei arbeitet (oder arbeiten darf). Man denke an die Anpassungen von Cthulhu an den deutschen Kulturraum. Ist bei historisch angehauchtem Spiel ja auch irgendwie wichtig. (Dafür ist das im GRW der 7. Edition irgendwie kaum geschehen, was bei der Zeitleiste und den erwähnten Zeitungen überrascht.)
    Diese Freiheit ermöglich aber auch Zugänglichkeit. Ich bin ein großer Fan von Fate, aber ich gestehe offen ein, dass das Vokabular des Spiels oft unnötig alternativ ist. Im Englischen ist es dann wenigstens griffig, aber das kann man im Deutschen nur bei freier Übersetzung nachmachen. Deshalb verstehe ich nicht, warum man den „Skill Cap“ mit „Höchstwert“ übersetzt hat und nicht einfach mit „Stufe“. Warum heißt es nicht einfach „Runde“ statt „Austausch“?
    Diese Freiheit wünsche ich mir auch, weil sie das Konvertieren von Einheiten erlaubt. Bei EDO-Fantasy kann ich mit imperialen Einheiten leben. Die spielt in primitiven Welten und darf primitiv mit Fuß, Meile, Gallone usw. rechnen. Aber in modernen Welten oder Sci-Fi möchte ich einfach SI-Einheiten.

    In der Szene sind auch einige echt blödsinnige Übersetzungen Usus geworden. „Charakter“ ist das nicht die einzige. Das Englische Wort „physical“ hat z. B. zwei deutsche Entsprechung „physisch“ und „physikalisch“. (Englisch unterscheidet hier nicht, ähnlich wie „united“ sowohl „vereint“ als auch „vereinigt“ heißen kann.) Das sind aber unterschiedliche Wörter. Ein physisches Regelwerk kann ich als Buch in der Hand halten. Ein physikalisches Regelwerk sollte Differentialgleichungen enthalten.
    (Das ist natürlich kein reines Problem der Rollenspielszene. Als Chemiker kriege ich jedes Mal Zuckungen, wenn ich das Wort „dehydriert“ für „entwässert“ höre oder lese. Dehydriert bedeutet, WasserSTOFF abgespalten zu haben. Es ist eine Falschübersetzung von „dehydrated“. Das wäre aber „entwässert“ oder „wasserfrei“; oder „dehydratisiert“, wenn es denn kompliziert klingen muss.)
    Wie auch beim Wort „Handy“ haben wir auch einige Begriffe in der Szene, die wie englische Begriffe wirken, aber es nicht sind. EDO für „elves, dwarves, orcs“ gibt es nur bei uns. „Pen & Paper“ ebenso, das nennt man im Englischen „tabletop RPG“, wogegen das „Tabletop“ auf Englisch „wargame“ oder „miniature (war-)game“ heißt.
    Dieser scheinbare amerikanische Einfluss ist besonders seltsam, weil es ja jede Menge echten amerikanischen Einfluss gibt. Entgegen anders lautender Gerüchte ist moderne Fantasy mitnichten tolkienesk, sondern viel eher D&D-esk und ein klar amerikanisches Genre, das zu den europäischen Mythen, auf denen es angebliche beruhen will, auch nicht viel besser passt als Oriental Adventures zu asiatischen.

    Inkohärente Übersetzungen stören mich ebenso wie Carsten. Am meisten nervt mich, dass der „Sorcerer“ nicht mehr mit „Hexenmeister“ übertragen wird. Das war so schön kultiviert. (Das kommt davon, dass Goethes „Der Zauberlehrling“ ins Englische mit „The Sorcerer’s Apprentice“ übersetzt wurde und mit den Worten beginnt: „Hat der alte Hexenmeister…“.)

    „Podcast“ übersetzt man natürlich analog zum Hörspiel als „Netzspiel“. Eskapodcast auf Urdeutsch wäre also „RolleNetzspiel“. Bitte sehr.

