Folge 69 – Rollenspiel jederzeit und überall – die Drachenzwinge (Interview)

Hat sich deine Spielrunde aufgelöst? Fristest du dein Dasein in der Provinz in Österreich? Ist dein Gaming-Geschmack so ausgeformt und exqusit, dass der nachbarschaftliche Rollenspielpöbel dich abstößt? Dir kann geholfen werden: Die Drachenzwinge schenkt jedem echtes Rollenspielglück, wie einsam seine Lage auch immer sein mag.

Cast: Martin, Simone Länge: 46:17

Inhalt:
01:30 Drachenzwingerin Iona: spätberufene Erlöserin der Hilflosen
05:08 unzählige Spielrunden ermöglichen: Arbeit kommt zu denen, die sie tun
07:55 die Drachenzwinge: einwandfrei miteinander Rollenspielen über das Internet
09:42 Spielvolk: Schichtdienstler, Eltern, Reisemüde, Unersättliche und tapsige Neulinge
12:18 Headset? Check! – von der unbschreiblichen Leichtigkeit des Internetrollenspiels
16:29 DSA, Shadowrun, Splittermond, Katzen im Weltall: Systeme für jeden Geschmack?
18:40 Knopfdruck-Convention im Wohnzimmer: auch wochentags 200 Spieler am Start
20:08 push-to-talk, virtuelle Maps, Würfeltools, Seitenchats: Hacker-Alltag 2016
27:29 Neulingsbetreuer, Technik-Magier, Pizza-Lieferanten: das Drachenzwinge-Team
33:33 die Welt von Morgen: Spieler-Supervision, Spielleiter-Coaching & Autoren-Feedback
41:55 die Zukunft der Drachenzwinge: Holodecks (bis März), gratis Holodecks (bis Mai)
44:34 mit dem Eskapodcast auf Abenteuer ziehen: Ist das überhaupt legal?

Geschenkaktion: Loote den Eskapodcast! (detaillierte Teilnahmeregeln)
Geschenk: Die streitenden Königreiche (Das Schwarze Auge)
Mäzenatin: Tanja (Emporion of Games)
Stelle bis zum 11.12.2016, 24 Uhr, den Machern der Drachenzwinge in den Kommentaren zu dieser Folge eine Frage zu ihrem Projekt oder erzähle von deinen Erfahrungen mit der Drachenzwinge. Viel Erfolg! 🙂

Links:
Die Drachenzwinge – Rollenspiel durchs Internet
Teamspeak
Katzen im Weltall (Uhrwerk Verlag)

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71 Gedanken zu “Folge 69 – Rollenspiel jederzeit und überall – die Drachenzwinge (Interview)

    • Wenn du damit Pen&Paper-Rollenspiel online meinst:
      Ich empfinde den Unterschied unterm Strich als nicht sehr groß. Die Dynamik in den Runden online ist sehr ähnlich wie die am Tisch.

      Online empfinde nicht nur ich das Spiel oft als wesentlich organisierter und disziplinierter. Durch die Möglichkeit, die Kommunikationsebenen zu trennen (z.B. alles Gesprochene ist Ingame, Off-Topic-Gespräche finden nur im Chat statt, Würfelprogramme errechnen Erfolg/Misserfolg automatisch) kann man sich sehr gut auf die Spielinhalte konzentrieren.
      Auch ist es leichter, sich die anderen Charaktere wirklich so vorzustellen, wie sie beschrieben werden. Da Mimik und Gestik fehlen, werden die Aktionen und Reaktionen der Charaktere meist detaillierter beschrieben und es ist leichter, im Kopf ein Bild zu haben, das mehr der Spielfigur als dem Gegenüber am Spieltisch entspricht.
      Dazu ist es einfach super, abends mal kurz ohne viel Aufwand 3-4 Stunden zu spielen ohne An- und Abfahrt, Aufräumen etc.

      Nachteile sind natürlich eine gewisse Abhängigkeit von der Technik (wenn der PC oder das Internet nicht will, fällt die Runde aus) und dass es meist als unpersönlicher empfunden wird.

      Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, was überwiegt. 🙂

      Falls du eher MMORPGs o.ä. als Vergleich meinst: Das ist für mich etwas gänzlich anderes. Hier hat man wesentlich weniger „freie“ Interaktionsmöglichkeiten was die Gestaltung der Geschichte betrifft, wie man sie idealerweise im Pen&Paper-Rollenspiel hat.
      Ich persönlich habe das Spielen immer als wesentlich unpersönlicher, technischer und „starrer“ empfunden.

