Folge 80 – Death Frost Doom

Lamentations of the Flame Princess und kein Ende: In der heutigen Folge liefern wir einen Spielbericht aus erster Hand. Wir wagen uns hoch hinauf auf einen Unglücksberg und von dort tief hinab in die Abgründe unter den Bohlen einer einsamen Hütte. Hält Lamentations, was es verspricht? Wie gut funktionieren absurde Zufallstabellen? Können Alpha-Rollenspieler wie wir einen makellosen Durchmarsch und eine neue Bestzeit hinlegen?

Cast: Martin, Holger, Carsten, Dominik Länge: 53:46

Inhalt:
01:15 Warum Death Frost Doom spielen und nicht zum Beispiel lieber Kegeln gehen?
06:55 ausziehen, um das Fürchten zu lernen: Vorbereitungen und Erwartungshaltungen
12:05 den Vibe des Spiels leben: strahlende Helden zufallsgenerieren
17:48 Zeitdruck, Konfusionen, Sprachbarrieren: weirder Horror auch für den Spielleiter
23:30 den Angstschweiß mit dem Heldenbogen abtupfen: Nuancen der Gruseligkeit
25:13 Rahmenbedingungen und Störvariablen: das Kanapee als Rollenspiel-Labor
35:51 War das Abenteuer gut? Hat das Abenteuer gerockt? Hat jemand geweint?
41:24 Requisiten, Bühnenbild & Staffage: Horrorambiente und Herausforderungsniveau
48:17 Zufriedenheit durch Zerfleischtwerden: Welcher Spieler hat gewonnen?
52:01 Death Frost Doom: Fazit und Generalkritik

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Death Frost Doom (LOTFP) & Symbaroum-Grundregelwerk (Symbaroum)
Mäzenaten: Tanja (Emporion of Games), James Raggi IV (LOTFP)
Beantworte in den Kommentaren bis zum 12.11.2017, 24 Uhr, folgende Fragen: „Welchen Eindruck hast du von Death Frost Doom? Wäre unser Spielabend etwas für dich gewesen?“

Links:
Death Frost Doom (LOTFP)
Death Frost Doom, revised Version (LOTFP)
Death Frost Doom (Sphärenmeister)
LOTFP random character generator
Eskapodcast – Folge 77: Atmosphäre erzeugen

[ Download der Folge als mp3 ] [ Archiv ]

27 Gedanken zu “Folge 80 – Death Frost Doom

  1. Kurze Info in eigener Sache: Die Gewinnspielfrist wurde an den neuen Senderhythmus angepasst, d.h. nach Ausstrahlung der Folge hat man jetzt ZWEI Wochen Zeit, um die Bücher abzuräumen, nicht nur eine. 🙂

  2. Nach der dritten Foge über Lamentations wird mir immer klarer, dass dieses Spielsytem mir so gut wie gar nicht zusagt. Dungeons sind mir ein Greul, auch wenn sie mit Toiletten ausgestattet sind. Zufällig ausgewürfelte oder zufällig bestimmte Charaktere, die alle Nase lang ihr Leben lassen um dann durch die nächsten zufälligen und damit sinnlosen Charaktere ersetzt zu werden, wiederstrebt meinem Spielstil völlig.
    Vor 30 Jahren wurden schon Debatten über den Sinn und Unsinn von Zufallstabellen geführt und heute habe ich wirklich keine Lust mehr mich mit derlei Dingen zu langweilen. Ich finde es wubderbar, wenn Charaktere auf eine Welt und die zu erzählende Geschichte abgestimmt sind und habe auch keine Schmerzen, wenn sie innerhalb der Story an einen Punkt gelangen, an dem ihre Geschichte endet. Zu wissen, man benötigt mindestens drei Ersatzcharaktere für zwei Abende, schrenkt meine persönliche Bereitschaft mir Hintergrundsgeschichten auszudenken doch arg ein. Einen atmosphärischen Abend mit Musik und gruseligem Ambiente finde ich sehr verlockend, aber die Geschichte und die Hintergrundswelt sollten schon zueinander passen. Ein Abenteuer, in dem es hauptsächlich darum geht sich mit Kinderleichen-Monstern auseinander zu setzen, halte ich persönlich für fragwürdig. Das böse Ende einer Geschichte hat natürlich etwas und auch die Tatsache, dass mit den Spielererwartungen gespielt wird klingt sehr interessant. Um jetzt die Frage zu beantworten, der Abend mit einem anderen System und Abenteuer wäre bestimmt etwas gewesen, so eher nicht.

