50 Gedanken zu „Aktuelles

  1. So zum Thema Eskapodcast: Ich bin selbst seit über 30 Jahren Rollenspieler und spiele verschiedene Systeme unter anderem DSA,Magira, Runequest, AD&D, Paranoia, Travelller und andere mehr. Über diese Systeme bin ich letztes Jahr auf euren Podcast gestoßen. Ich bin jetzt kein Stammhörer, der jede Folge von euch gehört hätte, sondern nur eine Auswahl mit für mich interessanten Themen.

    Deswegen kann ich nichts zu den Äußerungen, die in irgend einer Aufnahme Gefallen sein sollen sagen und möchte dazu auch nichts zu kommentieren.

    Ich bin selbst auch Blogger und habe da auch schon Erfahrungen mit Gendergerechter Sprache/Schrift machen müssen. Die meisten meiner Leser stört die Schreibweise nicht, leider gibt es auch bei mir eine kleine Minderheit, die sich bewusst negativ und unsachlich zu dem Thema Gender geäußert haben.

    Deswegen mein Apell an alle: Soll ein Thema wie Gender oder Rassissmus irgendwie diskutiert werden, dann bleibt bitte Sachlich und lasst Emotionen außen vor.

    Ich persönlich finde den Eskapodcast als Bereicherung für mein Hobby. Und Rollenspiel soll ein Hobby bleiben. Rollenspiel soll meiner Meinung erst einmal nichts mit Politik zu tun haben. Wir alle arbeiten hart um unsere Brötchen zu verdienen und daher soll Rollenspiel auch das bleiben was es für die meisten Spieler ist: Vergnügen, Ausgleich oder ein geselliger Abend mit Freund|innen oder was auch immer.

    In Gewissen Spielwelten (beispielsweise Aventurien und der tiefe Süden wie Al’Anfa) gibt es durchaus Sklaverei und Leibeigenschaft (z.B. im Bornland) und sicherlich auch den damit verbundenen Rassissmus. Das kann zu einer Mittelalterlichen Spielewelt dazugehören (muss es aber nicht). Vielleicht kann man mal dazu einen Podcast dazu machen, wie man in Abenteuern mit diesen Themen umgeht, denn die Spielewelten (auch wenn sie Fantasy, SciFi… oder anderes sind) sind meines Erachtens nichts anderes als ein Spiegel unserer Gesellschaft. Vielleicht kann man da neben Experten zum Rollenspiel auch Leute, die sich politisch auskenen oder engagieren zu Wort kommen lassen.

    Kurzum, ich wüde es auf alle Fälle Schade finden, wenn sich der Eskapodcast wegen unbedachten Meinungen auflösen würde. Denn die vielleicht 35 Folgen, die ich bisher gehört habe, haben mir recht gut gefallen, was die Sprecher und den Inhalt angehen.

  2. Der Escapodcast ist mir von den deutschsprachigen Pocasts der liebste.
    Für mich trifft sich hier geballte Rollenspielerfahrung auf intellektuelles Schelmentum und besonders das Augenzwinkern macht ihn für mich nah und menschlich.
    Ich vermute, wer sich des Öfteren in der Öffentlichkeit bewegt, kommt fast unweigerlich an den Punkt, mit Teilen von ihr aneinander zu geraten.
    Nichts gegen einen freundlichen Hinweis, den braucht jeder einmal um sich selbst zu erkennen und ggf. zu entwickeln.
    Aber seid doch nett miteinander.
    Toleranz ist auf allen Seiten gefragt und wenn ein bashing bewirkt, das sich Leute zurück ziehen oder sich weniger selbstbewusste Leuten gar nicht mehr trauen, öffentlich zu wirken, dann geht uns Allen eine Menge verloren.
    Wir sollten uns ermuntern, fördern und inspirieren.
    Ich glaube, wenn eine Kritik wohlmeinend formuliert wird, kann es auch diesen Effekt haben.
    Kritik sollte so gestaltet sein, dass sie uns weiter bringen, statt uns zurück zu drängen.
    Wenn man sich anmaßt aufgrund weniger, leichtfertig dahin gesprochener Aussagen, eine Person zu entwerten oder zu beleidigen, dann geht es vermutlich eher um das eigene Ego, anstatt etwas zu verbessern.
    Formuliert eure Kritik im Internet so, wie ihr es eurem Lieblingsmenschen in die Augen sagen würdet, dann macht ihr nichts verkehrt.
    Ihr lieben Escapodcaster, wenn ihr mal in Kassel seid, leite ich gerne mal eine Runde für euch. Ihr wärt erstaunt, was ich für Schätze habe.
    Es lebe Pen and Paper, es lebe Toleranz, Es lebe Miteinander!

  3. Hey Martin,

    es wäre mehr als schade, wenn ihr aus derlei Diskussionen negative Konsequenzen zieht.

    Ich habe bisher jede Folge des Eskapodcast zum Erscheinen oder später angehört und es wäre völlig unangemessen hier rassistische oder in irgendeiner Art intolerante Muster unterstellen zu wollen. Wenn es einzelne Äußerungen gegeben hat, kann man da kritisch sein, muss aber auch nicht sofort Fackeln und Heugabeln zücken, sondern kann einem hervorragenden Format vorschlagen, sich weiter zu verbessern.

    Hinsichtlich der Gäste: Es ist ein Hobby und ich finde es super, wen ihr alles vor das Mikro bekommt. Da irgendeine Art von Anspruchshaltung zu entwickeln, finde ich sehr vermessen. Wenn jemand die Meinung bestimmter Personen kennen möchte, gibt es genug Podcasts, Foren, Messen und direkte Kontaktmöglichkeiten, um sich selbst um diese zu Bemühen, statt diese als Konsument ohne eigenen Aufwand einzufordern. Ohne der Fangemeinde zu nahe treten zu wollen, hat der Eskapodcast wohl nicht die Reichweite, um Diskussionen repräsentativ darstellen zu müssen oder gesamtgesellschaftliche Debatten wie Rassismus und Gender ausgewogen abbilden zu müssen. Wenn wir kleinere Projekte mit solchen Erwartungen überfrachten und dann im anonymen Netz runtermachen, demonstrieren wir kreativ Schaffende, verhindern Vielfalt und leisten Intoleranz Vorschub.

    Wie bei anderen Themen muss man auch andere Meinungen und Ablehnung aushalten können, solange diese bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Wenn nicht jeder Gendergerechte Sprache unterstützt, muss man das im Zweifel also einfach mal aushalten und kann als mündiger Zuhörer auch positive Anreize schaffen, indem man Formate supported, die darauf einen Fokus legen. Schaffen, Unterstützen, Pluralismus fördern statt Bekehren und Abwerten. Außerdem kann man dem Podcast nicht vorwerfen, dass sich dort wieferholt und in krasser Form intolerant geäußert worden wäre.

    Man muss nicht alles gut finden aber denkt bitte zwei Mal nach, bevor ihr auf Leute losgeht, die ihre Freizeit seit Jahren und unentgeldlich für guten Content aufwenden, der euch unterhält und das Hobby bereichert. Wenn es für so einen Einsatz Schellte gibt und man jeden Gast, jedes Wort doppelt überdenken muss, ist es leider nur nachvollziehbar irgendwann hinzuwerfen.