      Die Vorteile sind hier jedoch ähnlich: Man ist schnell dabei, findet rasch Anschluss und kann von überall aus, wo Equipment und Internetanschluss vorhanden sind, einsteigen.

      Aber da ich seit der „Entdeckung“ des Pen&Paper online meine Zeit lieber damit verbringe und gar kein Online-MMORPG in dem Sinne mehr spiele, kann ich gar nicht mehr sehr viel dazu sagen.

    • Der große Unterschied ist die Reduktion auf die Sprachebene – es fehlt die komplette nonverbale Kommunikation.

      Das bedeutet z.B., dass man wesentlich mehr beschreiben mus, um Stimmungen rüber zu bringen. Es fällt auch deutlich schwerer einzuschätzen, ob die Mitspieler sich gerade wohl fühlen, ärgern oder eingeschlafen sind. An der Stelle liegt ein gewisses Risiko, denn jeder ist selbst dafür verantwortlich, sich zu wehren, wenn es zu unangenehm wird – die Mitspieler haben keine Chance, das mitzubekommen.

      Auf der anderen Seite kann die Stimmung wesentlich intensiver und immersiver werden als am Tisch, da Störgeräusche wegfallen. Keine Chipstüten. Essgeräusche oder Nebengespräche stören den Sprachkanal und damit das Erlebnis. Und Raucher können ihrer Lust nachgehen, ohne jemanden zu plagen.

      Für mich ist es ein komplett anderes Spielgefühl. Ich empfinde das Spiel am Tisch sozialer, während das Spiel per Teamspeak intensiver ist.

    • Es ist schon ein anderes Spielgefühl. Am Tisch gefällt es mir besser, aber zwei Runden, an denen ich sehr hänge, gibt es nur noch dank TS. Das ist toll.

      Es wurde schon vieles erwähnt, dem ich zustimme.

      Vielleicht noch:
      – Wir tendieren am Computer stärker davon, uns ablenken zu lassen und z.B. nebenbei zu daddeln. Da hilft Selbstdisziplin. Genauso wie ich am Tisch keine Smartphones haben will, soll niemand am Rechner nebenher Computer spielen.
      – Ich finden den Spielleiteraufwand etwas größer, da man Handouts und Karten vorbereiten muss. Da bin ich den Verlagen für die Abenteuer-Pdfs dankbar, da man so das Einscannen spart.
      – Am Tisch finde ich 4-5 Spieler (+ Spielleiter) optimal, im TS eher 3-4 Spieler.
      – Die Spielsessions sind bei uns kürzer, dafür häufiger.

  1. sehr tolle Folge an euch beide…
    Drachenzwinge lohnt sich für alle 🙂

    Eine Frage kann ich wohl nicht stellen, vllt aber beantworten, wenn ich hier mitlese 😉

    Meine Erfahrung?
    ich bin durchs DSA4 Forum drauf gestoßen und habe dann sehr schnell auch auf Cthulhu gewechselt. Nach einem halben Jahr habe ich dort dann auch mein ersten Abenteuer geleitet und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
    Die Spieler waren klasse und nach ein bisschen Cthulhu NOW habe ich eine zusätzliche Kampagne im römischen Reich angeboten (Invictus – selbstgeschrieben zur Zeit 80 v. Chr.)

    Die Convention hat mich tatsächlich nochmal mehr beeinflusst in meinem RPG Leben und seitdem spiele ich viele weitere Systeme, die ich dort ausprobiert habe

  2. Tolles Interview, das einen prima Überblick über die Drachenzwinge und das Onlinespiel und dessen Möglichkeiten gibt! Bin wirklich beeindruckt was ihr da alles macht. Ich kenne die Drachenzwinge bisher nur dem Namen nach und von einzelnen Videos und werde mir die Webseite gleich mal ansehen 🙂

      • Gern – danke! Habe mich gerade angemeldet im Forum. Wo kann ich denn sehen, was welche Runden bzw. welche Abenteuer gesielt werden? „Biete Runde“ habe ich schon gefunden, muss mir aber erstmal eine Übersicht von allem machen… 🙂

        • Ach ja, Simone – das besagte Cthulhu-Abenteuer, das Du erwähnst im Interview, das spielt nicht zufällig auf einer idyllischen Nordseeinsel? 😉

          • wir haben die klassische Spielersuche für Spielleiter, die einen neuen Spieler/in brauchen oder die Gruppensuche, für Spieler, die von einem SL bespaßt werden wollen 😉
            das sind dann Runden die meistens regelmäßig einmal pro Woche spielen in fester Besetzung.