    • Ich kann deine Position voll und ganz nachvollziehen und halte sie auch für valide.

      Mir schwebt eine Folge vor, die sich mal mit der Bruchkante zwischen den weltverankerten und den beliebigen Spielvarianten auseinandersetzt, denn meiner Meinung nach gibts hier auch ein ziemlich solides Schisma, nicht nur zwischen Würfeln & Erzählen.

      • Das klingt nach einem guten Plan. Für mein Empfinden gewinnt ein Spiel unglaublich an Tiefe, wenn die Charaktere aus einem bestimmten Grund da sind und eine eigene Agenda haben die im Idealfall mit der Geschichte eng verwoben ist. Vor allem stellt sich die lästige Frage nach dem „Warum machen wir das alles eigentlich mit?“ nicht mehr.

    • Ich kann Jan hier inhaltlich voll zustimmen, würde es aber nicht ganz so negativ ausdrücken. LotfP trifft nicht meinen Geschmack da schon bei D&D die Aneinanderreihung von Zufallsbegegnungen seltsam vorkam:
      – Warum leben all diese Monster so nahe beisammen in einem Dungeon und haben sich noch nicht gegenseitig umgebracht?
      – Charaktertod als Mittel die Grausamkeit/hohe Sterblichkeit der Welt rüber zu bringen? Ich sehe da wenig Mehrwert da ich mehr von der erzählerischen Seite komme. Von diesem Standpunkt reisst der (vorzeitige) Heldentod mehr Handlungsfänden auseinander, als das ein durchgängiges Bild entsteht – also es entsteht schon eines, aber das ist eher buntes Chaos anstatt klarer Linien :-/
      – auf dem Youtube-Kanal von OrkenspalterTV gibt es ein Interview mit dem Macher hinter LotfP und wo er für Martin sympatisch rüberkommt wirkt seine Art wie er sich Rollenspiel vorstellt eher wie „schmeiss alles zusammen und lass uns sehen wie es dann schmeckt“. Das ist nicht meins – muss es auch nicht. Wir mögen ja auch nicht alle Volksmusik von daher ist Vielfalt was Gutes 😉

      Zurück zu den Zufallstabellen und jetzt mal konstruktiv: Ich nutze die Zufallstabellen als ein „Pick Dirs raus“ und suche dort ein-zwei Passende Begegnungen die zur Gruppe passen (positiv wie negativ) um die passende Würze hinzu zu geben um beim Kochvergleich zu bleiben.

      —-
      Großes Kompliment übrigens noch für den Neuzugang Dominik. Ist zwar eine andere Spielergeneration als ich – aber das bereichert die Diskussion und bringt mich als Höhrer auf neue Ideen. (Ähnlich wie Thomas als Erzählspieler und Micheal als Simulationsspieler in dem Podcast von euren Erzfeinden den ich natürlich nicht einschalte. 😉

  3. Hm, langsam könntet ihr auch mal ein anderes System abgrasen.
    Ich weiß nicht, was ich von diesem Abenteuer halten soll. Wie ich schon einmal schrieb, mag ich zwar die atomaren Bestandteile, aber die Gesamtkomposition ist dann doch zu extrem kampf- und verlieslastig. Nennt mich elitär, aber ich finde plausible Welt- und Charakterhintergründe schon was Feines.
    Vielleicht liegt das aber auch daran, dass dies tatsächlich ein Abenteuer ist, welches ich noch nicht las.

