Folge 79 – Vornheim, die labyrinthene Stadt

Lamentations of the Flame Princess bricht einmal mehr mit den Erwartungen: Ein kleines Büchlein soll Vornheim, eine durch und durch seltsame Stadt, keinesfalls beschreiben. Stattdessen soll das Buch den Leser dazu befähigen, Vornheim im Spiel einzusetzen. Soso, aha. Hm. Wir wollen wissen: Handelt es sich hier um einen schlimm verkopften Ansatz oder um ein visionär praxistaugliches Experiment?

Cast: Martin, Holger, Carsten, Dominik Länge: 40:48

Inhalt:
01:31 Oh, Vornheim, du prozessorientierter Premium-Städtegenerator!
03:10 Grafik und Design von Zak S.: Bewährt seltsam.
05:30 Städtespielhilfen: hilfreiche Geländer oder stählerne Korsette?
10:55 Plothooks, Prägnanz, ausreichend Parkplätze: Was macht eine Stadt interessant?
11:27 der Buchumschlag als Buchinhalt: Vorsprung durch Technik
17:25 Zweizeiler, die die Welt bewegen: lapidare Setzungen mit erheblichem Impact
19:55 Spotlights: ein Medusenhaus, der Zoo von Ping Pong und ne olle Bücherei
23:10 Shadowtalk, nur dass die Talker echte Leute sind: weg mit der vierten Wand!
28:03 Zufallstabellen, wohin das Auge blickt. Zufallstabellen galore!
33:46 Vornheim, The Grey Maze: Fazit und Generalkritik
37:59 Dunkle Geheimnisse in Aventurien? Enthüllt: Die wahre Herkunft von Al’Anfa!

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenke: Vornheim, The Grey Maze (LOTFP) und Wilde Welten (Savage Worlds)
Mäzenaten: Tanja (Emporion of Games), James Raggi IV (LOTFP)
Beantworte in den Kommentaren bis zum 22.10.2017, 24 Uhr folgende Fragen: „Welchen Eindruck hast du von Vornheim? Wie verwendest du Städtespielhilfen?“

Links:
Vornheim, The Grey Maze
Vornheim Buch + PDF (LOTFP Shop)
Zak S. Sketchbook
Vornheim (Sphärenmeister)
Tödliches Al’Anfa
Deadly Nightside

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24 Gedanken zu “Folge 79 – Vornheim, die labyrinthene Stadt

  1. Vornheim? Großartig. Noch besser finde ich den Vornheim-Firefly-Hack, dass generiert für Fireslayers zuverlässig tolle Plotelemente – und ähnlich zuverlässig funktioniert Vornheim selber.

  2. Welchen Eindruck hast du von Vornheim? – Was ich bis jetzt so gehört habe gibts da echt ein paar tolle Ideen im Buch, über die ich noch nie nachgedacht habe. Ich finde auch den Ansatz reizvoll durch Zufallstabellen „gezwungen“ zu sein seltsame Dinge aufzugreifen. An der Decke laufende Goblins können auch ganz schön creepy sein, wenn das Haus total abgedunkelt ist und man immer nur tapsende Geräusche von der Decke hört. Ich stell mir vor wie die Goblins an der Hohen Decke heimlich durch die Räume huschen.^^ Ich würde Vornheim für One-Shots verwenden.
    Wie verwendest du Städtespielhilfen? – Als Spieler liebe ich es Geheimnisse zu erforschen und auf den Grund zu gehen. In der Vergangenheit war ich meist SL und habe, da ich selten Spieler sein konnte, vorgefertigte Städtespielhilfen einfach durchgelesen um die spannenden Geheimnisse der Stadt zu erfahren. Ich lese auch bei Computerrollenspielen am Ende immer noch mal die Komplettlösung durch, damit ich auch alle Ereignisse kenne, welche ich nicht im Spiel entdeckt habe. Im Spiel verwende ich nur vorgefertigte Städtespielhilfen, wenn die Spieler es wünschen in der „offiziellen“ vorgefertigten Stadt zu spielen.

    Schönen Gruß

  3. Vornheim ist für mich ein Meisterwerk in digital. Denn so nutze ich es immer wieder. Ich habe es auf dem Tablet dabei und wenn die Zeit zur Vorbereitung knapp ist, stöbere ich darin herum und hole mir gute Ideen. Es ist tatsächlich das einzige Stadtbauheft, welches ich überhaupt nutze, da ich meistens aus meiner eigenen Fantasie schöpfe – oder aus den Ideen der Mitspielerinnen.
    Es ist kurzweg rundum gelungen, ein kleines Ding mit epischen Ausmaßen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich ein riesiger Fan der Arbeit von Zak S. bin und der ganze Shitsorm, der im Netz so kursiert interessiert mich recht wenig, solange er solche Dinger raushaut.
    Noch einmal in Kürze: Innovativ, gespenstisch frisch und einfach spannend zu lesen.
    Städtespielhilfen habe ich früher häufiger genutzt. Zunächst sehr rigide, später immer freier, bis heute, wo ich mit Vornheim eigentlich alles bekomme, was ich brauche.