    • „Wie bei anderen Themen muss man auch andere Meinungen und Ablehnung aushalten können, solange diese bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Wenn nicht jeder Gendergerechte Sprache unterstützt, muss man das im Zweifel also einfach mal aushalten und kann als mündiger Zuhörer auch positive Anreize schaffen, indem man Formate supported, die darauf einen Fokus legen. Schaffen, Unterstützen, Pluralismus fördern statt Bekehren und Abwerten.“

      Sehr schön gesagt! 🙂 Da kann ich mich nur anschließen.

      Ich würde von mir z.B. sagen, dass ich die Idee gendergerechter Sprache weitgehend unterstütze, kann aber auch gut damit leben, dass Menschen Kritik daran üben und andere Meinungen dazu vertreten.

  4. Dem Rob stimme ich zu. Ihr produziert gute Inhalte und gebt euch alle Mühe das breite Spektrum von Rollenspielen und Fantasy- und SDciFiliteratur in irgend einer Art abzubilden. Und das komplett kostenlos für die Hörerschaft wie uns. Da muss man nicht unbedingt jedes Wort auf die Goldwage legen. Leider versteht nicht jeder Ironie, auch wenn sie als solche gekennzeichnet wurde.

    Liebe Eskapodcaster, macht bitte weiter und lasst euch nicht von ein paar wenigen Schreihälsen unterkriegen. Ich für meinen Teil höre immer mal wieder gerne rein, obwohl ich jetzt nicht jede Folge angehört habe.

  5. Hallo,
    ich wollte kurz auf den aktuellen Podcast von Ralf Sandfuchs hinweisen, der sich zum Thema äussert. Seiner Meinung schließe ich mich an.

    Es hat etwas gedauert, herauszufinden, wo die Vorwürfe herkommen, aber dann war es keine Überraschung. Man sollte beim Verfasser nicht vergessen, dass es dessen Jobprofil ist, die entsprechenden Themen anzusprechen (und das, soweit ich das beurteilen kann – überwiegend in mahnendem Tonfall). Er ist ein Kämpfender für wichtige und gute Veränderungen. Das schützt ihn nicht davor, übers Ziel hinauszuschiessen und Böses dort zu sehen, wo keines ist. Das ist hier meiner Meinung nach passiert.

    Viele Grüße.

  6. Ich persönlich habe schon einige Male mit Martin und dem Team gesprochen und hatte immer einen ziemlich guten und versierten Eindruck von allen.
    Ich kenne die Äußerungen und die Diskussion bei social Media nicht. Ich halte Martin und Team in keinster Weise für einen Rassisten.

    Sollte jemand ein Problem mit den Interviewgästen haben: machts einfach selbst Freunde… Mal im Ernst, ich höre den Eskapodcast seit Folge 5 und auch die letzte Folge habe ich heute gehört. Sie ist super und der Cast hat in den letzten Jahren unglaublich viel sehr stark besprochen und ist auch mein Lieblingscast (neben dem Wintersturm von uns). Wenn ihr die Interviewpartner nicht mochtet, dann macht aus oder fragt selbst Leute. Holy moly…

    Martin hat meine Unterstützung

  7. Hallo,
    ich bin gerade über diese Stellungnahme gestolpert und ehrlich gesagt schockiert darüber, was Martin für Vorwürfe gemacht werden.
    Ich höre den Podcast regelmäßig und habe es immer sehr genossen, keinerlei politischen Statements hören zu müssen, die wie ich finde, in meinem Hobby Rollenspiel nichts zu suchen haben und finde diesen Rassismusvorwurf geradezu absurd.
    Ich musste ein wenig recherchieren bis ich darauf gestossen bin woher diese Vorwürfe kamen und ich wundere mich nicht darüber, aus welcher Ecke das war… Ich finde es schäbig, wie Menschen die Meinung haben können sie seien „Mahner“ und sich dabei nicht zu schade sind Leute in den Dreck zu schubsen, die sich nichts zu schulden kommen lassen haben, als sich flapsig ausgedrückt zu haben und nicht ganz der eigenen Meinung zu entsprechen.
    Für mich grenzt das ehrlich gesagt fast an Rufmord und es regt mich ziemlich auf mit welcher Selbstgerechtigkeit das passiert ist. Ziemlich ekelhaft.

    Bitte bleibt weiterhin so unpolitisch wie ihr seid und lasst euch nicht aus dem Konzept bringen! Ich würde es sehr schade finden, wenn ich diesen Podcast missen müsste!

    Den Sandfuchs-Podcast zum Thema habe ich mir übrigens gerade angehört. Danke für den Tipp! Ich kann in allen Punkten zustimmen.

  8. Ich bin da bei Frosty:

    Es gibt konstruktive Verbesserungsvorschläge auf der einen Seite und es gibt auf der anderen Seite so wie hier Vorwürfe und Ansprüche von der Seitenlinie, auf die man nur noch antworten kann:

    Dann mach es selbst (besser?).
    Man muss dazu sagen, dass das teilweise auch stattfindet, eben mit eigenem Blog oder als Gast bei entsprechenden Podcasts.

    Es sollte einem doch aber klar sein, dass andere Podcasts anders ausgerichtet sind, andere Themen bedienen, andere Schwerpunkte haben.
    Den Anspruch, dass diese ebenfalls die eigenen Themen zu behandeln haben, kann ich nicht nachvollziehen.

    Zuletzt:
    Wer sich bewusst dem Ziel verschreibt, irgendwelche -ismen zu finden, der schafft das auch.
    Ob das von Dritten, die sich nicht völlig in der zugehörigen Blase versenkt haben, immer nachvollzogen werden kann und ob man mit dieser Art des Auftretens ernsthaft erwarten kann, eine Verbesserung zu erreichen – das sei mal dahingestellt.

  9. Martin, ich wünsch Dir gute Nerven und viel innere Stärke. Der Eskapodcast ist der Eskapodcast und auch wenn ich in den ersten hundert Folgen oft ins Lenkrad beißen musste, bitte bleibt so, wie ihr seid! Und insbesondere Eure – Deine! . Gespräche mit Altrollenspielgrößen sind RPG-historisch unglaublich wertvoll!!! Mehr Lob geht aber nun wirklich nicht, sonst verweigert mein Lenkrad noch seine Dienste …

  10. PS.: Wer was wie wo, ich verweise mal auf den RPG-Karneval ab hier: https://forum.rsp-blogs.de/index.php?topic=3005.msg30757#msg30757

    (Un-) lustigerweise ist mir schon in der Einleitung zum Karneval aufgefallen, dass die behauptete Wirkung des „toxischen Gatekeeping“ selber toxisch ist, was imho diese Auseinandersetzung LEIDER sehr schön zeigt … Das thematisieren wir im zweiten Teil des Podcastes: https://greifenklaue.wordpress.com/2020/10/01/gkpod-94-halt-polizei-2-2-karneval/

  11. Liebes Eskapodcast-Team,

    fühlt euch gedrückt, lasst den Kopf nicht hängen und bitte macht weiter mit eurem Podcast, der mich immer unterhält, mir neue Perspektiven eröffnet, mir den schnöden Alltag versüßt und mir das Leben etwas leichter macht! <3

    Ich habe die Diskussion bei Twitter quasi live mitverfolgt und finde es schade, wie dort Kritik an eurer wirklich guten Podcastfolge geäußert wurde. Der durchaus berechtigte Wunsch nach mehr Diversität bei der Beantwortung der Frage, welche die Podcastfolge zu beantworten versucht, hätte ja auch positiv formuliert werden können. Hätte man einfach den Wunsch nach einer weiteren Folge geäußert, die noch weitere Perspektiven miteinschließt, hättet ihr euch dem bestimmt nicht verwehrt.