    • @Lichtbringer, das ist die letzte Folge zu LotFP – letztendlich war es für uns nur konsequent uns ein Abenteuer heraus zu greifen, dieses genau unter die Lupe zu nehmen und einem Spieltest zu unterziehen. Das Abenteuer, das ursprünglich 2009 erschien, war übrigens die erste Veröffentlichung zu LotFP und hat den Erfolg des Systems mit begründet.
      Für mich als Spieler war es vor allem sehr eindrucksvoll zu erleben, was Zufallstabellen leisten können. Und für meine Figuren hatte ich mir wirklich einen Hintergrund überlegt und mit den „Rechtschaffenden Reisenden“ sogar einen Orden ersonnen. Das war überhaupt nicht geplant und hat sich bei mir bei der Charaktererschaffung einfach so ergeben.

  4. Welchen Eindruck hast du von Death Frost Doom? –
    Als erstes musste ich dank des Titels sofort an „Blood Fire Death“ von Bathory denken.
    Die Idee mit der einsamen Hütte ist schon cool, ich mag HORROR, aber vom Abenteuer selbst konnte ich mir
    jetzt noch keinen richtigen Eindruck machen, da ich es nicht gelesen habe.
    Ihr beschreibt ja eher, was ihr so im Abenteuer getan habt ohne Story zu spoilern. 😉
    Erste hälfte Charakterplay und zweite hälfte Dungeoncrawl ist jetzt auch nichts neues.
    Wie gesagt ich müsste das Abenteuer erst lesen um den Hintergrund der Story zu erfahren.

    Wäre unser Spielabend etwas für dich gewesen? –
    An und für sich bin ich eh für jeden Spieleabend zu begeistern. Hauptsache zocken. 🙂
    Gefährlich wäre da nur die Couch. Erfahrungsgemäß sorgt bei unseren Sitzungen eine Couch
    für erhötes einschlafpotential. 🙂

    Gruß,
    Daniel

  5. Oje, nach eurer Darstellung des Abenteuers muss ich ja echt sagen, dass mich das auch nicht reizt. Zwar habe ich mir nach dem Eskapodcast zum Thema Lamentation of the Flameprincess , die Abenteuer:No Salvation for Witches, England Upturn’d und Scenic Dunnsmouth gekauft,weil ich habe irgendwie den Eindruck, dass in Deadlands einbauen zu können. Falls nicht, habe ich noch ferner im Kopf, Solomone Kaine zu leiten…
    Bei Eurer Vorstellung stoße ich mich an der Mentalität, dass die Figuren Wegwerfware sind. Gefahr und Risiko sollen sein, aber eine garantierte Mortalität von 50 % steigern nicht meinen Spielspass.
    Es wird mich nicht hindern, die vorhandenen Abenteuer zu leiten und ggf. zu entschärfen, denn von den Ideen her kribbelt es mir in den Spielleiterfingern.

    Meine Gruppe und ich spielen die Figuren lange und gerne. Deshalb scheint der Lamentations – Kosmos nicht unserer zu sein. Es wirkt für mich ein bisschen, wie ein Brettspiel, wo die Pöpel in Krieger oder Zaubererform halt mal schnell ersetzt werden können. Das spiele ich auch gerne mal, aber als Dauerbeschäftigung wie RSP sehe ich LotFP in seiner Reinform nicht.

    • Das mit der hohen Mortalität der Figuren ist wirklich ein Knackpunkt bei LotFP. Für ein Oneshot war das für uns ja kein Problem und hat die Spannung auch erheblich gesteigert. Die Frage ist wirklich wie es sich damit verhält, bzw. welche Lösungen es gibt, wenn man mit einer Heldengruppe mehrere Abenteuer hintereinander spielt. In mehreren LotFP Produkten, wie auch in Death Frost Doom, wird auch darauf eingegangen wie sich das Abenteuer in eine Kampagne einbauen lässt. Und prominente LotFP-Autoren wie Zak S. spielen in ihrer Runde auch Kampagnen. Allein, wie das genau funktionieren soll, würde mich auch interessieren. Weiß da jemand mehr oder hat Erfahrungen?

      • Ich glaube das ist wieder einer dieser Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem „deutschen“ Rollenspiel, man versteht unter einer „Kampagne“ einfach unterschiedliche Dinge.