    Klagende Grüße

    • Nutzt du Vornheim dann so, wie es gedacht ist, also würfelst du wirklich auf irgendwelchen Tabellen herum und lässt dich vom Ergebnis überraschen? Oder lässt du dich in erster Linie nur davon inspirieren und pickst dir einfach heraus, was dir gefällt?

  4. Ich habe mich bisher mit der eigenen Fantasie begnügen müssen.
    Auch wenn die Vorschläge in Vornheim extrem sind, bin ich begeistert.
    Bisher war mir der gesamte Cosmos um die Flammen Prinzessin unbekannt. Also bin ich Euch sehr dankbar für die Vorstellung.
    Auf der Spielemesse werde ich James Raggi IV von Euch grüßen 😉

    • Also, wenn du den von uns wirklich grüßen würdest, das wäre sau cool. Echt jetzt. 🙂 Der ist halt wie gesagt ein Ami, da musst du das anglophon erledigen.

      • Ich war da und habe gedankt.
        Er hat sich sehr gefreut. Er war schon auf einigen Messen aber niemand kannte das System. Und so Verkauft es sich nicht gut…
        Na dank Euch renne ich jetzt über die Spielemesse mit schwerem Rucksack.

          • Natürlich habe ich ihm erzählt, daß ich von Lamentations über Euch gehört habe.
            Ich bin jetzt im Besitz von signierten Regel Werken.

        • Sau cool. 😀

          Ich glaube, da hat sich gerade jemand für ein kleines Geschenk außerhalb der Reihe qualifiziert. 😀 Ich melde mich in den nächsten Tagen bei dir.

  5. Ähnlich wie bei Beyond the Wall kann man in Vornheim sehr viel erwürfeln und dann die Kombination nutzen. Da kommen wirklich andere Sachen raus, als man sich selber ausdenkt. Nach einer gewissen Zeit fallen einem ja nur noch die gleichen Sachen ein.
    Ich bin ja bekennender Low-Fantasy-Fan. und ich merke, dass ich mich bei euren genannten Beispielen innerlich sperre, weil es mir zu obskur ist.
    Aber genau das soll mein Ansporn sein, Vormheim mal zu nutzen. Ebenso finde ich die Idee sehr reizvoll sich eine Stadt und ein Abenteuer by the Way zu erschaffen und dann improvisieren.
    Nun kann man das erwürfelte Städtchen dokumentieren und damit Sicherheit schaffen, oder, und dazu neige ich , eine sich ständig änderne Stadt zuzulassen und immer neu auszuwürfeln. So kannman die Stadt in dem Film Die Reise ins Labyrinth von Jim Henson vielleicht simulieren.

  6. …… ich vergaß die Stadtspielhilfen.
    Ich kaufe die gerne, weil die immer einen Ideensteinbruch darstellen, die man ja fast überall einsetzen kann. Ich spiele zwar kein DSA, Midgard oder Shadowrun mehr, aber nutze Havena, Corrinis oder Seattle immer noch als Stichwortgeber.
    …. nun Vornheim, wobei ich auch dachte, dass man hier ein fertige Stadt bekommt.

  7. Die wahre Frage ist doch eigentlich: wenn man den richtigen Magier enthauptet, hat man dann nicht im Sinne der Prophezeiung den falschen enthauptet, weil es ja nicht der ist, der prophezeit wurde, und weil es der falsche in diesem Sinne ist, ist es dann wiederum derjenige, der prophezeit wurde, dass er enthauptet werden würde?
    Also: die Prophezeiung hat immer Recht. Oder immer Unrecht?

  8. Hm, die Folge hatte ich mit meinem Kommentar zur letzten ja geradezu herausgefordert.

    Ich mag Vornheim sehr – allerdings als Einzelbestandteile, die ich übernehmen kann. Eine komplette Stadt, die so abstrus ist, wäre für meinen Leitstil irgendwie nicht hilfreich.
    Was ich seltsam fand, war, dass euch das Konzept der Zahlen als Straßen nicht behagte. Ich mochte die Idee und kam auch sofort darauf, man könne sie sonst auf römische Zahlen erweitern.

    Die meisten Städtebände finde ich dagegen nicht so gut. Irgendwie sind sie mir zu… horizontal. Sie beschreiben zu viel die kleinteiligen Details der Stadt und zu wenig die Strukturen. Mich interessiert hat weniger, wie der Hinterhof des Bäckers aussieht, und viel eher, wie die Bäckergilde drauf ist und was man für Abenteuer daran anknüpfen könnte.