    • Vielen Dank für den tollen Beitrag! Ab sofort werde ich jeden brüsk korrigieren, der „dehydriert“ sagt. 😀

      Ist „dehydrated“ wenigstens im Englischen korrekt?

      • Das ist eine sehr intelligente Frage. Die beantworte ich mit einem klaren Jein.

        „Dehydrated“ ist das korrekte englische Wort, um entwässerte Objekte und Personen zu beschreiben. Verwendet man es für Lebewesen (u. A. Menschen), dann bedeutet es aber eigentlich mehr als bloß „durstig“. Dehydratation (als medizinischer Fachbegriff auch im Deutschen korrekt) ist eigentlich schon der erste Schritt zum Verdursten. Das ist also schlimmer, als nur etwas entwässert zu sein.

        Nun sind seit Jahrzehnten Lobbygruppen der Getränkeindustrie in den USA sehr erfolgreich dabei, den Leuten einzureden, ihr über Jahrmillionen entstandener Durstinstinkt wäre nicht ausreichend und sie sollten mehr trinken, als ihr Körper denkt. Im Zuge dieser pseudowissenschaftlichen Kampagne wurde auch der medizinische (und hier völlig überzogene) Begriff „dehydrated“ in die Alltagssprache gebracht.

        Man könnte also sagen, „dehydrated“ sei nicht falsch, aber auch nicht richtig. Es beschreibt allerdings nur medizinisch besorgniserregende Fälle korrekt. Wer das Wort verwendet, wenn er bloß durstig ist, der ist entweder ein Kommerzopfer oder extrem wehleidig, sich mit ernsthaft verdurstenden Menschen zu vergleichen.

  11. @ Thomas-der-Zweite:

    Ich stimme absolut zu, dass es ein Unding ist, wenn Übersetzer sich herausnehmen, Regelelemente auf eigene Faust zu „verbessern“. Mein persönliches Lieblingsbeispiel kommt gar nicht direkt aus dem Rollenspielbereich, sondern von dem — immerhin inhaltlich verwandten — Fantasy-Brettspiel Talisman: Da haben die Übersetzer tatsächlich den Effekt eines Zaubers („Random“/“Zufall“) in der deutschen Fassung recht deutlich abgeändert. Möglich, dass diese Entscheidung nicht direkt von den Übersetzern, sondern „in der Chefetage“ des deutschen Herausgebers getroffen wurde — aber höchst befremdlich ist es dennoch. 😉

    @ Lichtbringer:

    <<>>

    Wenn nur die spieltechnischen Termini auf Englisch sind, stört Dich das auch? Persönlich finde ich es nämlich gar nicht schlimm, wenn mir ein Spieler sagt: „Ich zaubere Magic Missile“ — o. ä. Wenn wir D&D spielen, nutzen wir ausschließlich englisches Regelmaterial, sprechen aber im Spiel wie auch out-of-game Deutsch. In der Spielwelt würde im Übrigen keiner der Spieler von „Magic Missile“ sprechen, sondern stattdessen passende umschreibende Ausdrücke nutzen.

    <<>>

    Da bin ich verwirrt. 🙂 Wo ist denn „Charakter“ eine problematische Übersetzung für „character“? Wenn es um (typographische) Zeichen geht?

    <<>>

    Für den „Sorcerer“ ist etymologisch wohl der „Zauberer“ die beste Wahl (beide Begriffe gehen zurück auf die Idee der Weissagung oder Schicksalsdeutung). Natürlich ist das nicht ganz unproblematisch, zumal bei uns der Begriff „Zauberer“ heute vor allem als Sammelbezeichnung all jener Figuren verstanden wird, die Zaubersprüche wirken.

    Dennoch muss hier bei D&D 5 z. B. eine Abgrenzung zu ähnlichen Typen her — vor allem zum „Warlock“. Hier ist die Übersetzung „Hexer“ oder „Hexenmeister“ m. E. am angebrachtesten. Zwar ist der Warlock sprachgeschichtlich eher ein Wort für einen „wortbrüchigen/abtrünnigen Druiden“, aber zum Konzept dieser Klasse bei D&D passt „Hexe“ oder „Hexenmeister“ wegen der Verbindung des Wortursprungs zu dämonischen Gestalten am besten.