        Deine Definition einer Kampagne ist, dass „man mit einer Heldengruppe mehrere Abenteuer hintereinander spielt“.
        Im Mittelpunkt dieser Definition stehen die Charaktere.

        Im alten Spielleiter-Handbuch zu LotFP (im Wesentlichen eine Sammlung von Tipps für das Leiten von Rollenspielen im Allgemeinen, und von Old School Spielen im Speziellen) gibt es ein Kapitel zum Thema Kampagnen, und das beginnt so: „A campaign is the overall environment in
        which all of your adventures take place. That is
        to say, if your adventures each take place in a
        specifc local environment, then the campaign
        is the greater world around those locations.“
        (Das PDF gibt es kostenlos bei RPGNOW: http://www.rpgnow.com/product/148012/LotFP-Referee-Book-old-Grindhouse-Edition)

        Das ist eine Definition, bei der die Spielwelt einer Kampagne im Mittelpunkt steht, unabhängig davon ob eine bestimmte Heldengruppe anwesend ist oder nicht.

        Stell‘ es dir vielleicht vor wie Game Of Thrones. Da geht die „Kampagne“ auch weiter, unabhängig davon, das reihenweise Hauptfiguren den weiteren Verlauf nicht mehr erleben. 😉

        An weiteren Stellen des oben verlinktes Buch heißt es z. B. auch, dass es ganz normal es, dass Level 1 Charaktere sterben. Neuen Charakter auswürfeln, weiter spielen. An wieder anderer Stelle wird darauf eingegangen, dass es einfach Teil des Spiels ist, dass Figuren sterben, und wie man auf höheren Leveln am besten damit umgeht.

        Das ganze kann aber natürlich nur in einem System funktionieren, in dem ein neuer Charakter in wenigen Minuten erstellt ist. Mit einem System, in dem es Stunden dauert seinen Charakter zu erstellen, zu individualisieren und zu optimieren, und ihn dann vielleicht auch noch mit einer detaillierten Hintergrund-Geschichte auszustatten (am besten seitenweise), kann dieser Spielstil nicht funktionieren, das führt zwangsläufig zu Frust.

        Man liest in diesen Veröffentlichungen überall das „Mindset“ dieser Spiele heraus, das auch in einer eurer Folgen angesprochen wurde (ich glaube von Dominik): sie richten sich in erster Linie an die Spieler, während sich modernere Spiele häufig eher an die Charaktere richten.

        Zu dem Thema lohnt es sich auch mal den „Quick Primer for Old School Gaming“ von Matthew Finch zu lesen, auf deutsch übersetzt und gratis zum Download verfügbar bei System Matters: https://www.system-matters.de/osr-fibel-herunterladen/

        Zitat: „Es geht nicht um Typen, die es gleich von Anfang an mit zehn knüppelschwingenden Bauern gleichzeitig aufnehmen können. Es geht um einen harten, wirklichkeitsnahen Einstieg.“

        Fazit: Ob eine Kampagne mit LotFP und anderen tödlichen (Old School) Systemen funktioniert, hängt maßgeblich von der Definition einer Kampagne ab. Wenn man davon ausgeht, dass eine Kampagne aus den Abenteuern einer festen Heldengruppe besteht, dann wird es schwierig. Wenn man aber annimmt, dass es auch eine Kampagne ist wenn die Spielwelt die Konstante ist, in der Figuren sterben und neue dazu kommen können, dann funktioniert es. (Nach dieser Definition ist übrigens auch keine feste Gruppe an Spielern für eine Kampagne nötig. Der Spielleiter ist demnach die einzige Konstante am Tisch.)

        • Danke für den ausführlichen Hinweis!
          Es ist ganz hilfreich diese beiden Mindsets mal so deutlich genannt zu bekommen. Wenn ich weiß, worauf ich mich einlasse, dann sperre ich mich nicht gleich so. Oder der Charaktertod ist halt nicht so wild.