    Auch wenn ich den Kritikpunkt an der Folge nachvollziehen kann, stört mich die Art und Weise, wie diese Kritik formuliert wurde. Die auf Twitter geäußerte Kritik bestand vor allem aus Unterstellungen, Vorwürfen und stieg direkt auf dem höchstmöglichen Eskalationslevel ein. Ganz nach dem Motto "Subjekt, Prädikat, Aufschrei". (Zumal die entsprechende Filterbubble sich dann natürlich lautstark anschließt.)

    Ich frage mich auch, wie viele von den Kritiker*innen (no pun intended!) sich die Folge tatsächlich in ihrer Gänze angehört, bevor sie diese kritisiert haben.

    Die Absolutheit mit der die entsprechenden Positionen vertreten wurden, hinterlassen außerdem den Eindruck, dass ein Diskurs erst gar nicht gewünscht war/ist. Mir sind diese absoluten Positionen einfach zu monoperspektivisch/monokausal, da sie leider kein "Grau" bei Meinungen zulassen, was ich sehr schade finde. Diese binäre Sichtweise auf Meinungen ist nur schwer zu ertragen und erstickt jeglichen Diskurs im Keim.

    Interessant ist doch auch, dass entsprechende andere einschlägige Podcastformate sehr, sehr empfindlich auf, wie ich finde, durchaus sachlich formulierte Kritik reagieren.

    • „Interessant ist doch auch, dass entsprechende andere einschlägige Podcastformate sehr, sehr empfindlich auf, wie ich finde, durchaus sachlich formulierte Kritik reagieren.“

      Kurze Ergänzung meinerseits: Die einschlägigen Podcasts leiden natürlich auch unter sehr viel unsachlicher und unangebrachter Kritik. Von daher kann ich eine gewisse Dünnhäutigkeit hier sehr gut nachvollziehen.

      Ich beziehe mich in meinem ursprünglichen Kommentar ausschließlich auf die sachlich-inhaltliche Kritik, auf die nicht immer mit der, meiner Meinung nach, nötigen Sachlichkeit reagiert wird.

  12. Lieber Martin, liebes Eskapodcast-Team, Ihr macht einen fantastischen Job.
    Bitte erfreut uns weiterhin mit Eurem tollen Podcast und bleibt GENAU SO, wie Ihr seid.

  13. Hey Martin,

    mach blos weiter so. Jeder sollte seine Content genau auf die Art verbreiten wir er möchte.

    Ich mag deinen Content so wie er ist. Offen und ehrlich, danke dafür!

    Kalle G. hat das ganze sehr schön zusammengefasst. Dem kann ich mich nur anschließen.

    Hoffi

  14. Sozial Media Hysterie.

    Irgendjemand fühl sich auf den Schlips getreten und schon rollt die Welle los.
    Deswegen spiele ich da net mehr mit und beteilige mich aus Überzeugung schon seit 2012 an keinem sozialen Netzwerk mehr, weil es so gut wie sinnlos ist dort über irgendetwas zu diskutieren, ohne daß gleich eine der großen Keulen wie in diesem Falle herausgeholt wird.

    Macht bitte genau so weiter wie bisher! Ich werde euch treu bleiben.

    Rekki

  15. Hallo Martin,
    lass dich von den rechthaberischen unempathischen Internettrollen nicht unterkriegen.
    Wir sind und bleiben stolze Supporter des Eskapodcasts.
    Liebe Grüße Tanja

  16. Tja, was soll ich sagen nachdem alle hier nur am Lobhudeln sind?
    Entschuldigt hast du dich leider weder für das N Wort, noch dafür nur eine sehr eingeschränkte Blickweise auf die Zukunft des Rollenspiels geboten zu haben (Wobei letzteres nur ignoran ist,
    und nicht rassistisch). Ich hatte auch nie den Eindruck, dass ihr Rassisten seid. Leider hast du ein rassistisches Wort benutzt und zeigst, ähnlich wie viele andere weiße Personen wenig Einsicht.
    Wenn man das N Wort benutzt, egal in welchem Kontext, wird man im besten Fall als Armleuchter wahrgenommen, dem es egal ist Leute mit dunkler Hautfarbe zu beleidigen und im schlimmsten Falls als Rassist.
    Des Weiteren ist jedes Thema politisch. Wenn man alte DSA Publikationen lobt, obwohl sie rassistische Stereotype verbreitet, duldet man diese und ist politisch. Wenn man nur bestimmten Personengruppen ein Forum bietet und somit andere benachteiligt ist man politisch.
    Jedes Thema ist politisch und für sich selbst eine Neutralität in Anspruch zu nehmen zeugt einfach von Privilegien, welche viele Menschen nicht haben. Leider seid ihr damit nicht neutral ihr unterdrückt damit leider die Minderheiten, da ihr eure Position in der Öffentlichkeit nicht nutzt diesen nicht privilegierten Personen eine Plattform zu bieten.

    • Da kann man sich jetzt überlegen, ob es zielführend ist, ein Wort als so schlimm zu definieren, dass man es noch nicht mal sagen darf, wenn man es auf niemanden bezieht und sich über den Gebrauch unterhält.
      Zum Vergleich: „Schwul“ war mal fast komplett verbrannt. Aber statt daraus „das S-Wort“ zu machen, hat man es so weit zurückgeholt*, dass es jetzt wieder (auch) normal – d.h. nicht abwertend – benutzt werden kann.

      *Auch und gerade, weil man nicht zuerst die Sprache, sondern die öffentliche Perspektive auf Schwule verändert hat.
      Das war mMn deutlich sinnvoller, als sich auf der Euphemismus-Tretmühle abzustrampeln.

      Und nicht jedes Thema ist politisch, sondern jedes Thema kann politisiert werden – wie man umgekehrt fast alles auch unpolitisch betrachten kann.
      Wenn man von anderen fordert, jederzeit zu allem Möglichen Stellung zu nehmen, sich im eigenen Sinne zu positionieren und egal was entweder absolut perfekt zu machen oder gar nicht, fördert man letztendlich die Art von negativer Tribalisierung, die man gerade in den USA beobachten kann.

      Auch eine unperfekte Neutralität, sprich eine halbwegs wohlwollende Gleichgültigkeit, ist ein hohes Gut und letztlich die Grundlage so manch einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Z.B. die Ehe für alle wurde nicht da mehrheitsfähig, wo eine absolute Mehrheit glühende Unterstützer waren, sondern wo es eine kleine Gruppe gab, die sauber und nachvollziehbar dafür argumentiert hat und eine große Mehrheit, die sich dachte „Mir eigentlich egal, macht ihr mal ruhig euer Ding“.

      Wenn man dagegen fordert, sich zu allem und jedem eindeutig, endgültig und absolut zu positionieren, schafft das Widerstände und Gegenbewegungen.
      Da ist es oftmals besser, es bei Neutralität oder sogar Ignoranz zu belassen.
      Oder man macht sich die Arbeit und differenziert ordentlich, aber das geht nicht in 140 und auch nicht in 280 Zeichen.

    • „Leider seid ihr damit nicht neutral ihr unterdrückt damit leider die Minderheiten, da ihr eure Position in der Öffentlichkeit nicht nutzt diesen nicht privilegierten Personen eine Plattform zu bieten.“

      Nathan, das halte ich für falsch. Haben alle Medienschaffenden eine Generalverantwortung gesellschaftlichen Missständen aktiv UND im Rahmen ihres Medienschaffens entgegenzuwirken? Machen sie sich einer Verfehlung schuldig wenn sie das nicht tun?

