Folge 125 – Kurzer Boxenstopp für einen Boxkampf

Einsteigerboxen im Rollenspiel: Relikt aus grauer Vorzeit oder pfiffige Hommage an bessere Zeiten, in denen es noch Spielwarenläden gab? Erreichen Einsteigerboxen wirklich ihre Zielgruppe? Wie sieht die ideale Einsteigerbox aus? Wem fallen noch weitere zwei Dutzend Wortwitze um die Doppelbedeutung des Wortes „Boxen“ ein?

Cast: Martin, Richard, Dominik, Holger Länge: 47:40

Inhalt:
05:13 Wieso ausgerechnet Einsteigerboxen, wieso keine Einsteigerbücher?
13:18 Ohne Spielwarenläden: Wie kommt der Einsteiger eigentlich an die Box?
14:54 Schokobeilage, goldene Würfel: Was müsste eine perfekte Einsteigerbox leisten?
23:11 Einsteigerbox: Star Wars: Am Rande des Imperiums
26:50 Einsteigerbox: DSA5
31:51 Einsteigerbox: Wrath & Glory (Warhammer 40K)
35:47 Einsteigerbox: Tails of Equestria (My little Pony)
38:13 Einsteigerbox: Warhammer Fantasy 4th
40:15 Einsteigerbox: Numenera
45:38 Einsteigerbox: Star Trek Adventures
45:38 Einsteigerbox: Splittermond

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Stranger Things Box – DnD Starter Set (Hasbro)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Beantworte in den Kommentaren bis zum 04.08.2019, 24 Uhr, die folgenden Fragen: „Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht? Hast du eine Lieblingsbox?“

Links:

Lou Zocchis legendärer Würfelzauber
Eskapodcast Folge 87 – Rollenspielläden
Seetroll
So nicht, Schurke!
Why Star Wars is Fantasy, not Sci-Fi

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26 Gedanken zu „Folge 125 – Kurzer Boxenstopp für einen Boxkampf

  1. Sehr schöner Durchlauf durch die verschiedensten Boxen und natürlich honoriere ich jede „Star Wars ist Fantasy“-Anspielung.

    Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht?
    Tatsächlich fing ich nicht mit Einsteigerboxen an. Meiner Erinnerung nach habe ich auch noch nie groß mit Einsteigerboxen irgendwelche Einsteigerinnen geködert oder an das Hobby herangeführt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die meisten Boxen auch nicht dafür geeignet sind, Anfängerinnen anzufüttern. Viele Boxen eignen sich meiner Ansicht nach eher dafür, Rollenspielerinnen in das System einzufügen.

    Oftmals gibt es eines oder mehrere Probleme: Fehlende Regeln zur Charakterinerschaffung, keine stufenweise heranführende Regeln usw. Aber das führt vielleicht an der Stelle zu weit.

    Hast du eine Lieblingsbox?
    Die Star Wars-Box für „Am Rande des Imperiums“ ist großartig. Mit wenig Vorbereitung werden die Regeln der Reihe nach eingeführt und die Abfolge der Szenen ergibt sich relativ natürlich. Dadurch fühlt es sich auch nicht nach einen geführten Tutorial an.

    Die DnD-Box ist wiederum beeindruckend, da sie eine großartige Kampagne mitliefert, die Dungeons, überraschend viele Nebenquesten und ähnliches mitbringt.

    Wenn ich mich festlegen muss, dann bleibe ich bei DnD5. Allerdings fände ich da wenigstens die Basics für eine Heldinnenerschaffung super.

  2. @Würfel: Nein, man musste keine Zahlen draufschreiben, sondern mit einem Wachsstift drüberrubeln – dadurch kam das Wachs in die Vertiefungen und man konnte die Zahl lesen.

    Lieblingsbox: D&D 5. Wenig haptisches drin, aber ein tolles, tolles Abenteuer – nicht nur für Einsteiger. Auf den ersten Blick evtl. n bißchen schlecht geordnet, da sind die SW-Boxen durch die lineare Anlage einacher zu spielen.