        • @Olli, herzlichen Dank für Dienen sehr fundierten und erhellenden Beitrag – das erklärt wirklich, wie eine „Kampagne“ in einem Old School Rollenspiel (OSR) wie LotFP funktionieren kann. Ich habe zwar z.B. in „Brood Mother Sky Fortress“ auch Beschreibungen zur einer Kampagne gelesen, da hatte wohl aber meine rollenspielerische DSA-Prägung mein Verständnis getrübt. So gesehen würde eine „Kampagne“ nach OSR auf Aventurien übertragen vielleicht z.B. bedeuten „Im Mittelreich, 1030 BF“.
          Hast Du denn Erfahrungen mit OSR Kampagnen und wie sich diese mit der hohen Heldensterblichkeit am besten gestalten lassen?

  6. „Wäre unser Spielabend etwas für dich gewesen?“

    Die Erfahrungen anderer sind immer gut und lassen einen über den Tellerrand schauen. Zwar habe ich keinen Jengaturm und werde den nicht extra kaufen, aber die Idee ist gut und für Dungeoncrawler sicherlich ganz nützlich.

  7. Ja. Ich mag Lamentations!
    Weil die Idee außergewöhnlich ist und es mich immer an I hate Fairyland erinnert.
    Hm… Ist die Flammen Prinzessin möglicherweise ein alter Ego von Gert?
    Die Bücher sind voller großartiger Einfällen und Inspirationen für eigene Abenteuer.
    Und zur hohen Mortalität der Charaktere:
    Wir spielen schon sehr lange Chtuluh und wir haben schon den Orient Express abbrechen müssen weil wir alle gleichzeitig dahin geschieden waren.

    Ps: Ich muss glaube ich muss mal in den Keller und das alte Jenga suchen 🙂

    • @Paul Blau, kenne leider I hate Fairyland und Gert nicht, kannst Du das vielleicht noch ein wenig mehr ausführen?
      Hey ja der Orientexpress ist dafür berüchtigt. In dieser Cthulhu-Kampagne wird aber auch am Anfang explizit empfohlen, mit 2-3 Investigatoren pro Spieler zu starten, bzw. entsprechend viele Ersatzcharaktere parat zu haben. Habt ihr denn seitdem den Orient-Express seitdem nicht mehr weiter gespielt?

  8. Die Folge hinterlässt mich etwas ratlos.

    Es ist löblich, dass ihr nicht spoilern wollt, aber dadurch fehlt der Kern:
    Dungeon-Crawl oder Spannungspiel kann man mögen oder nicht, für beides klingt DfD okay, aber nicht grandios, aber das besondere an Lotfp ist ja der „Weird-Factor“.
    Wie originell ist der Twist, wie krank die Räume, wie abgefahren die Ereignisse? War es stimmig oder lächerlich? Wie viele Idee werdet ihr demnächst in eigenen Abenteuern verwenden? 🙂

    • Es ist halt echt ein Drahtseilakt, denn ich denke, wir hätten schon einen gewissen Schaden angerichtet, wenn wir das Abenteuer für jeden Hörer zerstört hätten.

      Aber ich kann auch gerne so noch Fragen beantworten, wenn du noch was Spezielles wissen willst. 🙂

  9. Danke 🙂

    1) Du scheinst das Abenteuer gerne geleitet zu haben. Hättest Du das Abenteuer auch gerne gespielt?
    2) Wem würdest Du das Abenteuer empfehlen? Und wem nicht?

    • zu 1) Ich hätte das Abenteuer auch gerne gespielt. Die Aussage ist leider unspezifisch, weil ich immer spielleiten muss, und daher immer auch gerne alles selber spielen würde. 🙂
      Ganz konkret bin ich nach wie vor total durchgegruselt und ausgecreept vom großartigen Veins of the Earth und lese da jeden Tag 10 Seiten drin herum und dieser ganze abgründige weirde Horror macht mir echt einen Heidenspaß und inspiriert mich total. Death Frost Doom schlägt vom Ansatz her genau in die selbe Kerbe, daher: Ja, bitte, hätte ich spielen wollen. Das nächste solche Abenteuer spielleitert jemand anderes für mich.

      zu 2) Ich empfehle das Abenteuer jedem, der sich erfrischen lassen möchte. In diesem Sinne ganz besonders jedem DSA-Spieler (bzw. jedem anderen anständigen Rollenspieler). Am besten ohne Vorwissen voll rein ins Abenteuer, mit einem Stapel von vorgenerierten Figuren bei der Hand und ab geht die Luzie.