    • Spielbegriffe in der Metasprache stören mich eher weniger. Nur bleiben die dann selten dort. Dann verkündet der Magier-SC plötzlich: „Meiner Treu! Mir scheint, Ihr solltet in Eurer Action einen Fireball casten, eure Spektabilität.“ Würg!

      „Charakter“ bedeutet auf Deutsch doch eigentlich das Wesen oder Verhalten von jemandem. „Character“ im Kontext der Fiktion heißt auf Deutsch „Figur“. (Vgl. „main character“ = „Hauptfigur“, „supporting character“ = „Nebenfigur“.)
      Nun ist die Falschübersetzung mit „Charakter“ mittlerweile weit verbreitet, weil sie in all die rollenspielnahen Medien (z. B. Videospiele) diffundiert ist. Deshalb denken wir kaum noch drüber nach. Aber eigentlich sollte es Spielerfigur, Nichtspielerfigur, Figurenblatt usw. heißen.

      • Die Literatur- und Theaterwissenschaft kennen doch auch „Charakter“ als Synonym zur Figur. Im Duden finden wir zudem als zweite Bedeutung dieses Begriffs Folgendes: „Person, Persönlichkeit in einem Buch, Film o. Ä.“

        Charakter ist also schon richtig. Es ist halt im Deutschen — wie im Englischen — ein Homonym mit mehreren Bedeutungen. Als Übersetzung von „character“ ist es aus meiner Sicht die beste Wahl, zumal erstens die volle Bedeutung des englischen Wortes abgedeckt ist und es zweitens schrift- und klangbildlich diesem Wort am nächsten kommt. Letzteres finde ich bei Übersetzungen nicht unerheblich.

        • „Charakter“ ist nicht richtig, es ist nur ein eingeschliffener Fehler. 🙂 Bilde doch mal spaßeshalber den Plural, viel brachialer gehts eigentlich nicht.

          Wegen mir darf jeder auch „Charakter“ sagen, klar, und der Fehler ist mittlerweile eine Art Kolbenfresser geworden, der geht nicht mehr weg und wurde in der Tat ja auch dudifiziert.

          Rollenspielende Gentlemen MÜSSEN aber „Figuren“ sagen, da führt kein Weg daran vorbei. 😀

          • „Bilde doch mal spaßeshalber den Plural, viel brachialer gehts eigentlich nicht.“

            Charakterse 😀

            Selbes Spiel wie bei der Beinarbeit:
            Was Sprache angeht, ist ein lang genug etablierter „Fehler“ schlicht…richtig 😉

            (Mein dialektsprechendes rollenspielerisches Kernumfeld sagt übrigens distanziert-gamistisch „Männel“ :D)

          • Och, ich fühle mich eigentlich als „Gentleman“ und: „I beg to differ.“ 😉

            Der Begriff wird im deutschen Theaterbereich bereits seit Langem (wenigstens seit dem 19. Jahrhundert) als Synonym für die in Stücken vorkommenden Rollen/Figuren gebraucht. Mag sein, dass man sich hier der Bedeutungsvielfalt des englischen „character“ anschloss — das kann ich natürlich nicht ausschließen.

            Da haben es die frühen Übersetzer von D&D m. E. genau richtig gemacht, sich nicht zu sehr an der Standardsprache, sondern mehr am Sprachgebrauch von Theater und Film zu orientieren — denn mit denen ist das Rollenspiel schließlich sehr verwandt. Daneben halte ich es persönlich für sinnvoll, wo immer möglich direkt zu übersetzen, also möglichst einen sprachgeschichtlich eng verwandten Begriff zu verwenden.

            Dennoch waren es nicht zuerst die Rollenspiele und modernen Unterhaltungsmedien, die den Begriff auch im deutschsprachigen Raum für spezifische Figuren und nicht (nur) für allgemeinere Typen oder das Wesen oder die Natur eines Menschen gebrauchten.