    Lieblingsbox 2: Star Wars – Am Rande des Imperiums. Auch haptisch top, tolle Charakterbögen, Counter, tolle Karte. Das Abenteuer ist für Einsteiger linearisiert, aber erfahrende Spielleiter können es leicht versandboxen, also ganz mein Geschmack.

    Ansonsten hab ich alle SW-Boxen, alles gute Abenteuer. Und Runenklingen für Midgard, tolles Abenteuer im Trio. (Midgard)

    • Ich gebe zu das ich die anderen SW Boxen nicht so gut finde.

      Age of Rebellion ist eben ein Dungeoncrawl aber ich fand ihn nicht stimmig auch wenn ich das Ende ganz nett von der Idee fand.
      Force and Destiny ist der Plot ganz cool aber es ist wirklich pures Railroading mit einem enttäuschenden Finale.
      Force Awakens war da recht frei aber ich fand den Anfang so erzwungen und mochte das Media Res da am wenigsten aber dafür war ne Galaxiskarte drin.
      Am Rande des Imperiums ist nicht so linerar wie F&D und hat eben wirklich alle wichtigen Regeln. Und der Kampf gg den Trando ist auch recht hart oder kann es sein.

  3. Eigentlich gab es schon immer Einsteigerboxen. Man kann die alte rote D&D-Box ebenfalls als Einsteigerbox sehen, da alles drin war (Würfel, Wachsstift, Charakterbögen, einfache Regeln, Hinleitung zu den Regeln), was man auch heute in den Einsteigerboxen so findet. Die DSA-Box war glaube ich ähnlich bestückt, noch mit Sichtschirm und Pappfiguren. Weiterführende Regeln konnte man sich dann dazu kaufen. Der Unterschied zu damals ist heute, dass man sich keine Regelerweiterungen nach der Einsteigerbox kauft, sondern das vollständige Regelwerk (meist in Hardcover). Aber so gesehen ist die Einsteigerbox keine neue Erfindung!

  4. Aber ich merke, ich habe die gestellten Fragen eigentlich gar nicht beantwortet: „Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht? Hast du eine Lieblingsbox?“
    Die ersten Einsteigerboxen seit langer Zeit waren zwei Einsteigerboxen des Star-Wars-Rollenspiels („Am Rande des Imperiums“ und „Zeitalter der Rebellion“). Ich habe mir die Einsteigerboxen gekauft, da ich mich nicht auf eines der drei Grundregelwerke festlegen konnte und mir dadurch einen besseren Überblick versprach. Und außerdem waren in jeder Einsteigerbox ein komplettes Würfelset mit dabei, das mich einzeln gekauft nur marginal weniger als eine komplette Box gekostet hätte. Und ich wurde sehr positiv von diesen Boxen überrascht. In den Boxen fand ich Counterplättchen, schöne Karten, ein Abenteuer, das doch recht umfangreiche (mit vielen Erläuterungen angereicherte) Regelheft und ausführlich gestaltete mehrseitige Charakterbögen auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. So kann man mehr Abenteuer spielen/erleben als in dieser Box vorgegeben wurden (gut … der Karton verdient die Bezeichnung Box eigentlich nicht, da man diese, wenn man sie mal geöffnet hat kaum noch schließen kann ohne den dünnen Karton zu zerreißen). Die Einsteigerbox von Star Wars „Am Rande des Imperiums“ ist dann auch meine Lieblingsbox.

    Doch normaler Weise kaufe ich mir keine Einsteigerboxen, da ich als alter Rollenspieler so überheblich geworden bin, dass ich mir sage: „Ich brauch doch keine Einleitung mehr für’s Rollenspiel. Also weshalb sollte ich doppelt Geld ausgeben, wenn ich mir ja doch den dicken Regelschinken kaufen werde?“
    … und wenn die Sammelwut zuschlägt … kaufe ich sie mir dann doch … vollständig ist halt vollständig! 😉

  5. D&D5. Phandalin macht fast alles richtig.
    Perfekt wäre sie mit Karte.
    Was fehlt ist ein gutes Anschluss-Abenteuer oder Kampagne, die eben auf Lvl 5-6 startet.
    Sonst hat sie mir sehr sehr gut gefallen.

