Folge 41 – Nichtspielercharaktere an den Mann bringen

Freunde, Feinde und Statisten: Nichtspielercharaktere bevölkern die ausgedachten Welten. Sie sind das wesentliche Komplement zu den Figuren der Spieler. Was zeichnet interessante Gestalten aus? Wie platziere ich sie geschickt, wie stelle ich sie wirkungsvoll dar? Wie manage ich umfangreiche NSC-Kolonnen und wie reduziere ich dabei möglichst geschickt meinen Aufwand? Nicht zuletzt: Wie mogle ich mir rasch und effektvoll etwas zusammen, wenn es sein muss?

Cast: Martin, Holger, Tanja, Carsten Länge: 41:55

Inhalt:
00:41 Glanzstücke der Präsentation: wenn die NSCs die eigenen Träume kapern
08:10 Relevanzen: warum man seine eigenen NSCs nicht unterschätzen sollte
09:36 bunter Figuren-Reigen:Typisierungen, Rollen und Funktionen
14:51 kleines Einmaleins der NSCs: Prägnanz, Eigenleben, raumzeitliche Konsistenz
19:08 berüchtigte Fails: Mary Sues, Pappkameraden, NSC-Nutzvieh & Twistverstolperer
17:55 hinten um den Meister herummeistern: Kontrolle und Kontrollverluste
32:22 Ad-hoc-NSCs erfolgreich installieren & der ultimative Spielleiterschirm
34:05 Praxistipps: Namenslisten, Relationship-Maps, Portraitfotos?
36:20 echtweltliche Vorlagen für NSCs am Beispiel Aventuriens: sinnvoll oder schräg?

Links:
Eskapodcast Folge 11: Props effektvoll einsetzen
Eskapodcast Folge 9:Grusel & Horror
Lichtbringers phänomenaler Spielleiterschirm
Kommentare des Künstlers zum oben genannten Spielleiterschirm
Cuthulhus Ruf 8: Summ, Bienchen, Summ
Das Schwarze Auge: irdische Anleihen bei aventurischen NSCs (Hesindespiegel)

[ Download der Folge als mp3 ] [ Archiv ]

16 Gedanken zu „Folge 41 – Nichtspielercharaktere an den Mann bringen

  1. Pingback: Aus dem Limbus: SCs, NSCs, Rakshazar, Einhörner & Indices | Nandurion

  2. Die Sheets vom Lichtbringer sind echt cool, aber haben für mich einen schweren Nachteil: Sie sind ein PDF. Mein Schirm hat keinen Platz für A4 daher würde ich die Inhalte gerne umbasteln. Habt ihr da nen Kontakt, dass ich mal nachfragen kann, ob’s das auch in einem editierbaren Format gibt (DOC ,ODT,…)?

  3. Sehr schöne Folge. Ich vertrete ja die Position, NSCs darzustellen sei die wichtigste Fähigkeit, die ein SL braucht.
    Die Gründe ergründetet ihr ja in der Folge sehr schön. Ich finde glaubwürdige NSCs vor allem für die Immersion wichtig. Willentliches Aussetzen des Unglaubens scheitert sehr viel eher an Personen als an anderen Fakten (jeder fragt sich, warum keinem auffällt, dass Clarke Kent wie Superman aussieht, aber keinen stört es, dass er fliegen kann).

    Ich verneige mich auf jeden Fall gerührt von dem vielen Lob. Die Rohdaten für meinen SL-Schirm möchte ich aber aktuell nicht herausgeben, weil ich noch die naive Hoffnung habe, ihn irgendwann „richtig“ zu veröffentlichen. Insofern muss Jan es wohl per Hand herauskopieren. Er kann dabei ja Podcasts hören. Wenn er keine Eskapodcast-Folgen mehr offen hat, empfehle ich Ausgespielt oder Fear the Boot.

    Wo ihr erzähltet, dass ihr über Kommentare gesprochen hattet: Wie wäre eine Folge aus Antworten gegenüber Kommentaren? Ich erhoffe mir davon so eine Art halben Dialog. Kann aber auch gut sein, dass ich die Idee für besser halte, als sie in der Praxis wäre. Die Entscheidung überlasse ich euch Fachleuten.

    • Ich fände es super, wenn Dein SL-Schirm es zu einer „richtigen“ Veröffentlichung schaffen würde. Verdient hätte er es allemal. Unter unseren Zuhörern haben wir wohl auch Verlagsmitarbeiter. Vielleicht liest das hier ja auch jemand von ihnen und hat Interesse… 🙂

    • Hi in die Runde,
      ich hab mir den Schirm auch gerade angesehen und finde ihn ebenfalls super 🙂

      Ich kannte bisher nur sowas ähnliches mit Emotionen + wie sie sich in Handlungen äußern (auf englisch in einer Tabellenform, z.B. Unsicherheit: Augen niederschlagen, am Arm kratzen etc.), was ich mir mal fürs Live angesehen hatte, um meine Figur besser rüberbringen zu können (obwohl es, glaub ich, eine Liste für Schriftsteller war, damit sie z.B. nicht schreiben: „XY war nervös.“ sondern: „XY tappte von einem Fuß auf den anderen und fuhr sich eilig durchs Haar.“) Ich weiß allerdings jetzt auch nicht mehr, wo ich sie her hatte, vielleicht von Writers Write.