            Nach der „Dudifizierung“ sollten wir immerhin anerkennen, dass die Bedetungsvariante als „Rolle“ oder „Figur“ nun auch gänzlich in der Standardsprache angekommen und damit kein „Fehler“ mehr ist.

          • Stadtcharakter, Modellcharakter, Volkscharakter, Gesamtcharakter, Symbolcharakter, Signalcharakter, usw.
            🙂

            Aber ich finde das sehr interessant, kannst du mir eine der von dir genannten Verwendungen im 19. Jahrhundert zeigen?

  12. Eine Anekdote zu Romanübersetzungen, die ihr ja auch angesprochen habt nochmal.

    Als er 1952 als Übersetzer der amerikanischen Truppen arbeitete, lernte er amerikanische Science-Fiction Romane kennen, und später übersetzte er die für den Pabel Verlag. Dieser kürzte aber alle Romane auf 96 Seiten runter, was der Leser natürlich merkte.

    Dann schrieb Ernsting seinen ersten Roman Ufos am Nachthimmel, genau passend auf 96 Seiten, und schlug ihn Pabel vor. Die lehnten ihn ab, da sie keine deutschen Autoren wollten.

    Darauf griff Ernsting zu dem Trick, den Roman umzubenennen (eben auf Ufos am Nachthimmel) und gab es als Übersetzung des amerikanischen Autoren Clark Darlton aus. Worauf der Roman veröffentlich wurde und ein großer Erfolg wurde.

    Clark Darlton blieb Ernstings Pseudonym bis zu seinem Tode, unter anderem war er ja einer der beiden Gründer der Perry Rhodan Serie.

  13. Als positives Beispiel zu Übersetzungen im Rollenspiel fällt mir ganz allgemein ein, dass manch ein Übersetzer der nebenberuflich tätig ist, dies deswegen macht, weil er selbst begeistert von diesem Spiel ist. Deswegen kennt er sich also nicht nur mit Übersetzungen aus, sondern auch mit den Spielen selbst. In meinem Spieleregal fällt mir da zum Beispiel Labyrinth Lord auf, für das sich Moritz Mehlem sehr engagiert hat. Leider stimmt es, dass gute Übersetzungsarbeit meist untergeht.

    Was ich allerdings sehr schade und vermeidbar finde, ist, dass manche neue Übersetzungen Eigennamen oder auf typische Begriffe nicht aus älteren Versionen übernehmen. Man kennt es vom Herrn der Ringe oder Game of Thrones und eigentlich sollte doch bekannt sein, dass fast alle Fans sich darüber ärgern, doch trotzdem kommt es immer wieder vor. Beim Rollenspiel Magus wurde zum Beispiel in der M20 Version die alte Übersetzung des zentralen Begriffs Paradox in Paradoxon geändert. Das ärgert mich jedes mal, wenn ich es lese, gerade bei so einem Buch das sehr teuer war und viel mit Nostalgie zu tun hat.

    Und ja, ich lese es tatsächlich und habe es auch deswegen gekauft. Es ist schön, wenn viele sich eine große Sammlung leisten können und wollen, womit sie die Verlage sicherlich unterstützen. Das kommt allen zu gute. Aber manchmal leidet leider die Qualität der Produkte darunter, wenn hauptsächlich gesammelt und weniger gelesen und gespielt wird.

    Um so mehr freut es mich, wenn man der Arbeit bestimmter Verlage anmerkt, dass sie, obwohl es sich wirtschaftlich wahrscheinlich weniger lohnt, besonders viel Arbeit und Herzblut in ihre Bücher einbringen. Vielleicht erwähnst du, Carsten, deswegen so oft Cthulhu, weil dies dort über Jahrzehnte gelungen ist. Es gibt noch so viele, vor allem kleine Verlage auf die dies genauso zutrifft.

  14. @ Eskapod-Bot:

    Ein direkter Kommentar war leider nicht möglich, da die Verschachtelung der Beiträge wohl an ihrem Limit angekommen ist.