  6. Schöner Cast. Die Vielzahl an Boxen kann man natürlich nicht wiedergeben, aber ihr habt von allen etwas dabei.
    Eine Box, die ich persönlich auch sehr ansprechend fand, war Arborea. Dies ist gleichermaßen zwar auch das komplette Spiel, aber gezielt für Einsteiger aufgebaut. Kann ich nur sehr empfehlen, gerade, wenn man eine freie Welt bevorzugt bzw. keine Ahnung von den Welten anderer Systeme hat. Viele Freiheiten, einfaches Regelwerk. Spiele trotzdem seit fast 30 Jahren fast ausschließlich DSA, einfach, weil ich damit angefangen habe und mittlerweile so viele Details kenne, dass ich aus dem Stehgreif ein Abenteuer starten könnte.
    Die DSA 5 Einsteiger Box habe ich meinem elfjährigen Neffen geschenkt, der war begeistert.

  7. oh, dass ist einfach :

    Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht?
    keine

    Hast du eine Lieblingsbox?
    nein

    Ich habe tatsächlich nie eine Einsteigerbox besessen und finde die Idee aber ganz gut, hätte ich damals sicherlich genutzt, um neue Systeme kennenzulernen.
    Jetzt sind Boxen für mich ganz unattraktiv, weil ich immer noch versuche den Platz vom Rollenspiel zurückzugewinnen.

  8. Mein richtiger Einstieg in das PnP-Hobby war die Aborea-Box, welche als anfängerfreundliches „Tischrollenspiel“
    beworben wurde. Auch wenn viele Stimmen sagen, dass die Aborea-Box keine Einsteigerbox sondern einfach nur eine
    Rollenspiel-Systembox mit Abenteuer ist, macht Sie aus meiner Sicht so einiges richtig, was eine Einsteigerbox
    ins Hobby ausmachen sollte. Es ist alles bis auf Stiffte und Notizzettel vorhanden, was man zum Spielen benötigt
    und ist für neue Spielleiter und neue Spieler interessant.
    Man wird durch ein Solo-Abenteuer spielend in die relativ leichten und verständlichen Regeln eingeführt.
    Bekommt Tipps für das Spielleiten, kann relativ schnell Charaktere erschaffen oder nimmt die vorgefertigten
    Charaktere zur Hand und man bekommt gleich ein paar Abenteuer mit, welche viele Facetten des Rollenspiels abdecken.
    Die beigepackte Weltkarte von Aborea ist übrigens der Hammer.
    Diese Box ist für den Rollenspieleinsteiger einfach eine super kostengünstige Lösung und hatte mir damals sehr
    auf meinem Weg ins Hobby geholfen.
    Heute spielen wir leider kein Aborea mehr, weil irgendwann unser Entdeckerdrang eingesetzt hat und wir über
    den Tellerrand andere Systeme testen wollten und auch haben.

    Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht?

    Die meisten Einsteigerboxen sind mMn eigenltich hauptsächlich für erfahrenere Spielleiter konzipiert sollten eher
    „Systemvorstellungsbox“ genannte werden. Ich sehen keinen grund warum sich Spieler diese Boxen kaufen sollten.
    Nur der Würfel willen und der Charakterbögen sind diese zu teuer.
    Ich besitzte einige Boxen und muss sagen, dass fast alle sehr schön aufgemacht sind und nützliches enthalten,
    aber wenn man als Neuling den Regelteil durchliest, fängt einem doch recht schnell der Kopf an zu qualmen, obwohl
    dies ja eigenltich immer die abgespeckten Regeln sind.
    Die „Pathfinder – Einsteigerbox“ ist da das beste Beispiel.
    Als neuer Spielleiter ist man sicherlich ein paar Stunden damit beschäfftigt diese gekürzten Pathfinder-Regeln zu
    verinnerlichen und dann den Spielern verständlich beizubringen.
    Die bessere alternative sind mEn die Schnellstarter-Hefte. Hierbei sind die Regeln sehr kurz gehalten und man
    kommt erfahrungsgemäß schnell ins Spiel.