            Die Spontanrunden sind dann wie bei Twitter angedeutet ein oder mehrere Abende, bei denen man sich tatsächlich nur für das Abenteuer trifft und danach wieder seiner Wege geht.
            Bei den Spontanrunden sind manchmal echt exotische Dinge dabei #KatzenimWeltraum

          • Ah prima danke Frostgeneral! @Simone, ja genau – ich das Abenteuer an der Charakterbeschreibung erkannt 😉 Für mich immer noch einer der besten Oneshots schlechthin!

  3. Was mich von bewährten Drachenzwinglern noch interessieren würde, falls sich jemand dazu äußern mag:
    Wie sind denn die persönlichen Erfahrungen, pendelt man sich online eher in einer neu gefundenen Spielrunde ein und spielt dann im Wesentlichen nur mit denen, so wie man das mit einer Tischrunde ebenfalls täte, oder hüpft man viel umher und spielt mal hier, mal dort in verschiedenen Gruppen mit?

    • Über einen langen wirklich langen Zeitraum spielt man sicherlich eher mit Leuten, mit denen man sich versteht und wo der Spielstil zueinander passt. Da macht es keinen Unterschied, ob es eine Runde am Tisch oder online ist.

      Bei kürzeren Projekten, wo nur ein einzelnes Abenteuer oder eine Spontanrunde gespielt wird, ist es online eher wie auf einer großen Convention. Hier ist die Hemmschwelle geringer, mal etwas zu spielen, was man sonst so nicht spielen würde mit Leuten, mit denen man dauerhaft vielleicht nicht vom Spielertyp zusammenpasst.

      Also warum nicht mal Spaß an einem sehr taktischen Dungeoncrawl haben für einen Abend, obwohl man sonst immer immersive Dramarunden bevorzugt? 🙂

      Ich gebe die Frage weiter! Wie seht ihr das?

      • Es gibt definitiv beide Spielertypen, das hängt stark von der individuellen Vorliebe ab. Manche Spieler springen sehr viel, experimentieren sowohl mit System als auch mit Mitspielern; andere bevorzugen die Konstanz einer feste Gruppe von guten Freuden. Das schöne an der Drachenzwinge ist eben, dass beides möglich ist.

        Die meisten Spieler sind zwischen den Extremen und haben zum Beispiel eine feste Runde, die sich alle 1 bis 2 Wochen trifft, und darüberhinaus spielen sie noch Spontanrunden in einem erweiterten Kreis aus bekannten Mitspielern, mit denen es gut harmoniert.

        • ich glaube grade in der Anfangszeit muss man sich erstmal ein Bild von den massiv vielen Spielern machen und schaut sich erstmal um bei verschiedenen Runden.
          Mittlerweile hab ich „meine Jungs und Mäddels“ gefunden, die ich immer wieder gerne einlade um mit ihnen zu spielen, aber bin auch überrascht, wenn ich einen neuen in meine Liste hinzufüge – Grade bei Systemen, die ich sonst nicht spiele und keinen Kontakt mit denen aufbauen kann.

          unabh. ob man grade eine Spielrunde hat oder nicht, sitzt man sonst aber auch gerne lang mit denen im TS und quatscht über Gott und die Welt, wenn man sie ins Herz geschlossen hat 😀

    • Es ist auf jeden Fall sehr viel einfacher als im echten Leben, neue Spieler und neue Systeme kennen zu lernen! Meiner Erfahrung nach spielen die meisten anfangs Spontanrunden mit wechselnden Mitspielerin, um sich ein bisschen in der Community einzuleben und ein Gefühl für die verschiedenen Mitspieler zu bekommen, und suchen sich danach eine feste Runde. Aber wie Farnir schon sagt — das hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab.

      Ich habe eine feste Runde mit Mitspielern, die ich persönlich sehr mag, und spiele immer mal wieder Spontanrunden in mir unbekannteren Systemen oder Welten mit mir völlig unbekannten Mitspielern.

      Auf unserem Teamspeak-Server gibt es sogar einen Channel, der nur dafür da ist, spontan eine Runde zu finden. Das fühlt sich für mich immer sehr nach einer Con an. 🙂

  4. Pingback: Aus dem Limbus: Kreativität und alte Säcke | Nandurion

  5. Grandiose Folge. Als jemand, der in Warschau im Exil lebt, auf jeden Fall eine Chance, die ich ergreifen werden. Guter Vorsatz fürs neue Jahr: Drachenzwingen anschauen.