      Meine Meinung: Nein, dass muss jedem selbst überlassen sein. Wäre es sinnvoll und wünschenswert? Engagement für ein friedliches und freiheitliches Miteinander ist begrüßenswert, ob man das aber im Rahmen seines öffentlichen Lebens oder im Rahmen seines Privatlebens angeht muss auch wieder der Einzelne entscheiden. Aus einem wahrgenommenen Unterlassen eine aktive Unterdrückung abzuleiten geht mir persönlich zu weit.

  17. @alle Nörgler zum Thema Diversity und Rassismus im eskapdocast.

    Nein. Die Freiheit des einzelnen Menschen hört da auf wo sie des anderen einschränkt.
    Derjenige der hier an die Wand pinkelt und das Thema politisch macht, sind genau diese Kommentare. Angreifend, provozierend und unterstellend.
    Niemand muss für irgendwelche Dinge eintreten, nur weil er vielleicht etwas Bekannter ist, als der/die Nachbar*in.
    Es gibt den einen oder mehrere Podcast die in den von diesen Themen im Rollenspiel handeln. Es muss nicht jeder Podcast alle Aspekte abdecken, sucht bitte da eure Reibungspunkte.
    Es ist die Freiheit des Podcasts sich die Gäste auszusuchen, es ist genauso die Freiheit des einzelnen Menschen aufzustehen und wegzugehen.
    Nein. Missionieren greift in die Freiheit des zu missionierenden ein.
    Nein. Man sollte alte Publikationen eher im Zeitgeist sehen. Nein, nur weil was aus heutiger Sicht vielleicht etwas schräg ist, ist nicht die ganze Prämisse des Buchs/wasAuchImmer falsch.

    Ja. Sprache prägt die Gedanken, aber ich dachte die Zeit der Pranger haben wir hinter uns und vielleicht eine persönliche EMail hätte 300x mehr gebracht, als hier öffentlich Leute auseinander zu nehmen, Worte und Phrasen auf die Goldwaage zu legen.

    Übrigens: ich kenne sogar farbige, die das N Wort durchaus im Freundeskreis akzeptabel finden und auch benutzen. Und jetzt? Was ist wenn der Host selbst farbig ist?!

    Und nein. Nicht jedes Thema muss gleich als Politikum behandelt werden. Das ist einfach Quatsch.

    „Leben und leben lassen.“

  18. Ich bitte einfach mal darum die Publikationen zu nennen wo rassistische Stereotype drin stehen.

    Ich weis daß es Publikationen gibt, in denen Sklavenhalterstadtstaaten im Süden Aventuriens geht, aber auch um Leibeigenschaft im Norden Aventuriens, was das selbe ist.Ja, so etwas wird thematisiert, man muss aber als Spieler damit umgehen können. Sklaverei war und ist verpöhnt und in der Modernen Welt, leider auch noch zu häufig anzutreffen (siehe Werkverträge bei Tönnies oder die Ausbeutung von Arbeitskräften in Billiglohnländern).

    Aber deswegen würde ich ein Spiel, in dem beispielsweise Sklaverei vorkommt nie wirklich politisch ansehen, es soll weiterhin ein Hobby sein. Man versetzt sich vielleicht in den Aristokraten, der auf seinem Gut Leibeigene ausbeutet, dafür gibt es aber auch einen Sklaven (oder eine Heldengruppe aus Sklaven), der sich erhebt und sich und seine Leidensgenossen befreit oder zur Flucht verhilft.,

    Ein Rollenspiel soll eben alles möglich machen auch solche Situationen. Und es liegt eben an den Spielern und Spielleitern, sich mit Rassismus und Sklaverei auseinanderzusetzen. Wenn man soetwas spielt, ist der Spieler perse noch kein Rassist. Aber ein Spiel sollte immer noch ein Spiel bleiben und damit ein schönes Hobby.

    Leider ist es heute usus, daß viele Meinungen, die man auch mit Argumenten begründen kann, mit Keulen niedergeknüppelt werden. Egal ob die Meinung erst einmal richtig oder Falsch ist. Wenn denn tatsächlich das N-Wort gefallen ist (ich babe diese Folge nicht gehört) dann sollte man das im gesamten Kontext der Folge hören und nicht einfach aus dem Zusammenhang reißen „Er hat Jehova gesagt, steinigt ihn!“ Ich möchte da niemanden in Schutz nehmen, aber ist das wirklich die ganze Aufregung wert? Es darf zwar nicht passieren, ist es aber und die Verantwortlichen haben sich an dieser Stelle entschuldigt und erklärt. Ich denke Martin und seine Mitpodcaster haben Einsicht gezeigt und werden auch in Zukunft auf ihre Wortwahl achten. Ich denke auch nicht, daß sie Rassisten sind, genauso wenig wie der Rest unter den Hörern. Ich hoffe, daß irgendwqnn mal eine Folge kommt, wo man daa Thema Rassissmus, Sklaverei und Leibeigenschaft im Rollenspiel bespricht. Vielleicht ist es nicht so falsch in einem Abenteuer in die Rolle eines farbigen Sklaven zu schlüpfen, der andere Sklaven zum Protest oder zum Aufstand anstachelt nur um zu Schauen wo das dann je nach Würfelglück endet.

    Ich finde das eine gute Möglichkeit sich so damit auseinander zu setzen, denn Ausbeutung ist heutzutage leider ein immanentes Problem des Kapitalismus

    • Es gibt keine Folge, in der dieses Wort benutzt wurde. Offenbar fand das in einem Workshop vor mehreren Jahren statt. Diese Workshops sind mit 4 oder 5 Leuten besetzt… es handelt sich also nicht um eine öffentliche Aussage.

  19. Lieber Martin,

    auch wenn sowas scheinbar als Lobhudelei, schlimmstenfalls als unkritische Lobhudelei wahrgenommen werden kann: Erst einmal vielen Dank an Dich und Dein Team für die mehr als 100 vergnüglichen Hörstunden die Ihr mir und vielen meiner rollenspielenden Freunde bereitet habt! Euer Einsatz für die Szene sucht seinesgleichen und bietet nicht nur einen unglaublichen Fundus für die Verbesserung des eigenen Spiels, sondern macht durch Euren Kontakt zu den Schaffern der ersten Stunde Rollenspielgeschichte lebendig.

    Ich habe mir ein paar der erhobenen Vorwürfe zu Gemüte geführt, und bin etwas besorgt, dass diese so isoliert herausgepickt für jemanden, der den Podcast nicht kennt, ein finsteres Bild bieten. Dass Du nach Kritik in die Introspektive gehst, halte ich für normal und sinnvoll, bei jedem der guten Willens ist, sich mit seinem Umfeld auseinanderzusetzen. Wen würde das kalt lassen?

    Rassismus, Sexismus, mangelnde Empathie gegenüber Diversität sind starke Vorhaltungen, hätte ich jedoch im Eskapodcast nie als auch nur unterschwellig vorhandene Themen wahrgenommen, andernfalls hättet Ihr in mir auch keinen begeisterten Zuhörer gehabt. Meine Wahrnehmung Eurer Arbeit lässt sich zusammenfassen als engagiert, meinungsstark, konstruktiv-provokant, authentisch (nicht kuratiert), und vor allem „mit viel Herz“!

    Ich hoffe, dass Du für Dich einen Weg findest, mit dem Gesagten so umzugehen, dass Du danach gestärkt zurück an das Werk gehen kannst, das Dir offensichtlich bei den letzten >150 Folgen so viel Freude bereitet hat. Was auch immer Ihr daraus macht, nochmal vielen Dank für Euer Schaffen!