    Generell kann mann sage, sehen Boxen einfach schick im Regal aus. 😉

    Hast du eine Lieblingsbox?

    Aborea, aus nostalgischen Gründen. Wir spielen zwar nicht mehr damit, aber jedesmal, wenn ich die Box im Regal sehe,
    denke ich zurück wie aufgeregt wir vor den ersten Spielsitzungen waren und welche coolen Abende und Abenteuer wir erlebt hatten.

    Beste Grüße,
    DanF!

    • Die Arborea Box habe ich absichtlich nicht in Sortiment genommen, weil es eben keine Einsteigerbox per se ist, sondern eben ein ganzes System in der Box.

      Ich sehe es ehrlich gesagt nicht so, dass die Einsteigerboxen Systemvorstellungsboxen sind, zumindestens die neuen nicht.
      Also gerade bei Star Wars von FFG, Legend of the 5 Rings von FFG, Warhammer Fantasy und DSA 5 werden Anfänger an die Hand genommen und durch das Tutorialabenteuer geführt ohne das man das Regelbuch vorher augeschlagen haben muss.
      Das mag bei den alten Publikationen wie Pathfinder der Fall sein und auch D&D 5 ist in der Hinsicht noch ziemlich veraltet aber ich persönlich finde die Box auch nicht so gut, wie sie von dem Großteil bejubelt wird.

      Ich habe derzeit ein Event am laufen, wo ich jeden Monat einen Schnellstarter leite und ich muss dir da ziemlich widersprechen.
      Schnellstarter sind für mich die Systemvorstellungen.
      Zwar werden bei einigen die Regeln vereinfacht aber der Spielleiter wird nicht Schritt für Schritt dran rangeführt (außer bei 7ter See 2nd Edition). Eigentlich bekommt man nur paar kurze Absätze zu „Was ist ein Rollenspiel“ und „was ist eigentlich die Welt wo der Schnellstarter spielt“. Dann kommt meistens ein recht kurzes 0815 Abenteuer (da fand ich Cthulhu, 7te See, Splittermond und HeXXen noch am Anspruchsvollsten), 4-6 Vorgefertigte Charakterbögen und eben Regeln.
      Gerade Coriolis, Game of Thrones und Shadowrun fand ich da besonders viel Regelteil drin.

      Also mMn sind Einsteigerboxen für Anfänger gedacht, es gibt zwar sicher einige Ausnahmen (gerade Ältere Boxen) aber gerade Warhammer Fantasy und die FFG Spiele machen da gute Arbeit, auch wenn ich letztere (gerade L5R) zu Teuer finde.
      mMn sollte eine Einsteigerbox zwischen 20 und 30 Euro liegen.

      Schnellstarter sind eben Teaser um erfahrenen Rollenspielern neue RPGs vorzustellen aber ich denke das die meisten nur in den Regalen enden (deswegen habe ich das Event gemacht, damit sie auch mal gespielt werden).
      Es gibt zwar auch Schnellstarter wo man als kreativer Kopf nicht mehr braucht (Cthulhu (bisher der einzige mit Charaktererschaffung) aber ich war bisher von der Vorbereitungszeit doch ein wenig erschlagen.

      Kurze Übersicht:
      Dieses Jahr Geleitet:
      DSA 5, Cthulhu 7te Edition, HeXXen, Shadowrun 5, Game of Thrones, Coriolis, All Flesh Must be Eaten, 7te See

      In den Startlöchern Alien Cinematic Starter Kit (das ist nen Brocken und würde ich auch nicht mehr als Schnellstarter bezeichnen), Shadowrun 6

      Gruß
      Richard

      • Das sind genau die Boxen, welche sich nicht in meinem Besitz befinden. 😀
        Die Warhammer-Fantasy-Box wollte ich mir eh in Zukunft mal zulegen und bin gespannt darauf mein Horizont in dieser Hinsicht zu erweitern.
        Die Schadowrun 6-Box steht bei mir noch in der Schwebe ob ich sie mir zulegen soll.