    Wie dem auch sei, eine Sorge mache ich mir: Seit meine Tischrunde au Deutschland somit über Skype stattfindet, ist deren Unpünktlichkeit noch schlimmer geworden. Welche Erfahrungen habt ihr mit der Pünktlichkeit und allgemeinen Zuverlässigkeit im entfernten Kontakt?

    • Stimmt, für dich im Exil ist das ja wirklich ein Volltreffer. Ich würde nicht bis zum neuen Jahr warten, sondern gleich mal Folgendes tun: Teamspeak aufsetzen und sich von dem netten Team als stillen Zuhörerer ausweisen lassen und mal ein bisschen durch die Spielrunden hüpfen.

      Das macht so Lust und Laune, sich nebenher z.B. zum Surfen die Rollenspielerei anderer Leute anzuhören, da wette ich, dass du in drei Tagen aktiver Drachenzwingler bist. 🙂

      Und bitte immer kurz vor dem Verlassen eines Channels noch schnell in den Chat schreiben: „Der Eskapodcast rockt die Hütte!!!“, klar.

    • Zuverlässigkeit ist in meinen Augen eine ganz wichtige Eigenschaft, die jemand mitbringen sollte, mit dem ich dieses Hobby betreibe 🙂

      Daher habe ich persönlich in meinen Gruppen keine Schwierigkeiten mit Unpünktlichkeit. Das ist alles eine Frage der Absprache und der klaren Ansagen.

    • Nicht mehr als auch in der realen Welt. Allerdings habe ich auf der Drachenzwinge mehr Spieler zur Auswahl, so dass niemand gezwungen ist, auf notorisch unpünktliche Menschen zu warten 🙂

    • Das tut mir leid. Unzuverlässige Mitspieler sind ein Graus.

      Ich habe es bisher – Praios sei Dank- immer umgekehrt erlebt. Gerade da wir unter der Woche abends spielen, kommt seltener etwas unvorhergesehenes dazwischen als am Wochenende.

      Und selbst auf Dienstreise oder Urlaub kann abends im Hotelzimmer mitgespielt werden. TS läuft sogar auf Smartphones.

      Natürlich kann mal ein Kind den Aufstand proben oder man muss länger arbeiten. Aber das führt seltener zum Spielausfall.

  6. Oh, mir ist noch was eingefallen, was die Drachenzwinge leisten kann: Man kann dort Rollenspielsysteme lernen!

    Ich habe in meiner abgeschmackt-antiquierten fleischlichen Rollenspielexistenz beispielsweise keinen sinnvollen Berührungspunkt zu einer Fate-Runde, bräuchte den aber eigentlich. Ich werde da einfach bei euch so lange bei ein paar Runden lauschen, bis ich mich aus erster Hand gut informiert fühle. 🙂

  7. Ein schönes Interview….tatsächlich hatte ich einmal Online eine Runde und war leider alles andere, als begeistert. Mir fehlte die Nähe zu den anderen Spielern am Spieltisch. Allerdings emfand die angesprochene Punkte in dem Interview recht interessant und es hat mich gleich offener gemacht die ganze Sache noch einmal auszuprobieren.

    • Man sollte der Sache 2-3 Versuche geben. Beim Rollenspiel hängt alles von den Mitspielern ab, egal ob on- oder offline. Wenn es beim ersten Mal nicht zündet, könnte ein zweiter Versuch mit komplett anderen Leuten weiterhelfen.

  8. Drachenzwinge ist echt ein Segen. Ich habe schon einige neue Spiele über Drachenzwinge kennengelernt und durfte sowohl als Zuhörer, als auch als Spieler an einigen Runden teilnehmen. Und hoffe es auch in Zukunft so fortsetzen zu können. Danke an Simone, Farnir, Frostgeneral und co! 🙂

    Fragen an Simone: Wie viele Zehen habe ich? Du bist eine Weltraumkatze – Was für eine Rasse wärst Du? Brokkoli vs. Nahema – Wer gewinnt? Sehe ich dich wieder auf der nächsten Heinzcon? 😉