    Viele Grüße,
    Cìjan

  20. Also um es klarzustellen, ich mag den Eskapodcast auch und die Leute die ich persönlich getroffen oder mit denen ich persönlichen Kontakt hatte, waren immer nett. Die Folgen finde ich durch die Bank weg gut, außer die über die Zukunft des Rollenspiels, dies aber nur Aufgrund der fehlenden Diversität.
    Mein Problem mit dem Text ist oben ist, das er eben eine klassische Nopology ist. Da Martin keine Fehler einsieht, diese auf die missverständliche Wahrnehmung von Anwesenden PoC abwälzt oder auf die bösen Leute im Social Media Land, welche so gemein sind und ihn kritisieren (so zumindest liest es sich für mich).
    Das alles wird dann noch durch die „Drohung“ verstärkt, den Podcast halt einzustellen wenn alle weiter so gemein sind.
    Statt einfach zu sagen „Jo Leute, ich habe das N Wort benutzt und das ist rassistische Kackscheiße“ wird halt gesagt „Jo Leute, ich habe das N Wort genutzt, aber es war ja gar nicht so gemeint und eigentlich war das voll ironisch und es tut mir leid, dass die Anwesenden zu doof waren das zu erkennen.“
    @Cijan Natürlich kann als Medienschaffende entscheiden wenn einläd. Aber wenn ich mich dazu entscheide ein politisches Thema wie die Zukunft des Rollenspiels zu nehmen und dann nur weiße Männer einlade, ist das halt auch ein politisches Statement. Spätestens dann ist es doch mit der Neutralität dahin.
    @YY Ich denke die meisten die PoC wollen das N Wort nicht wieder haben, besonders weil es ihnen ja nie gehört hat. Es war immer nur eine rassistisch Abwertung.
    Des Weiteren denke ich nicht das jedes Thema politisiert werden kann, aber jedes Thema politisch ist. Und wenn man Neutralität in Anspruch nimmt, unterstützt man immer den Status Quo. Egal ob dieser gerecht oder ungerecht ist. Wenn ich sage „Gendergerechte Sprache? Die brauche ich nicht darum ist sie mir egal.“ dann unterstütze ich den Status Quo in dem gendergerechte Sprache abgelehnt wird bzw. kaum genutzt wird.

    • Hallo Nathan Grey, mir sind ein paar Deiner Formulierungen aufgefallen. Dazu zitiere ich aus Deinen beiden bisherigen Kommentaren hier:

      „Tja, was soll ich sagen nachdem alle hier nur am Lobhudeln sind?“
      Hier scherst Du alle Kommentatoren als unreflektierte Mitläufer über einen Kamm. Mich eingeschlossen.

      „Entschuldigt hast du dich leider weder für das N Wort, noch dafür nur eine sehr eingeschränkte Blickweise auf die Zukunft des Rollenspiels geboten zu haben“

      Hier erhebst Du Dich zur Instanz, wer sich für was zu entschuldigen hat. Bei wem soll sich der Host denn für die ZdR-Folge entschuldigen? Bei mir jedenfalls nicht, ich fand die Gästeauswahl gut und die Folge interessant.
      Du hast es danach umformuliert:

      „Die Folgen finde ich durch die Bank weg gut, außer die über die Zukunft des Rollenspiels, dies aber nur Aufgrund der fehlenden Diversität.“

      Das finde ich hingegen nachvollziehbar. Eine persönliche Meinung, die begründet ist. Aus der sich eben kein Anspruch ableiten lässt.

      „Mein Problem mit dem Text ist oben ist, das er eben eine klassische Nopology ist. Da Martin keine Fehler einsieht, diese auf die missverständliche Wahrnehmung von Anwesenden PoC abwälzt oder auf die bösen Leute im Social Media Land, welche so gemein sind und ihn kritisieren (so zumindest liest es sich für mich). Das alles wird dann noch durch die „Drohung“ verstärkt, den Podcast halt einzustellen wenn alle weiter so gemein sind.“

      Hier versuchst Du mit Deinen Formulierungen, die „Gegenseite“ lächerlich zu machen und deren Standpunkt als beleidigt und kindisch zu framen. Warum?

      „Aber wenn ich mich dazu entscheide ein politisches Thema wie die Zukunft des Rollenspiels zu nehmen und dann nur weiße Männer einlade, ist das halt auch ein politisches Statement.“

      Das ist Deine Meinung und auch hier keine allgemeingültige Wahrheit, auch wenn es von Dir so formuliert ist.
      Ich persönlich finde nicht, dass „Zukunft des Rollenspiels“ ein politisches Thema ist bzw. sein muss.

      Viele Grüsse.

    • Ich möchte hier einmal Nachhaken: Was ist denn bitte an der Zukuft des Rollenspiels oder irgend eines anderen Hobbies Politisch?

      Ich sehe das absolut nicht Politisch, weil Rollenspiel oder andere Hobbies, wie Training mit dem Sportverein oder der Probe des Blasmusikorchesters einfach nur zum Zeitvertreib sind oder um sich mit Freunden neben der Arbeit als Ausgleich zu Engagieren. Man wir heutzutage überall mit politischen Themen (Gender, Rassissmus, Politik, Trump, Migragtion…) durch Medien (TV, Radio, Zeitung….) zugepumpt, daß ich keine Politik in meiner Spielrunde haben möchte. Einfach nur eine paar schöne Stunden, in denen man sich mit Freunden trifft und ein bisschen spielt, zockt, würfelt… sei es nun beim Pen and Paper oder Online bei der Civilization-Runde. Wir spielen aus Spaß und um allgegenwärtige Themen ausblenden zu können.

      Nur als Nachtrag: Meine Spielgruppe besteht seit 30 Jahren aus 6 Leuten, darunter ein Farbiger, dessen Eltern aus Erithrea stammen und hierhergezogen sind, 2 Frauen, die seit Beginn dabei sind und nunmehr seit ein paar Jahren einem Syrer, der hier im Ort im Altenheim seine Ausbildung zum Altenpfleger macht. Es geht uns nicht um Politik und die Truppe ist auch nicht aus Rassismusgründen oder Gendersachen zusammengekommen. Wir spielen um einfach Spaß zu haben und unseren Alltag für ein paar Stunden hinter uns zu lassen.

    • Hi Nathan, mal eine Sache vorab: Danke, dass Du hier trotz Gegenwind im Dialog zur Sache stehst, das nötigt mir trotz anderer Meinung immer Respekt ab.

      Zur Sache: Bin da bei einigen anderen hier, ich halte die Folge nicht für politisch. Du hast Recht, man könnte seine Gäste nach solchen Kriterien aussuchen, ist mMn nach nicht falsch, sofern die Gäste auch eine hohe thematische Relevanz haben. Ich glaube der Punkt an dem wir nicht übereinstimmen ist, ob es die Pflicht der Medienschaffenden ist, genau so vorzugehen, bzw. ob eine andere Vorgehensweise verwerflich ist. Mit letzterem kann ich nicht mitgehen, allein schon aus dem pragmatischen Argument, dass Diversität bei weitem nicht der einzige „gute Zweck“ ist, den man unterstützen könnte, man sich unter dieser Logik also schwerlich nicht NICHT schuldig machen kann.

    • Nein, wer neutral ist, der akzeptiert den Status Quo genau so wie er eine eventuelle Veränderung akzeptieren würde.
      Den Status Quo (unter)stützt nur derjenige, der eine Veränderung X eben nicht akzeptiert, sondern ausbremst, sabotiert und/oder im Nachgang ihre Rückgängigmachung betreibt.