      Vom Abenteuer abraten will ich niemandem. Wer erwachsen ist, der kommt mit ein paar harten Horror-Elementen mMn zurecht, das ist kein Ausschlusskriterium. Ich würde den oben genannten DSA-Spielern höchstens davon abraten, ausgerechnet ihre liebgewonnenen DSA-Figuren in dieses Abenteuer zu schicken. 😀

      Das Abenteuer ist auch deshalb so cool, weil es in Form eines sehr schmalen Büchleins daher kommt. Ich empfand das als große Erleichterung beim Lesen und beim Leiten.

      Frag ruhig noch mehr. 😀

  10. Ich finde LotFP in Ordnung, gerade weil das fehlende Grundsetting verschiedene Atmosphären und Spielstile zulässt. Durch die „weird“ Komponenten brauche ich persönlich da auch keine konsistente Welt/Dungeon, denn die stehen ja irgendwie im Mittelpunkt und machen das Spiel aus. Allerdings funktioniert das Ganze für mich nur als OneShot für wenige Spielabende. Für Kampagnen & Co. fehlt dann doch die Konsistenz, die sich durch den ganzen abgefahrenen und verrückten Kram in LotFP auch nur schwer herstellen lässt, der außerdem Gefahr laufen dürfte, sich abzunutzen. Die Tödlichkeit des Systems spielt dabei natürlich auch eine Rolle, obwohl man da als SL zur Not noch nachjustieren könnte.

    Fazit: Death Frost Doom? Gerne! Aber danach ein bisschen Pause bis zur nächsten LotFP-Session.

  11. Au Backe, ich hab‘ gar nicht mitbekommen, dass es seit dem Vögte-Interview schon wieder neue Eskapodcast-Folgen gibt! Drei Folgen zu LotFP?! Mega! Die hab‘ ich direkt am Stück gehört, die Atmosphäre-Folge kommt als nächstes dran.

    Ich schleiche schon seit Monaten fasziniert um das ganze OSR-Zeug herum und lese hier und da mal rein. Die LotFP Grundregeln, Vorheim und A Red & Pleasant Land hab‘ ich sogar im Schrank stehen! Darum erstmal vielen Dank, dass ihr mir mal grob umrissen habt, was in zwei dieser drei größtenteils unangetasteten Bücher in meiner Sammlung eigentlich drin steht, haha. Ernsthafte Versuche das Ganze auch auf den Spieltisch zu bringen habe ich nämlich bisher nie unternommen.

    Irgendwie war die „Sprachbarriere“ am Ende des Tages ein zu großes Hemmnis. Und das, obwohl ich das Englische eigentlich sehr gut beherrsche. Aber bisher habe ich nie mit englischem Material auf Deutsch gespielt, das kam mir irgendwie lästig vor. Okay, man könnte sich dann einfach ein bisschen gründlicher vorbereiten, aber das ist dann ja bestimmt Mehraufwand, ach komm‘, ich les‘ einfach was anderes…

    Ich denke das wird sich bald ändern.

    Mein Eindruck vom Death Frost Doom? Genau mein Ding! Episch lange Kampagnen kann ich im Ruhestand wieder spielen, dafür ist die Zeit zu knapp. Barbie-Spiel in minutiös simulierten Spielwelten ist auch nicht meins. Klingt abfällig, meine ich aber eigentlich gar nicht so, am Ende aber irgendwie doch. 😉 Beim Rollenspiel wie ich es mag müssen die Fetzen fliegen, Charaktere müssen schnell erstellt werden können, und am besten gibt man sich am Tisch vor Lachen High Fives, wenn wieder bekloppte Dinge passieren, und/oder eine Figur spektakulär das Zeitliche gesegnet hat.