    • Na das sind aber viele Fragen, mein lieber asquartipapetel 😉
      1) Komm zur Drachenzwinge-Convention, damit ich nachzählen kann!
      2) Welche gibts zur Auswahl? Kann ich irgendworauf würfeln?!
      3) Puh – schwierig. Ich mag Brokkoli!
      4) Wenn das Beamen vorher erfunden wird, ganz bestimmt. Wenn nicht: leider noch unklar :-\

      • 1) Wann und wo ist denn die nächste Drachenzwinge-Convention? Vielleicht schaffe ich es ja wirklich noch hin … 😉
        2) 1W6: 1-Space-Cougars von der Venus; 2-Marsianische Flausch-Babes; 3-Schmitzens Kitties von der Erdgesellschaft; 4-Claw-Miezen aus Jupiter; 5-Miau-Dolls von/der/aus WW-Neptun-Z2; 6-eine weitere unangenehm sexistische Auswahlmöglichkeit nach freier Entscheidung aus dem Delta-Quadranten

        • *würfel* Claw-Miezen! Ich wollte immer schon etwas vom Jupiter spielen. Wirklich! 😀

          Die Drachenzwinge-Convention ist quasi das „Familientreffen“ der Community und findet immer um den ersten Mai herum mitten in Deutschland bei Rotenburg an der Fulda statt. Es ist auch weniger eine Großveranstaltungs-Con, sondern eher ein Rollenspieler-Urlaub mit Vollversorgung 😉
          Die Platzzahl ist begrenzt – aber wer schnell ist, kann einen ergattern.
          Informationen findet ihr in unserem Forum 🙂

  9. Persönliche Erfahrung:
    Die Drachenzwinge erlaubt es mir, sehr viel öfter und länger zu spielen, als ich es am Tisch könnte, wo ich vielleicht 30-60 Minuten hin und her fahren müsste.
    Ebenso habe ich als Spielleiter eine viel größere Auswahl an potentiellen Spielern, wo ich bei einer Tischrunde(gerade in ländlichen Gebieten) eventuell mit Leuten spielen müsste, die vielleicht nicht ganz so gut zur Gruppe passen, die aber nunmal die einzigen sind die spielen wollen.

  10. Ich find den Service der Drachenzwinge super. Respekt, sowas auf die Beine zu stellen und auch am Laufen zu halten.

    Für mich selbst ist das Onlinespiel aber nichts. Mir würde daheim einfach die Ruhe dafür fehlen. Da sind dann meine Frau und unsere Hunde – ich glaube, da wäre ich ständig abgelenkt.

    Aber für Leute ohne feste Runde ist der Service sicherlich ein Segen. Macht weiter so!

    • ich empfinde das bespielte Genre eigentlich sehr unabh. von der Immersion, die erzeugt werden kann. Natürlich unterstützt die Technik auch SciFi Elemente, aber grade wenn man mit Musik-Bots arbeitet, kann man Stadt- oder Naturgeräusche für Mittelaltersysteme einbringen.
      zB. das Schmiedehämmern, das Rauschen der Bäume oder Regen im Gebirge
      Alles möglich wenn man mag

    • Es macht keinen großen Unterschied. Sobald du abgetaucht bist, nimmst du Bildschirm und Headset nicht stärker wahr als das Handy oder Tablet auf dem Holztisch – oder das elektrische Licht und den Fernseher im Hintergrund.

  11. Wenn ich das richtig verstehe, dann laufen die meisten Spiele in der Drachenzwinge ohne Webcam und damit ohne Sichtkontakt ab. Als Spieler und vor allem als Spielleiter setzte ich einerseits gerne Mimik, Gestik und überhaupt Körperbewegungen ein – das muss ja dann auf anderem Wege geschehen (wie z.B. über den Chat, was ich eine sehr clevere und praktische Lösung finde). Als Spielleiter beobachte, nutze und berücksichtige ich jedoch auch die nonverbalen Reaktionen der Spieler – wie geht man denn damit in der Drachenzwinge als Spielleiter um, das einem diese Art von Informationen nicht zur Verfügung steht?

    • wir bieten zwar einen TS Server, aber es gibt auch Leute, die dann unser Forum benutzen und mit Hangout und Kamera spielen.
      Ich finde die Immersion ohne diese Elemente aber weitaus stärker.
      Zwar fehlt die Gestik und Mimik, die kann man als geübter SL aber beschreiben 😀
      Der Wirt, der zu dir herüberschielt und grimmig guckt und den Mundwinkel verzieht. Die Stimme ist ziemlich mächtig, wenn man dieses Element forciert.
      Sowas werden wir unter Anderem auch in unseren Podcasts besprechen =)

    • Ich verstehe, was du meinst.
      Am Tisch bekomme ich mit, wenn ein Mitspieler etwas sagen will, sich in einer Situation unwohl fühlt oder ich ihn „abholen“ muss, weil er sich langweilt oder ausgeschlossen fühlt.