      Das ist genau der Unterschied zwischen „Wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich“ und „Wenn du mich schon nicht unterstützt, lass mich wenigstens versuchen, etwas zu erreichen und stell dich nicht dagegen“.

      Veränderungen gehen von relativ kleinen Gruppen aus, denen die Veränderung sehr wichtig ist und die auf eine weitgehend gleichgültige Mehrheit treffen – wenn man die Hürde genommen hat, dass überhaupt etwas in Bewegung gerät, dann sperrt sich die Mehrheit auch nicht dagegen.

      Setzt man aber die breite gleichgültige/neutrale Menge mit dem kleinen Rand auf der tatsächlichen Gegenseite gleich und behandelt sie entsprechend (!), dann braucht man sich nicht wundern, wenn die auf das eigene „Du MUSST dich für eine Seite entscheiden, es gibt keine Neutralität!“ damit reagieren, sich auf die Seite derer zu stellen, die weniger aggressiv, belehrend, rechthaberisch und missionierend auftreten, sprich ihnen weniger auf den Sack gehen.

      Das ist einer der zentralen Punkte, an denen politische Bewegungen scheitern.

  21. Meine Meinung deckt sich denen der anderen. Ihr macht einen wunderbaren Podcast und ich hoffe ihr lasst euch nicht unterkriegen. Auch deine Reaktion, Martin, finde ich toll.
    In diesem Kontext finde ich sehr schade, dass vor dem Artikel scheinbar kein direkter Kontakt gesucht wurde. Dann hätte das wahrscheinlich auch so ausgeräumt werden können. Das ist leider nicht passiert (man korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege).
    Ich habe den Ursprungsartikel gelesen und wäre nicht im Traum drauf gekommen, dass der Eskapodcast bzw. Martin gemeint war.

  22. @YY und @Malcolm: Für mich sehr wohltuend differenzierende Kommentare. Vielen Dank.

    Motivation und Hintergrund:
    Meine Ansicht dazu teile ich hier, weil mich das Thema zunehmend bewegt seit ich mich mehr mit „Diversity“ beschäftige, Podcasts dazu höre etc. Denn ich habe das beklemmende Gefühl, dass die Radikalisierung und Spaltung in Filter Bubbles / Communities auch auf der Linken massiv zunimmt und einen toxischen Machtanspruch entwickelt. Deswegen ist mein Kommentar auch an Sachverhalt und Publikum gemessen etwas lange geworden, vllt. auch deplatziert und etwas arg hoch aufgehängt an dieser Stelle. Also im Zweifelsfall nicht zu ernst nehmen, wie so vieles im Leben.

    Zur Sache im Großen:
    Gerade die Tribalisierung / Identitätspolitik, bei der sich Menschen mit einer Teilidentität / Aspekt ihres Lebens so sehr identifizieren und ihre Betrachtung der Welt darauf verengen und politisieren (dem Politikbegriff hier stimme ich nicht zu, aber ich denke wir wissen alle was Sie meinen, YY) mündet oft in extreme Gruppendynamiken mit extremer Ablehnung und auch einem Machtanspruch. Wenn sich mit solchen Mechanismen Gruppen immer weiter ausdifferenzieren bleibt am Ende nur noch der einzelne Mensch alleine als kleinste Einheit übrig. Oder eine Reihe Minderheiten, die in Abgrenzung zu „den anderen“ vereinigt sind. Das kann meiner Meinung nach kein positiver Entwurf für eine lebenswerte Gesellschaft & Gemeinschaft sein, in der wir alle gut miteinander umgehen.

    Wie die Reaktion der intellektuellen Rechten oder Mitte darauf aussieht, können Sie übrigens hier lesen: https://www.nzz.ch/feuilleton/der-autoritaere-charakter-ist-zurueck-es-braucht-ein-neues-196868-ld.1577832
    Ich bin relativ sicher diese Ansicht ist mehrheitsfähig, obwohl sie die Realität von Klimawandel und Machtausübung, also die wirklich wichtigen politischen Fragen, total ignoriert. Machtansprüche und Verhaltensweisen von „Minderheiten“ wie hier zu sehen, bieten ein leichtes Ziel und spalten die linken und sozialen Kräfte und treiben die „Mitte“ der Rechten zu

    Zu den Aussagen von Nathan Grey im konkreten, kleinen Rollenspiel-Nischen Kontext:
    Nathan Grey, bitte lesen Sie einige Ihrer Aussagen noch einmal: „Leider hast du ein rassistisches Wort benutzt und zeigst, ähnlich wie viele andere weiße Personen wenig Einsicht.“ Das Wort selbst ist also rassistisch? Und ist die Aussage nicht ein Beispiel für Rassismus? Sie sagen doch hier, dass eine Gruppe von Menschen mit einem bestimmten äußeren Merkmal (weiß) oft eine bestimmte, schlechte Eigenschaft (wenig Einsicht) hat. Wie ginge es Ihnen denn wenn ich eine solche Aussage über Sie „ähnlich wie viele andere schwarze Personen“ treffen würde? Ich finde, wir sollten uns gegenseitig als Individuen anerkennen und nicht in Kategorien werfen und verurteilen. Bitte reflektieren Sie diese Aussage und Ihre Motivation dafür noch einmal für die Zukunft.

    Und was die Forderung der absoluten und kontextunabhängigen nicht-Nutzung eines Wortes angeht: Das ist doch … nicht durchdacht? Wenn eine Rassismus Forscherin über strukturelle Gewalt aufklären will und Artikel schreibt, dann darf sie „das N Wort“ nicht verwenden? Meinen Sie das wirklich so, Nathan Grey?

    Ich verstehe, dass so ein Wort Menschen mit bestimmten Erfahrungen „triggern“ oder wie auch immer verletzen kann, aber wenn wir anfangen Wörter kontextunabhängig (und ich betone kontextunabhängig, es gibt viele Kontexte in denen das Wort zu Recht auf Widerstand stoßen sollte) unsagbar zu machen, dann landen wir schnell in der Sprachlosigkeit. Denn es zeigt sich ja, dass sich solche Forderungen und Machtspiele aus Kränkungen bzw. Minderheitenpositionen nicht nur auf der Linken und bei strukturell Unterdrückten finden. In den USA ist die Rechte stark darin Rücksicht für sich vom „Mainstream“ einzufordern und die AFD fordert auch regelmäßig anderen den Mund zu verbieten, weil sie ja verletzt und als Minderheit ausgegrenzt wird. Und das ist wirklich gesellschaftlicher Sprengstoff, ich hoffe wir sind uns einig, dass wir das nicht wollen.