        Cthulhu spielen wir immer mal wieder zwischendurch mit wechselnden SL/Abenteuer und Coriolis habe ich dieses Jahr auch schon geleitet und wir waren alle schwer begeistert.

        Grüße,
        DanF!

  9. Hallo zusammen,
    schöne Zusammenstellung in der Folge.

    Welche Erfahrungen hast du mit Einsteigerboxen gemacht?
    Bisher hab ich nur eine Einsteigerbox gespielt, und zwar die Box “ Lost Mines of Phandelver“ von DnD. Die Box war klasse, gute Story, alles (nötige) ausführlich erklärt und einsteigerfreundlich. Als Leiter ist es von Vorteil, schon zumindest mal vorher Rollenspiel gespielt zu haben, aber ich denke es würde auch so gehen.

    Hast du eine Lieblingsbox?
    Lost Mines war schon wirklich gut, aber es ist auch die Einzige die ich bisher gespielt habe.

  10. Ach ja, die gute neue Zeit. Als ich ins Rollenspiel kam, gab es gar keine Einsteigerboxen. Die „Einsteigerbox“, mit der ich aufwuchs, war MERS. Kann ich niemandem empfehlen.

    Ich finde gute Einsteigerwerke sehr wichtig, auch wenn ich selbst aktuell keine habe. Ich hoffe darauf, dass „So nicht, Schurke!“ doch noch erscheint, damit ich meine Kinder anfixen kann.

    Ich bedauere immer wieder, dass es keine Fate-Einsteigerbox gibt. Wenn ich das Urheberrecht dazu bekommen könnte, dann würde ich eine Harry-Potter-Einsteigerbox mit Turbo-Fate herausbringen. Wie viele Potterheads man damit ins Hobby bringen könnte! Träume, Träume…

  11. Meine erste Einsteigerbox war die für DSA3 damals. Zu meiner Zeit war ja alles außer die Abenteuer in Boxen. Darum war ich erstaunt, dass DSA4 alles in Büchern brachte, was man ein paar dutzend Jahre zuvor noch in die Boxen drückte.
    Die wahre Einsteigerbox mit allen Talenten war ja für DSA Mit Mantel, Schwert und Zauberstab.
    Gestern hab ich mir die DSA5 Einsteigerbox geholt und die werde ich als trojanisches Pferd in unsere Gemeindebiblothek stellen 😉

  12. Ich hatte nur eine einzige Einsteigerbox und die war zugleich mein Einstieg ins P&Hobby. Das war MERS (MittelErdeRollenSpiel). Das war auch so ein richtig schöner Karton mit roter Umrandung, viel zu groß für den Inhalt und sie machte beim Schließen jedes Mal ein Furzgeräusch.

    Der Inhalt hatte es mir sehr angenehm und mers war lange Zeit mein einziges Rollenspiel das ich kannte. Irgendwann hab ich mir die Rolemaster-Bände „Buch der…“ geholt. Kam aber nie dazu, damit zu spielen.

    Leider hab ich die Sachen nicht mehr (in einem Wahn von Minimalismus verscherbelte ich alles) , aber meine Faszination für Mittelerde und Systeme, die darin spielen, ist immer noch da und ausgeprägt!

