Folge 37 – einen gelungenen Abenteuerstart hinlegen

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne! Wenn der Abenteuerbeginn schon nicht überzeugt, wirft er seinen Schatten schlimmstenfalls über die ganze Kampagne. Wenn er hingegen so richtig knallt, kann er das Spiel beflügeln. Welche Fehler kann man vermeiden? Wie sieht ein idealer Einstieg aus? Wie kräftig darf man den Spielern in den Hintern treten?

Cast: Martin, Holger, Tanja, Carsten Länge: 46:32

Inhalt:
07:29 Stimmung, Tonlage, Motivation, Dynamik: von der Relevanz des Anfangs
11:31 Pegasus und Blei-Ente: Topps und Flopps des Abenteuerbeginns
16:07 Gregor Samsa lässt schön grüßen: echt schräg ins Abenteuer starten
17:50 Tacheles: Was muss ein idealer Abenteuerstart leisten?
25:42 narrativer Druck und Freiräume, Vorlesetexte und implizite Zwänge
31:14 Tavernenidyllen & Barbie-Rollenspiel: Herumgeeier oder substanzielles Gaming?
34:24 „Packt zusammen und los geht’s: Onkel Eberhardt wurde schon wieder entführt!“
40:52 Praxis- und Profitipps: Spieler- und Spielleiterwünsche erfolgreich synchronisieren
42:11 die abenteuerlichen Anfänge der Abenteueranfänge (DSA) & special Director’s Cut!

Links:
Call of Cthulhu: Ultima Ratio
Call of Cthulhu: Der Sänger von Dhol
Confirmation Bias
Das Schwarze Auge: Silvanas Befreiung
Das Schwarze Auge: Der Löwe und der Rabe
Das Schwarze Auge: Schreie in der Nacht
Eskapodcast Folge 34 – Kaufabenteuer: Fluch oder Segen?

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15 Gedanken zu „Folge 37 – einen gelungenen Abenteuerstart hinlegen

  1. Hallo! Großartige Folge mal wieder 🙂
    Zum Thema „Onkel Eberhardt“ hätte ich eine Anmerkung. Ich hatte so das gefühl, dass ihr diesen Einstieg in ein Abenteuer etwas verteufelt. Zugegeben, es wirkt sehr generisch. Wenn das nur der Onkel einer Spielfigur, ist z.B. ja auch die Frage, ob die anderen Spieler überhaupt Lust haben, mitzugehen und nach Onkel eberhardt zu schauen – vielleicht kennt man sich noch nicht so lange und möchte sich eigentlich gerade woanders umschauen.
    Auf der anderen Seite muss dieser Einstieg ja nicht so generisch sein. Nächstes Wochenende auf der MWC leite ich z.B. das Midgard-Abenteuer „Die Zeichen im Walde“, das auch sehr generisch losgeht – die Spieler sitzen irgendwo in Alba in einer Kneipe, ein Bote tritt auf und überreicht einem der Spieler einen Brief – nicht von Onkel Eberhardt, sondern von seinem Vater. So weit, so unspannend. Der Brief ist aber in Versen geschrieben und recht nebulös, und da denke ich, ist die Motivation für die Charaktere nochmal anders. Der Sohn wird – natürlich – nachsehen wollen, was mit seinem Vater, der im Sterben liegt, los ist. Der Gelehrte interessiert sich vielleicht für das Gedicht und das darin verborgene Rätsel.
    Ich denke, selbst der generischste (was für ein Wort) Einstieg in ein Abenteuer kann immer noch für Spannung sorgen, wenn er nur richtig präsentiert wird und durch etwas Ungewöhnliches angereichert wird.

    • Vielen Dank für Dein nettes Feedback Christoph und das gute Beispiel eines kreativ angewandten generischen Abenteuereinstiegs. Das klingt nach einem spannenden Abenteuer! Denke wir sehen es genauso wie Du. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass selbstverständlich auch 0815-Abenteuereinstiege sein dürfen und es gibt natürlich auch richtig gute Abenteuer, die recht gewöhnlich beginnen. Wir wollten einfach nur auf sinnvolle Modifikationen wie z.B. die Induktion einer persönlichen Betroffenheit eines oder mehrerer Charaktere hinweisen.

      Bis zur MWC! 🙂

  2. Wieder mal eine super Folge!
    Tanja passt perfekt in die Runde 🙂
    Freu mich auf mehr von ihr^^

    Ich finde beim Start sollte immer recht schnell die Motivation der Charaktere geklärt werden. Wenn man erstmal einen kompletten Abend damit „verschwendet“, auszuspielen warum der Char jetzt losziehen will, ist das immer etwas störend..