    Also was sind Ihre Motive und Ziele, was wollen Sie wirklich erreichen? Haben Sie das empathisch zu Ende gedacht? Sie versuchen (offenbar gerade erfolgreich) Macht auszuüben: Über die Sprache anderer und darüber, was alles Teil einer (nicht kommerziellen, nicht politischen) Podcast Folge sein muss bzw. nicht sein darf. Wohlbemerkt gegenüber jemandem den Sie, Nathan Grey, selbst nicht als Rassisten einordnen und sogar schätzen. Was ist also wirklich Ihre Motivation und Ihr Ziel? Und ich meine das Motiv hinter dem Motiv: Dass Sie von Martin eine Entschuldigung verlangen habe ich verstanden, aber was wollen Sie damit erreichen? Und noch wichtiger: Was HABEN Sie damit wirklich erreicht? Dass wir alle ab jetzt mehr Angst bei öffentlichen Aussagen haben und nur noch in Filter Bubbles mit Menschen reden, die genau wie wir sind? Dass der Podcast ausfällt oder eingestellt wird? Glauben Sie das macht die Welt für uns alle besser? Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich überhaupt einen Kommentar schreibe, wegen genau solcher Kommentare und Anschuldigungen. Sie haben Macht und Sie üben Macht auf andere aus, bitte realisieren Sie das und die Verantwortung, die damit einhergeht.
    Denn ich fürchte Sie gewinnen nichts und vor allem niemanden, wie Sie an den anderen Kommentaren hier sehen können. Dass Martin offensichtlich von der Aussage verletzt ist, kann ich gut verstehen und das tut mir leid für ihn. Wäre er ein unreflektierter Rassist, wäre er nicht verletzt und verunsichert. Sie riskieren einen unversöhnlichen Scherbenhaufen zu hinterlassen, statt einer besseren Community, so sieht es zumindest aus meiner Perspektive aktuell aus. Vielleicht überdenken Sie noch einmal, wie Sie die Herzen der Menschen für Ihre Sache gewinnen und eine bessere Welt mitgestalten wollen. Denn Ihr Anliegen ist ja (vermutlich) ein Gutes bei dem sich (vermutlich) die meisten Hörer hier hinter Sie stellen würden.

  23. Ich schätze den Eskapodcast als sehr sachlichen, ausgewogenen Podcast und „binge“ mich derzeit chronologisch durch alle Folgen, seit ich ihn vor ungefähr 1 Jahr entdeckt habe. Ich habe nun die fragliche Folge noch nicht gehört, aber den Blogartikel gelesen, der anscheinend der Stein des Anstoßes ist. Ich bin über den Tonfall dort entsetzt. Das ist vor allem deswegen schade, weil dieses Thema meiner Meinung nach unbedingt eine sachliche Auseinandersetzung braucht, ohne Schaum vor dem Mund und ohne persönliche Angriffe. Ich glaube nämlich schon, dass es auch im Rollenspielbereich Dinge, die früher mal geschrieben oder gespielt wurden, heute in einem anderen Licht erscheinen. Eben weil die meisten zum Glück heute sensibler sind bei den Themen Sexismus, Rassismus, Ableismus. Einem Freundeskreis, der hobbymäßig einen Podcast betreibt, vorzuwerfen, sie seien zu einseitig mit weißen Cis-Männern besetzt, finde ich einigermaßen obskur (im Übrigen, woher will der Blog-Autor das mit dem „Cis-hetero“ überhaupt wissen?). Ich denke nicht, dass der Eskapodcast etwas dafür kann, dass wir einem eher männlich dominierten Hobby nachgehen.
    Ich fände es gut, wenn ihr das Thema auf die meiner Meinung nach durchaus diskutable Sachebene heben würdet und konstruktiv auf die destruktive Kritik antwortet, zum Beispiel mit einer eigenen Folge. Vielleicht ist Tanja ja wieder mal mit dabei. Und vielleicht will die ebenfalls in dem fraglichen Blog geschmähte Jasmin Neitzel als Gast mit diskutieren?

    • Hallo, es geht ja nicht darum, dass es der übliche Podcast Cast war. Martin hat extra Gäste eingeladen und diese waren halt alle weiße Männer.

      • Na, in erster Linie waren es keine „weißen Männer“, sondern Autoren, Redakteure, Verleger und Ladenbesitzer. Davon gibt es zwar sicherlich auch weibliche oder poc-Vertreter, aber deren Meinung sollte sich dann doch ebenso auf aktuelle Zahlen und erlebte Entwicklungen stützen, will sagen, die Hautfarbe oder Geschlecht hat auf die Frage doch gar keinen Einfluß.

      • Mittlerweile habe ich die fraglichen Folgen 152 und 155 gehört. In dem Blogartikel wurden mehrere angebliche Äußerungen von Martin auf Cons kritisiert. Dazu kann ich natürlich nichts sagen, weil ich nicht dabei war. Ich finde jedoch den Stil daneben, dass ohne direkte Ansprache des Kritisierten ein „Online-Pranger“ aufgestellt wird. Die Vorwürfe kommen in meinen Augen auch sehr pauschal daher, es gibt viele unterschiedliche, auch wissenschaftliche Überlegungen zu gendergerechter Sprache und darf man meiner Überzeugung nach differenziert vorgebrachte Meinungen nicht generell kritisieren, weil diese nicht 100% „dafür“ ist. Ich stimme daher mit Anonymus‘ Kommentar überein, dass die Radikalisierung in der eigenen Blase und die Festlegung auf die vermeintlich reine Lehre nicht zielführend ist, wenn man gesamtgesellschaftlich etwas verändern will. Ich höre auf meiner Arbeit z.B. noch Sätze wie: „Ich sag‘ immer noch N-, weil das für mich kein Schimpfwort ist.“ Bei größeren Teilen der Bevölkerung ist meiner Meinung nach noch ein weiter Weg zu gehen.

        Dann ging es konkret um die Folge 155:
        1. die Auswahl der Beitragenden
        2. das was Hadmar am Schluss zum Thema Diversität sagt und
        3. um das Fehlen des Themas Diversität in 155 Podcastfolgen.
        Da die Beitragenden jeweils ihre Meinung äußern, müsste man wegen Punkt 2. sich direkt an Hadmar wenden. Das kann also keine Kritik an Martin oder dem Eskapodcast sein.
        Bei der Auswahl der Beitragenden könnte man das Fehlen v.a. weiblicher Stimmen schon bemängeln. Nun sind die Interviewpartner aber allesamt Bekannte des Podcastteams und des Podcast-Hosts (die größtenteils auch schon mal Interviewpartner waren) und wurden v.a. wegen ihrer Funktion ausgewählt: der Autor des Artikels, welcher den Anstoß für die Folge gegeben hat, der lokale Händler, der Internethändler, die Verlagschefs, das Urgestein. Bleiben wir mal beim Geschlecht: Meine Feststellung, dass wir (leider) einem sehr männlich dominierten Hobby nachgehen, spiegelt sich sicher auch in den Personen wider, die diese oben genannten Funktionen ausüben. Mir sind jedenfalls keine weiblichen Rollenspielladenbetreiber oder Verlagschefs bekannt, ich bin aber auch nicht so tief drin in der Szene. Wo hätte man die also herziehen sollen? Das macht die Einseitigkeit natürlich nicht besser, bietet aber eine Erklärung jenseits der böswilligen Unterstellung, dass Martin und sein Team absichtlich Diversität behindern würden.
        Zu Punkt 3: Hier fände ich eine Beschäftigung des Podcasts mit dem Thema tatsächlich gut – wie schon geschrieben – da ich denke, dass das durchaus ein Thema auch fürs Rollenspiel ist. Allein bei DSA gab es in den vergangenen Jahren mehrere Vorfälle, über die sich eine Diskussion lohnen würde (Penistabelle in WdV, Gronkh auf der RatCon, antisemitische Stereotypen bei der Fantasyrasse der Grolmen).

  24. Ich mag euren Podcast und ich halte die Kritik für schwer überzogen. Das ist ein Freizeitprojekt und nicht die große politische Bühne.
    Wer der Meinung ist, er müsse für „das größere Wohl“ private Fanprojekte torpedieren und Leuten den Spaß am Hobby verderben, der hat hat doch nix zu tun :).