    • Okay, römische Zahlen ergeben gleich sehr viel mehr Sinn. Da hast du völlig Recht. 🙂

      Ich kanns nicht sagen, was mich an den Zahlen als Straßensystem so arg stört. Vielleicht die Trivialität? Vielleicht, dass ich nicht wirklich ein Problem damit hätte, mir schnell ein paar Straßenzüge auszudenken? VIelleicht bin ich auch nur neidisch darüber, dass das so eine schlichte und gleichzeitig durchschlagende Idee ist. 🙂

  9. Vornheim… als ich mal in der Beschreibung davon las (uA von den Haus der Medusa mitten in der Stadt) dachte ich „Was geht bei denen ab“.

    Jetzt wo ich euch darüber reden gehört hab war für mich sofort klar: die Medusa ist kein Monster sondern die „Henkerin“ des städtischen Gerichts, wo die Verbrecher durch ihren Blick hingerichtet werden und die die Stadt alleine durch ihre Anwesenheit vor Angriffen von Feinden schützt, sie ist eine Art Schutzgöttin und die Anwohner könnten sehr allergisch auf übereifrige Abenteurer reagieren die sich an ihr vergehen wollen. Bei den System würd es mich auch nicht wundern wenn sie einen seltsamen Hut hat und eine Art „Sonnenbrille“ trägt um in der Stadt unterwegs zu sein.

    Bei der 8000 Jahre alten Frau musste ich direkt an Doctor Who denken: Das Wikingermädchen Ashildr das von Doctor den Chip implantiert bekommt und danach ewig lebt, auch der Doctor würde hier als „the lonely god“ durchaus reinpassen 🙂

    • Sehr gute Ideen! 🙂
      Ich muss zugeben, dass ich im Bereich meiner Nerdbildung bei Dr Who einen ganz unglücklichen weißen Fleck habe. Ich fand die ersten Folgen sehr schwierig und konnte mich nicht aufraffen, da noch weiter zu schauen. Sollte ich das deiner Meinung nach trotzdem tun?

  10. Ich bin damals als Jugendlicher mit den 7ten Doktor in Kontakt gekommen, daher war für mich klar das ich die neue Serie gucken muss.

    Welche Folgen hast du gesehen? Ich muss zugeben, das ich da auch mit einigen Folgen erst Probleme hatte, meiner Meinung nach wurden sie aber im Laufe der Zeit immer besser.

  11. Welchen Eindruck habe ich von Vornheim? Das klingt arg creepy faszinierend, sodass es gleich einen Platz auf meine viel zu lange Einkaufsliste ergattert hat. Ich muss mir das unbedingt genauer ansehen.

    Städtespielhilfen liebe ich, ehrlich gesagt. Einer meiner Lieblingsbände ist da Arkham für das Cthulhu Rollenspiel. Es schafft so viel Leben in die virtuelle Welt, wenn man für viele Elemente auf fertige Elemente zurückgreifen kann, die auch später in anderen Runden mit neuen Charakteren wieder eingesetzt werden können. Das gibt das Gefühl des „da kenne ich mich aus“.

    • Mir ist Arkham fast schon wieder zuviel des Guten, auch wenn ich da die Stadtpläne mehr aus dem Brettspielekosmos kenne als aus dem Rollenspielkosmos. Ich denke mir da oft: „Wenn ich jetzt noch EINMAL was von Hibbs Rasthaus lesen muss…“ 🙂

      Aber das ist natürlich schon toll, wenn man sich orientieren kann, da hast du Recht.

  12. Stadtbeschreibungen machen Stadtabenteuer lebendig und geben SCs die Möglichkeit für Sandboxing.
    Was mich besonders mich begeistert hat, war eine gemeinsam Stadterschaffung in der Spielrunde mit den Karten Idee! von Flying Games:
    Wir saßen vor einer Battle Map und haben jeder nacheinander Karten aus dem Stapel gezogen, um die Stadtbezirke mit Leben zu füllen. Das Einzige, was ich als Spielleiter machen musste, war, vorher der Stadt einen Rahmen zu verpassen und während der Aktion darauf zu achten, dass wichtige Schauplätze für mein Abenteuer vorkommen.
    Bei Harry Dresden geht man ja nach einem Fate-Fragebogen vor. Da fehlt mir eindeutig die Inspiration. Diese ist für mich Basis für ein Rollenspiel. Erst dadurch, dass alle Spieler inspiriert werden, können tolle Geschichten entstehen.
    Ob das bei Vornheim so ist, muss sich noch beweisen 😉

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