      Ich mag solche brauchbaren und vielseitig verwendbaren Übersichten jedenfalls sehr gern als schnelle Inspirationsquelle. Ich hoffe, du findest einen Verlag dafür 🙂 Ich kenne auch einen Rollenspieler, der macht sehr gute professionelle Designs von Spielbögen und Landkarten etc., falls du jemanden brauchst, der das ganze visuell gestaltet, könnte ich den Kontakt herstellen.

      Zum Thema NSCs allgemein, schöne Folge! Wobei mir auch aufgefallen ist, wie unterschiedlich das mit den NSCs sein kann. Ich mag eine vielfältige, charakterstarke NSC-Welt mit nicht austauschbaren, sondern wiedererkennbaren Figuren, die sowohl zu Freunden als auch zu Feinden werden können, je nachdem, wofür der Spieler sich entscheidet, was seine eigenen Handlungen und Interessen angeht 🙂 Ich glaube ein Unterschied ist es auch wirklich, ob die Figuren auf einer Reise sind, und dementsprechend oft nur flüchtige Bekanntschaften mit den NSCs haben oder ob die gesamte Handlung an einem Ort spielt und dort auch wächst.

      lg
      Daniela

      • Hi Daniela,

        das mit den Emotionen ist auch ne tolle Sache :). Ich kenne einen „SL in spe“, der sich nicht zu leiten traut, weil er (seiner Meinung nach) keine Stimmung rüberbringen kann. Statt „Vor euch steht der Wirt“ würde er das gerne lebendiger beschreiben, hat dann aber spontan keine Formulierung parat. So eine Liste könnte ihm helfen.

        Wenn Du einen Link dazu hast, vielleicht kannst Du ihn dann hier reinsetzen?

        VG
        Tanja

        • Hi Tanja,

          ich habs mal anhand dessen gesucht, was ich noch wusste und es ließ sich wieder auffinden: http://writerswrite.co.za/cheat-sheets-translate-emotions-into-written-body-language

          Falls der „SL in spe“ sich dann traut, kannst du das ja nochmal hier vermerken als positives Ergebnis solcher Listen 🙂

          Ich würde die Szene mit dem Wirt als SL wohl irgenwie so formulieren: Okay, jetzt seid ihr drin. Es ist stickig und riecht nach Bier. Es gibt eine alte Holztheke, da ist aber keiner dahinter. Ihr seht ein paar Leute an Tischen, aber die meisten Tische sind noch frei. Ein Mann wischt einen dieser freien Tische gerade mit einem schmutzigen Lappen sowas wie sauber. Dann würden die Spieler wohl irgendwas machen, z.B. einen der Leute an den Tischen fragen: Wo ist der Wirt?; oder sie fragen gleich den Mann mit dem Lappen: Sind Sie der Wirt?, je nach Charakter und Stimmung könnte der dann was witziges antworten. Ich finde Humor eigentlich auch immer recht wichtig 🙂 Wobei mir einfällt, wer das mit dem Humor auch nicht so kann oder sich erweitern will, da gibt es auch ein Buch für Schriftsteller: „Handwerk Humor.“ Da kann man Techniken nachlesen, was eine Szene oder einen Dialog witzig machen kann. Der „SL in spe“ hat ja so wie du ihn beschreibst schon die besten Voraussetzungen, da er weiß was er nicht will und was er will. Der Rest ist der Sprung ins kalte Wasser, den man eben machen muss 🙂

          lg
          Daniela

          • Hi Daniela,
            danke für den Link, damit kann man doch echt was anfangen. Ich hab mir grad schon mal ein paar Formulierungen ausgespäht, die ich unbedingt mal verwenden sollte. Dann kann ich ggf. auch positives Feedback hier reinsetzen, wenn der SL in spe sich doch nicht traut bzw. ich kein Feedback bekomme (andere Gruppe) 🙂

            VG Tanja

  4. Mir fehlen beim Thema NPCs noch die Verräter. Denn ich werde es nicht so schnell vergessen das eine Zeit lang jeder NPC ein Verräter war.
    Das hat dann dazu geführt das wir dann beim DSA Abenteuer „Fluch des Manticors“ dazu das wir dem entscheidenden NPC alles außer im angemessenen Tempo an seiner von uns bestimmten Position laufend, normal atmend und ohne sonst irgendetwas zu tun mit uns zu laufen. – Wer das Abenteuer kennrt erkennt das wir damit das Abenteuer sabotiert haben.

    Gruß Jochen

  5. Pingback: Folge 47 – Rollenspielerfolg aus dem Handgelenk | Der Eskapodcast

  6. Wieder ein toller Podcast.

    Bezüglich der Charakterportraits möchte ich eine Gegenmeinung anbringen. Ich stelle mir die Charaktere gerne selber vor und finde es dann äußerst schade eine starre Interpretation des Aussehens vorgelegt zu bekommen. Dadurch wird für mich der Charakter entzaubert und er wird zu diesem Portrait. Als Spielleiter hingegen kann es nützlich sein, ein Bild als Gedankenstütze und Beschreibungshilfe zur Verfügung zu haben.

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