  3. Pingback: Aus dem Limbus: Abenteuerstart, Kartensets, Fantasy Award, Aventuria | Nandurion

  4. Wie immer sehr interessant euch zuzuhören 🙂
    Die Spieler meiner Runde sind ganz begeistert sich am Anfang durchzufragen wo sie was kaufen können und ob sie nicht hier und da doch etwas billiger bekommen könnten, weil sie… Hier besonders viel kaufen/ der Händler auch ein Zwerg ist und deshalb der Zwerg der Runde mit Ihm verhandelt und so 😀

    Meine Spieler sind so, dass sie auch immer in die Taverne gehen am Anfang und dort erstmal saufen wollen. Was ich nächstes mal als kleinen Gag machen werd ist, dass sie alle einen Schnaps bekommen, damit sie den Alkohol auch brav schmecken und ihnen dann sage ich an was sie sich noch erinnern. Da wäre dann diesmal ein Gespräch mit dem Priester im Dorf, der von einem dunklen Kult erzählt hat und der Schmied, dessen Eisenlieferant von Gerüchten einiger entführter Frauen berichtete. Dann können sie sich überlegen was sie tun wollen.
    Ich tippe spontan auf den Schmied, da sie dann sicher auf Vergünstigungen hoffen werden. 😀

    Liebe Grüße
    Joshua

      • Sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber unsere Sitzungen sind leider seeehhhhrrr unregelmäßig…

        Es ist wunderbar bei den Spieler angekommen und wir hatten einen heiden Spaß 🙂

  5. Super Podcast.
    Etwas das mich besonders interesiert.
    Wichtiger finde ich jedoch nicht den Abenteuereinstieg in eine Kampagne sondern noch stärker das aller erste Abenteuer, zwar behandelt, hätte mir aber gerne stärker behandelt werden können.
    Bitte nicht jede folge 3-4 mal sagen: „Ist sehr interesannt, kommen wir später sicher darauf zurück.“ Lieber ne kleine Notiz und später aufgreifen.

    • Hannes, lieben Dank für Dein positives und konstruktives Feedback! Du hast völlig Recht, das erste Abenteuer (meinst Du das erste Abenteuer überhaupt, das man spielt oder das erste in einem neuen System oder das erste Abenteuer innerhalb einer Kampagne?) ist sehr prägend. Ich habe mir immer sehr gut überlegt, was für ein Abenteuer ich nehme, um Neulingen einen Einstieg ins Rollenspiel zu geben, bin aber dann schlussendlich immer bei Cthulhu und dann oft bei einem One-Shot mit vorgefertigten Charakteren gelandet. Ich denke aber wirklich, dass das wirklich ein neues Thema wäre, das eine ganze Folge füllen könnte.

  6. Hallo, danke für den Cast!

    Leider wurde Barbie-Rollenspiel falsch erklärt: Das ist das Beschäftigen mit dem Charakter abseits des Spieltisches. Nicht Fokus auf Kleidung o.ä.

    Siehe Tanelorn.

    Grüße

    • haha @ „siehe Tanelorn“ 🙂

      Beim Barbierollenspiel liegt der Fokus meinem Verständnis nach auf plotabgewandtem, figurenfixiertem und sehr ausgestalterischem Rollenspiel. In dem Sinne passt das schon so, wie wir das verwendet haben. Freilich muss das nicht zwingend was mit der Kleidung zu tun haben.

      Aber ich achte in Zukunft mal darauf, wie andere Leute das verwenden, vielleicht liege ich ja tatsächlich falsch.

  7. Moin!
    Von mir noch zwei Anmerkungen zu den Anfängen. Die Idee mit „in medias res“ mit anschließendem Rückblick finde ich sehr gelungen, so etwas ähnliches habe ich auch schon das ein oder andere Mal gemacht. Mein persönlicher Favourit ist der Prolog, der vielleicht erst mal gar nichts mit der Gruppe zu tun hat, der aber irgendeine Vorgeschichte erzählt (wie die Anfangsszene des Herrn der Ringe oder eine Charaktervorgeschichte) oder die Geschichte von NSCs, die später mit den SCs in Verbindung kommen. Ich lasse dann meine Spieler vorgefertigte Charaktere spielen und die freuen sich dann, wenn sie sie später wiedertreffen und ärgern sich natürlich um so mehr, wenn sie vom Nemesis ermeuchelt werden: BÄM! Motivation.
    Das zweite ist Onkel Eberhardt. Ich weiß ja nicht, in was für Gruppen *ihr* so unterwegs seid, aber in meiner FATE-Gruppe dreht sich alles um persönliche Motivation. Der eine hat einen persönlichen Nemesis, der nächste eine gruselige Familiengeschichte und der dritte gehört einer Fraktion an, der er etwas schuldet. Erster Vorteil: Die Charaktere werden nie sagen: Ach nö, das interessiert mich jetzt nicht. Und zweitens: Sie werden mit Schicksalspunkten belohnt, wenn ihr Hintergrund sie in Schwierigkeiten bringt. Von da her würde ich niemals auf die Idee kommen, meine Helden in der Taverne anfangen zu lassen. 😉
    Gruß,
    Herr Littelmann

    • Die persönliche Motivation ist zweifellos die Königin der Motivationen, wir veräppeln das ja nur. Schuld an unserer Spöttelei sind die „generischen persönlichen Motivationen“, die eben gerade keine sind, sondern ganz offensichtlich nur fadenscheinig aufgesetzt. 🙂
      Eine gute persönliche Motivation ist aber durch nix zu ersetzen, klar.

      Deinen Herr-der-Ringe Ansatz (im Prinzip ist das ja der Erzählton der Epik) finde ich super, in diese Richtung werde ich mal noch ein bisschen weitergrübeln.

  8. Das Ultra-Kurz-Abenteuer von Carsten (Cthulhu: Ultima Ratio) hört sich spannend an. Gibt es eine Möglichkeit, irgendwie daran zu kommen? (Cthulhus Ruf 6 ist leider schon vergriffen.)

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