    • Die Mittelerde-Box war auch mein Einstieg. Das war natürlich keine klassische Einsteiger-Box, damals gab es das Konzept noch gar nicht. Es war vielmehr ein Zugang zum Rollenspiel an sich. Soweit ich mich erinnere beinhaltete die Box Würfel, das Grundregelwerk, eine separate Kurzkampagne, ein Heft mit allen dafür nötigen Bodenplänen und Ausschneidebögen mit Pappaufstellern auf denen mögliche Gegner und vorgefertigte Charaktere in bunt abgebildet waren. Auf der Rückseite waren die wesentlichen Kampffähigkeiten vermerkt.
      Die Box setzte den „Herrn der Ringe“ als gelesen voraus, spielte allerdings deutlich früher. Bei der heutigen Auswahl an Systemen würde ich bestimmt nicht mehr mit Mittelerde anfangen, aber 1988 war das ganz cool. Wer abseits der engen Grenzen von Mittelerde Abenteuer erleben wollte, konnte auf den „großen Bruder“ Rolemaster umsteigen.
      Ansonsten habe ich gute Erfahrungen mit den alten DSA-Einsteigerboxen bei meinen Kindern gemacht. Da macht das Reimen der Zaubersprüche wieder Spaß.

  13. Tolle Folge und ein toller Überblick was es so gibt! Im Gegensatz zu den meisten anderen Kommentaren kann ich die Perspektive eines noch praktisch vollständigen Neulings beisteuern, der erst vor wenigen Monaten herausgefunden hat, dass es P&P Rollenspiele überhaupt gibt und dann auch noch tatsächlich über eine Einsteigerbox damit angefangen hat 🙂

    Erstkontakt war auf der letztjährigen Münchner Spielemesse, wo mir ein netter Mitarbeiter am Stand eines Spieleladens prinzipiell erklärt hat, wie ich mir ein P&P Rollenspiel vorzustellen habe (sovie zur Frage wie kommt jemand der keine Ahnung hat überhaupt da dran…) Gekauft hab ich dann direkt die Splittermond Box mit dem Ziel mit meinem neunjährigen Sohn und seinen Freunden zu spielen (in der Hoffnung ihnen damit eine kreativere Freizeitbeschäftigung als YouTube Videos aufzuzeigen…) Daheim hab ich mir den Inhalt zu Gemüte geführt, die Regelmechanik war mir auch prinzipiell klar, aber ohne selbst je ein Spiel erlebt zu haben konnte ich mir tatsächlich einfach nicht erklären, was ich als Spielleiter jetzt wirklich zu tun habe um den im Abenteuer beschriebenen Text in ein interaktives Spiel ‚zu übersetzen‘. Gespielt haben wir damit also nie…

    Aufgeben wollte ich aber auch nicht, bin also in den Spieleladen gelaufen und kam als glücklicher Besitzer einer Pathfinder Einsteigerbox zurück. Im Gegensatz zu einem Kommentar weiter oben, hat diese Box meiner Meinung (und persönlichen Erfahrung) nach ultimativ alles richtig gemacht um absoluten Neulingen (Spielern und Spielleitern) einen Einstieg zu ermöglichen. Die Karte und Monsteraufsteller waren super, das Abenteuer hat Mega gut funktioniert zu spielen (ohne viele Stunden Vorbereitung) und in allen Texten hab ich mich als Neuling immer sehr positiv und unterstütztend angesprochen und an die Hand genommen gefühlt. Tja und seit dem vergeht kaum eine Woche, in der nicht mein Sohn oder einer seiner Freunde fragen, wann wir wieder „Pfadfinder“ spielen 🙂

    Rein aus Interesse hab ich mittlerweile auch die D&D Starter Box und die DSA5 Box gekauft, aber keine kommt für mich an die Pathfinder Einsteigerbox heran.

    • Das sind ja tolle Geschichten! Dann drücken wir die Daumen, dass du möglichst gut ins Hobby reinkommst, da warten noch viele herrliche Erlebnisse und Erfahrungen auf dich.

  14. Nach langem Nachdenken über knapp 30 Jahre des Rollenspiels bin ich tatsächlich zum Ergebnis gekommen, noch nie eine Einsteigerbox gespielt oder erworben zu haben. Faszinierend.

