Folge 29 – Biotech

Erweiterte Gehirnfähigkeiten, zusätzliche Gliedmaßen, die Aufwertung zum Wolfsmenschen: Wo die Bioreaktoren grünlich blubbern und die Gummihandschuhe fröhlich schnalzen, dort ist der Frankenstein-Plot nicht weit. Wir reden über Biotechnologie, ihre unzähligen Implikationen und wir klopfen ab, wie sie das Rollenspiel bereichern kann.

Cast: Martin, Holger, Robert, Carsten Länge: 38:20

Inhalt:
00:17 Warnung aus aktuellem Anlass: Selbstreplizierende Biomaschinen sind unter uns!
01:00 weiße Kittel und Skalpelle: Wer hat das Zeug zum verrückten Biowissenschaftler?
03:15 die eigene Unsterblichkeit & du
06:20 Praxistipps: die Menschheit als solche produktiv umdesignen
12:50 Definitionen und Komplikationen
17:55 Biotech in Fantastik und Fantasy: Zurbaran, der DSA-Meisterchimärologe
25:10 Der Hausarzt empfiehlt: bedeutsame Biotech-Plots & Biotech-Tropen
28:25 Wildtypen vs. Züchtungen
34:00 vom Segen, ein Klon zu sein: biotechnische Aspekte im Rollenspiel

Links:
Regenerationswunder Axolotl
Schreckensszenario Überbevölkerung
Roman: Der Report der Magd
Das Schwarze Auge: Meisterchimärologe Zurbaran
Das Schwarze Auge: Meisteranagramm Abu Terfas
The Island
Shoggotten
Max Raabe: Klonen kann sich lohnen

[ Download der Folge als mp3 ] [ Archiv ]

3 Gedanken zu „Folge 29 – Biotech

  1. Pingback: Aus dem Limbus: Myranorspiel, Schleiertanz, Chimärotech & Larp-Gewand | Nandurion

  2. Heute will ich leben. An jedem Tag, an dem ich leben will, will ich noch einen weiteren Tag leben. Also will ich ewig leben – Beweis durch vollständige Induktion. QED
    Ich bin mir nicht sicher, ob die Gesellschaft mir erlauben sollte, ewig zu leben, nur weil ich das will. Wir erlauben dem Porschefahrer ja auch nicht, in der Spielstraße 150 km/h zu fahren, nur weil er das will.

    Eure Vorstellung von Evolution ist übrigens eher falsch. Menschen sind an die moderne Welt nicht perfekt angepasst. Sie sind nicht einmal an die Savanne perfekt angepasst. Evolution findet Lösungen, aber nicht unbedingt die besten. Man denke an den blinden Fleck im Auge. Die Vorstellung, die Evolution hätte uns bereits unverbesserungsfähig geschaffen, ist einfach Unfug.

  3. @Lichtbringer, Du hast völlig Recht – Menschen sind mitnichten perfekt an die moderne Welt angepasst. Das sagen wir zwar auch in der Folge, wir hätten das aber ruhig noch deutlicher machen können: Ich kann mich noch gut an eine Physiologie-Verlesung und die eindrucksvolle Präsentation eines Biologieprofessoren erinnern, der uns das Bild eines wilden Steinzeitmenschen und eines modernen Menschen mit Anzug und Laptop zeigte und uns darauf hinwies, dass sich die Gene der beiden Menschen kaum geändert haben, deren Leben aber fundamental. Wo Du die Savanne erwähnst, da gab es doch mal eine Hypothese (die inzwischen aber wohl widerlegt wurde), wonach der aufrechte Gang des Menschen für das Leben in der Savanne entwickelt worden sei. Interessant finde ich Dein Beispiel mit dem blinden Fleck im Auge – gibt es denn Situationen, wo dieser als nachteilig zeigt? Der blinde Fleck ist ja durch den Austritt des Sehnervs bedingt. Gemeinhin merken wir aber gar nicht, dass wir einen blinden Fleck haben, da unser Gehirn die fehlenden Informationen sinnvoll verrechnet. Man kann ich ihn aber experimentell „sichtbar“ machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Blinder_Fleck_(Auge)
    Und ja, Evolution arbeitet überhaupt nicht zielorientiert. Von etlichen Variationen setzen sich mit der Zeit einfach diejenigen durch, die für die jeweiligen Umweltbedingungen und Lebenssituationen am günstigsten sind. Die Frage, ob man künftig mit Gentechnologie Menschen schaffen kann, die besser an die aktuellen Bedingungen angepasst sind, ist sicherlich berechtigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.