    Eine Suche nach „charaktere des stücks“ (am besten mit Anführungszeichen) in Google Books mit einem auf das 19. Jahrhundert eingestellten Suchfilter fördert eine ganze Reihe an Werken zutage, in denen das Wort mit dieser Bedeutungsintention verwendet wird. Freilich findet sich in den selben Werken oft gleichzeitig die Verwendung im Sinne von Wesen oder Personentypus, aber das lässt sich zumeist recht gut auseinanderhalten. Zumal wird durch die Lektüre solcher historischen Beispielkontexte deutlich, dass die Bedeutung im Sinne einer „Figur“ eine übertragene Bedeutung ist — mit anderen Worten: allgemeinere Archetypen werden zu spezifischen Einzelfiguren.

    Ein schnelles Beispiel aus der Rezension einer Wilhelm-Tell-Aufführung, veröffentlich in der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“ aus dem Jahr 1804:

    „Fürst und sein unterdessen hinzugetretener Verbündeter Arnold suchen sich in der Bestürzung zu fassen, und die alte Elisabeth, die an Interesselosigkeit *mit den männlichen Charakteren* des Stücks wetteifert, schließt die Scene mit folgender Sentenz […]“

  15. ganz einfach – „Eskapodcast“ ist offensichtlich ‚eska‘ + ‚po‘ + ‚dcast‘.
    (von wegen slavische sprachen *lernen*… ihr kleinen schäker ihr!) der letzte teil sieht ganz nach einer verbform zum aks. wortstamm tkati ‚weben‘ aus, den vorletzten gibt es als präposition noch immer mit überall ähnlicher bedeutung in allen slavischen sprachen, und der erste… müsste wohl eine epenthese darstellen?
    also ist die bedeutung glasklar: „Ska hören und dabei weben“… tja… aber wo ist denn da das rollenspiel… 😕
    😉

  16. Mit Rollenspielübersetzungen habe ich persönlich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
    Früher bei DnD 3 und Pathfinder hab ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht und aktuell kenne ich die von System Matters und die sind super.

    Hoffe mal dass es so bleibt.

  17. Ich liebe D&D und besitze aus der 3. bzw. 3.5 Edition viele sprachlich gemischte Bücher mal deutsch, mal englisch und hatte das Gefühl, dass die deutsche Übersetzung recht ordentlich ist. In der 5. Edition habe ich allerdings alles auf englisch und bevorzuge zum Lesen auch definitiv die Originalsprache – vom deutlich günstigeren Preis mal abgesehen. Ich hatte die Tage die deutsche Ausgabe des PHB und die Fluch des Strahd Kampagne in der Hand. Bereits auf den ersten Seiten, nur beim Überfliegen sind mir sprachliche Fehler oder Ungereimtheiten aufgefallen. Zum Teil fehlten sogar Worte mitten im Satz, was mir unverständlich ist. Dabei finde ich es schade denn meine Runden finden in der Regel auf deutsch statt und das bedeutet ich muss die Abenteuertexte adhoc übersetzen oder mir vorher die Mühe machen, um nicht in Schleudern zu kommen (ich würde sagen ich bin ziemlich gut im Leseverständnis aber es unmittelbar zu Übersetzen ist dann nochmal was anderes). Dort wünsche ich mir dann tatsächlich häufig die deutsche Ausgabe zum Vorlesen bzw. Paraphrasieren. Aber wenn ich das Gefühl habe durch die Übersetzung wird etwas verfremdet oder ist evtl. sogar fehlerhaft, scheue ich mich vor dem Kauf 🙁

  18. Hallo,
    ich bin momentan sehr zufrieden mit den Übersetzungen vom System Matters Verlag. Das es im Rollenspielbereich manchmal schwierig sein kann mit Übersetzungen ist klar und ihr habt im Podcast auch gut erläutert warum, aber mir ist es trotzdem lieber eine deutsche Übersetzung mit eventuellen Fehlern zu haben als gar keine. Englisch lesen ist für mich wirklich nicht erholsam 😀

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