    Die Grundannahme der Old School Spiele, dass man Jedermann-Charaktere spielt die an sich überhaupt nichts besonderes sind (und auch keine ausgefeilten Charakter-Hintergründe brauchen) und erst durch die Geschehnisse am Spieltisch zu Helden werden (wenn sie denn überleben) finde ich faszinierend. Einfach schnell einen Charakter zusammenwürfeln und rein in die Action. Wenn die Figur überlebt und die 2. oder 3. Stufe erreicht kann ich mir mal Gedanken darüber machen, wer die Figur eigentlich ist.

    Der Spielabend wäre mit Sicherheit etwas für mich gewesen, und ich werde jetzt mal meine Komfortzone verlassen und die englischen Bücher in die Hand nehmen, um hoffentlich bald selbst einen Abend mit dem dem Material zu leiten.

  12. Mich erinnert der Name des Abenteuers ja an diese Polizeimeldung in „Demolition man“. Murder Death Kill. Wäre ja auch mal ein Titel für ein Abenteuer.

    Mein Eindruck:
    Insgesamt bin ich im Rollenspielbereich immer ziemlich offen für neue Systeme, Welten, Spielweisen. Ich finde das immer ziemlich cool. Eine Runde, wo wir Ratten / viktorianische Detektive / Kung Fu Meister / … spielen? Super, bin ich dabei!

    Der ganze OSR Hype holt mich aber nicht so richtig ab. Ich fand es eigentlich ziemlich knorke, als das Rollenspiel von Zufallstabellen, random Encounters und Computerspiel-Dungeons zu durchdachten Plots und Begegnungen mit Relevanz überging… 🙂
    Von daher ist mein Eindruck von LotFR und dem Abenteuer eher gemischt: Ein guter Spielleiter kann da ganz bestimmt ein tolles Erlebnis draus machen, die Zufallstabellen zu was Spannendem zusammenpuzzlen, die Mortalität durch hübsche Ausschmückungen der Todesarten gestalten 😉
    Aber wenn ich die Wahl hätte zwischen Death Frost Doom und irgendwas anderem, würde ich wohl irgendwas anderes wählen.

    Wäre unser Spielabend etwas für dich gewesen?
    Nur, wenn Martin Licht aus und Kerzen anmacht (ich versprech auch, ich würde nicht lachen)! Aber im Ernst: Wenn der Spielleiter da tolle Atmosphäre aufbaut, warum nicht. Ein One Shot geht immer. Euer Spielabend wäre also sicher was gewesen, zumal alle einig sind, dass er spannend war, aber mehr als ein Abend müsste nicht nunbedingt sein, sonst werde ich vor lauter neuen Ersatz-Charakteren noch ganz verwirrt.

  13. Besser spät als gar nicht ^^

    Ich hab bisher noch nichts von LotFP gespielt, hab aber von nem Kumpel eigentlich nur Gutes darüber gehört und bin eigentlich auch mega darauf gespannt, das endlich mal zu testen. Vom Flair her sprechen mich die ganzen verrückten Sachen schon ziemlich an, ich mag sowas einfach 🙂 Und nach all den Vampire-, Cthulhu- und Sci-Fi-Rollenspielen in letzter Zeit wäre ich schon mal wieder gewillt, einfach nen „schnöden“ Oldschool-Dungeon zu zocken ^^ Das Schöne an LotFP ist ja, zumindest scheint es mir so, dass man da nicht so viel Railroading hat und sich die Abenteuer auch einfach zur Anregung für eigene Dinge mal geben kann. Ich hab mir auf der Spielemesse daher auch mal das Carcosa-Buch geholt und schaue mal, ob ich davon was für meine bald anstehende Cthulhu-Gruppe verwenden kann. Und zu eurer 2. Frage: Klingt auf alle Fälle so, als wäre es eine „lustige“ Session gewesen und von daher wäre es auch was für mich gewesen. Überraschungen, coole Atmosphäre, Rätsel, Spannung und Chaos sind genau mein Ding. Daher: vielen Dank für den Podcast und ich hoffe, ich hab auch mal die Gelegenheit, das Abenteuer zu spielen!

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