  25. Lieber Martin,
    geh mal einen Schritt zurück und schau dir die Sache aus der Entfernung an.
    Wenn man sich die Debatte im social Media anschaut, dann kann man entweder vor Frust laut heulen, in was für einer abgeschlossenen Welt deine Kritiker leben, in denen man wirklich NICHTS richtig machen kann oder herzlich darüber lachen wie sie im Dreieck springen.
    Ich bin für letzteres. Alles andere raubt einem bloß die Kraft.

    Ich kenne Sexisten. Das sind diejenigen, die einem vorbeilaufen an den Hintern fassen oder die mir gesagt haben: „Sie als Frau reden ja eh zuviel.“, obwohl ich nichts gesagt hatte. Leute, die nicht mit einem reden oder einen für dumm verkaufen, weil man als Frau ja nichts von Technik verstünde, etc pp.
    Ich kenne Rassisten. Das sind die, die sich beschweren, dass ihre Grundstücke an Wert verlören, weil neben ihnen eine rumänische Familie gezogen ist. Diejenigen, die sagen: „Scheiß Türken, Russen, Syrer… machen xyz.“

    Dass du dich hier rechtfertigen musst für Sachen, die nicht einmal im entferntesten an so etwas heranreichen ist meiner Meinung nach ganz schön pervers.
    Diese Art von Feminismus vertritt mich nicht.
    Hier geht es nicht um Gleichberechtigung, sondern um das Ausüben von Zwang und Macht.

    Aber weißt du was total großartig ist für die Leute, die hier gerade abgehen wie die Zäpfchen? Sie sind die Könige ihrer eigenen kleinen Welt. Sie können in nichts fehlen. Sie wissen auf alles eine Antwort und entschuldigen müssen sie sich niemals. Wie schön muss das sein? Beneidenswert.

    Ich schau mir das von außen an, lächle und winke. Ich empfehle dir das Gleiche.

    Ganz viel Kraft für dich!

    • ein sehr guter Kommentar, dem kann ich voll und ganz zustimmen und würde den auch so unterschreiben, wie er hiersteht.

      Ich möchte noch eine Sache hinzufügen: Für die Auswahl der Co-Podcaster|innen sollte nicht das Geschlecht oder die Hautfarbe ausschlaggebend sein, sondern das Wissen, Erfahrungen und die persönlichen Meinungen zum Thema der Folge. Wenn es um spezielle Themen geht, wie vielleicht Sexismus oder Rassissmus im Rollenspiel, dann sollen natürlich auch Frauen oder Farbige zu Wort kommen. Da währe es dann Pflicht deren Standpunkte und Meinungen mit einzubringen.

      In erster Linie sollten aber erst einmal nur Fachwissen, Meinung und Erfahrung der Podcaster|nnen im Vordergrund stehen. Und als Hörer|in muss man sich im Klaren sein, daß der Inhalt des Podcasts dann natürlich auch nur die Meinung der einzelnen Sprecher wiederspiegelt, die ja nicht zwangsläufig den Ansichten der Hörer entsprechen.

      Podcasts leben vom öffentlichen Diskurs, nur so können sich die Pocaster weiterentwickeln und in Zukunft Fehler vermeiden. Feedback sollte Konstruktiv sein, will heißen: Keine Beleidigung, dafür aber um so mehr sachliche Argumente und unterschiedliche Meinungen .

  26. Ich habe die ganze Sache ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, muss aber sagen dass ich es mehr als schade fände wenn ihr aufhört. Ich mag sowohl euch als Podcaster als auch den Podcast selbst. Auch wenn ich mir nicht jede Interview-Folge anhöre (es gibt Interviews die mich nicht interessieren) wurde doch ein Großteil gehört. Macht bitte weiter!

  27. Ich kann Martins Frustration verstehen. Er ist kurz sein Adressbuch durchgegangen und hat Gäste eingeladen, und nun soll er ein schlechter Mensch sein, nur weil sein Adressbuch als weißer Mittelschichtmann hauptsächlich aus anderen weißen Mittelschichtmännern besteht? Das ist natürlich Quatsch. Aber als Medienschaffender im Jahr 2020 kann man sich schon einmal Gedanken über Dinge wie eine diverse Panelbesetzung machen. Daher stimme ich auch der Analyse von Catrinity (auf Twitter) des Textes oben in Teilen zu, mit einer wichtigen Ausnahme: Sich von unfairen Angriffen verletzt zu fühlen und sich dagegen zu wehren ist kein „Tone Policing“.

    Die in Frage stehende Folge habe ich gehört und fand sie am manchen Stellen schon „cringy“, besonders als einer der Gäste ausführte, wie gut die Rollenspielcommunity gegen Xenophobie und Sexismus gerüstet ist. Ich habe so das Gefühl, die Community ruht sich da immer noch sehr stark auf den frühen Erfolgen von DSA aus. DSA war in Gender-Fragen für die 80er Jahre sehr fortschrittlich. Bis heute höre ich Dinge wie „Ach Sexismus, den haben wir Rollenspieler schon in den 80ern überwunden!“ Leider gibt es immer noch viel zu tun.

    Meine Wünsche an Martin und die Podcastcrew sind, dass sie weiter so großartigen Content produzieren wie bisher, aber auch dass sie darüber nachdenken, ob sie vielleicht mittlerweile mehr als ein kleines Hobbyprojekt sind und als Medienschaffende eine Reichweitenverantwortung haben. Ich wünsche mir keinen politischen Podcast, sondern die Erkenntnis, dass es kein „unpolitisch“ gibt.

    Keep up the good work,
    Gruß
    A.

  28. Ich wollte eigentlich keinen Kommentar hier lassen und somit hab ich den Podcast direkt angeschrieben und ihnen meine Meinung gesagt. Ich wär auch gerne dazu bereit diese Sachen konstruktiv mit anderen zu diskutieren, denn ich weiß nicht so genau was vorgefallen ist aber ich habe alle Folgen gehört und habe auf meinen Wissen basierend geantwortet.

    Falls jemand Lust hat von der einen oder anderen Seite das Thema zu diskutieren dann könnte wir bestimmt einen guten Ramen (nicht eine öffentlich Kommentarspalte die zur Schlammschlacht einlädt sondern was wo eigentlich nur Leute sind die sich auch etwas zu sagen haben) finden.

    Vielen Dank 🙂

  29. Liebes Team vom Eskapodcast

    hoffentlich könnt ihr die Erschütterung gut verarbeiten und lasst euch von euren Hörern, die sich hier zu Wort gemeldet haben, dazu motivieren, auch weiterhin einen erstklassigen Podcast zu kreieren.
    Martin schätze ich als einen sehr wortfeilenden Menschen ein, der mit viel Humor spricht. Von daher sind die genannten Sätze von ihm geschätzt eher dazu gedacht, sich über sich selbst lustig zu machen, was wohl falsch aufgenommen wurde.

    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr das Thema gut verarbeitet und es höchstens auf professioneller Ebene beachtet.
    Auf die Episoden bezogen schafft es vielleicht den Anlass, einen Teil 2 der Zukunfteinschätzungen als Episode zu schaffen und veröffentlichen.

  30. Es war nur eine Frage der Zeit, bis „Social Justice“ auch den Weg zum Eskapodcast findet und hier das Haar in der Suppe sucht.

    Ich wünsche euch, dass man eurem Ersuch nach einem Dialog mit Differenziertheit begegnet und euch keine Zensuren und Verbote aufdrücken will.

    An dieser Stelle ein herzliches Danke für eure beispiellose Transparenz!

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