    Ich habe zwar mit der Box „Die Helden des Schwarzen Auges“ von DSA ins Spiel gefunden, aber eine Einsteigerbox war das nicht, es war ja aher so das Grundregelwerk, auch wenn es so gesehen ein Startabenteuer, Würfel usw. drin hatte (der Box folgte dann noch „Die Magie des Schwarzen Auges“ und „Die Götter des Schwarzen Auges“ , um alles wichtige an Heldentypen spielen zu können; naja, da soll man sich nochmal über die heutige Produktpolitik beschweren. Früher war auch nicht alles besser). Sowohl bei der dritten DSA-Edition als auch der vierten und jetzt fünften habe ich die Einstiegsboxen dann als irrelevant übersprungen. Ich wollte immer gleich das Grundregelwerk haben (davon wiederum habe ich Dutzende im Regal…). Das war dann bei allen folgenden Rollenspielen auch immer so: GRW kaufen und damit losspielen.

    Ich freue mich natürlich, dass es Einsteigerboxen gibt und tatsächlich Leute darüber autodidaktisch oder fremdgeleitet ins Hobby finden, aber es ist einfach nicht jedes Produkt etwas für jeden Spieler. Das ganze Hineinführen ins Rollenspiel, ausführliche Start-Abenteuer, Würfel in der Box oder solche haptischen Elemente wie Pappaufsteller sind für mich halt mittlerweile wertlos. Da freue ich mich dann eher immer, wenn ich mir so ein Produkt zwischendurch mal sparen kann und kaufe mir lieber ein GRW oder ein Abenteuer 🙂

  15. Hallo Zusammen,
    erstmal vorweg – ihr seid der beste Podcast den ich kenne. Ja wirklich. Macht bitte immer weiter so. Straighte Moderation, symphatischer cast, gute Themen und alles mit einem leichten Augenzwinkern.
    Vielen Dank dafür!

    Ansonsten – die Idee mit den Regeln vorlesen usw. – ist der Hammer. Es gibt nichts bessers, als die verschwendete Zeit im Stau mit Regeln lernen zu verbringen. Oder auch Abenteuer aufs Ohr wären für jeden Spielleiter super.
    Dafür habe ich einen tollen P&P Life Hack – es gibt eine App, ich glaube Polaris office, die liest dir PDF Dateien vor. Ok, ca. 10-20 % des Inhaltes bleiben wegen Ungenauigkeiten in der Funktion auf der Strecke (gerade bei stark bebilderten PDFs) – aber, bis ihr alle Regeln aufgenommen habt, ist das immer noch besser als nur im Stau zu stehen 🙂
    PS -Pen & Paper Life hacks wär doch auch mal ne tolle Folge.

    Und zu dieser Box-Folge – ich kann nur die Aborea Box empfehlen. Sie hat zwei Würfel (w10), drei Hefte (Spielerheft, Spielleiterheft & Spielmaterial), die alle Regeln enthalten, ein Tutorial (solo-Abenteuer), weitere kleine Abenteuer & Ideen usw. Außerdem ist eine tolle große Karte dabei. Über diese Box habe ich zurück ins P&P gefunden, will heißen – sehr einstiegsfreundlich.

    Ansonsten, weiter so, weiter so, weiter so!

    VG
    Marvin

  16. Hi,
    für D&D 3 gab es damals ja auch eine Einsteigerbox, mit der ich zu D&D gekommen bin.
    Ansonsten finde ich die Boxe für das Star Wars RPG sehr cool und diese lohne sich alleine schon für die Würfel.
    Mit anderen Boxen habe ich keine Erfahrungen gemacht, auch wenn ich die Splittermond Box hier stehen habe.

    Liebe Grüße
    Stefan

  17. Ich hatte noch nie eine „Einsteigerbox“, bisher hab ich jedes System direkt mit dem „vollwertigen“ Grundregelwerk gestartet. Das was dem am nächsten kommt ist vermutlich die Grundbox für DSA 4.0 die ich damals gekauft habe, nachdem meine Runde vorher schon mit DSA 3 ihre ersten paar Spielrunden hatte. Dann kam aber auch schon recht schnell 4.1 (oder es war eventuell schon draußen? Wer weiß…zu der Zeit waren wir nicht so am Puls der Zeit wann da was rauskommt) und wir sind direkt dahin gestolpert.

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