      Das ist ohne den Sichtkontakt online schwieriger und das muss einem bewusst sein.
      Nicht nur dem Spielleiter, der dann evtl. auf subtilere Signale achten muss, sondern auch den Spielern, denen das ebenso bewusst sein muss und die dann eher einmal „Laut“ geben müssen, wenn sie etwas stört oder sie sich übergangen fühlen.

      Zum Glück sind dies Dinge, die man mit einer gesunden Kommunikation untereinander und dem Nutzen der Möglichkeiten (z.B. 1:1-Chat) gut lösen kann.

    • Ich habe dreimal mit neuen Runden angefangen, jedes Mal wurde mit Videochat angefangen und jedes Mal wurde nach weniger Spielsession auf rein Audio gewechselt. Video ist fehleranfälliger, mit 4-5 Leuten werden die Bilder recht klein und eigentlich braucht man es nicht. Stimme ist sehr mächtig. Das überrascht viele. Probiere es aus.

  12. Hallo gute Leute vom Escapodcast und der Drachenzwinge.

    Wieder mal eine tolle Folge die mich inspiriert hat. Vor einigen Tagen sind hier im sonnigen Schottland mehrere Spielbücher vom Mantikore Verlag eingetroffen und jetzt finde ich mich auf der Suche nach meinem Headset und Micro da ich bei Zeiten auf der Drachenzwinge Ausschau nach vielleicht einer Runde sein werde.

    Ich bin aus mehreren Gründen vielleicht ein Idealer Kandidat für die Drachenzwinge. Zum einen bin ich vor ewigen Zeiten aus dem Rheinland ins Schottiche Exil ausgewandert und habe gerade durch den Dark Eye Kickstarter meine Nostalgie zum Schwarzen Auge erweckt. Zum anderen habe ich zwei kleine Kinder im Hause und meine Frau arbeitet oft mehrere Tage die Woche in London und zum dritten bin ich vor einigen Monaten aus der Stadt ins Umland gezogen und habe deshalb weniger Chancen Leute hier einzuladen damit ich spielen und Kinderbetreuung vereinen kann.

    Somit werde ich versuchen im neuen Jahr eine DSA 5 Runde zu finden die in meinen Zeitplan passt.

    Bis dahin werde ich hoffentlich die Zeit nutzen um ein paar mal wo rein zuhören und mir ein Bild vom Online Spielen zu machen.

    Meine Frage ist ob es auf der Drachenzwinge auch Englischsprachige Runden gibt?

    Vielen Dank nochmal für die wieder mal tolle Folge die mich gleichzeitig beglückt und eure kommende Sendepause noch ein wenig trauriger macht (aber ich kann Euch trotzdem gut verstehen).

    Lambert

    • Hallo Lambert!

      Wäre ja super, wenn du über uns eine Möglichkeit erhältst, dein Hobby weiterzuführen! 🙂

      Englischsprachige Runden gibt es derzeit bei uns nicht. Es gab tatsächlich einmal eine, aber inzwischen sind wir wieder komplett deutschsprachig.
      Nichtsdestotrotz wäre es einen Versuch wert. Vielleicht gibt es ja unter den Drachenzwinglern einige, die ebenfalls Lust darauf haben.

      Viel Spaß und Erfolg bei der Gruppensuche wünsche ich dir! 🙂

      • Für mich ist das auch nicht so wichtig, es wäre halt nur vielleicht etwas gewesen das ich mit den Leuten hier teilen könnte.

        Ich werde jetzt gleich mal durch das Forum stöbern.

        Vielen Dank für die netten Worte.

    • Hallo Lambert,

      wir haben uns vor einigen Jahren bewußt entschieden, die Seite komplett auf deutsch zu halten, da wir ansonsten das komplette Angebot doppeln müßten – sowohl die Inhalte von Webseite und Forum, als auch auf Teamseite.

      Für englische Gruppen würde ich dich zu roll20.net weiterschicken; soweit ich das weiß, hat die dortige Community eine brauchbare Spielerbörse.

      Die technischen Tipps der Drachenzwinge kannst du dir ja trotzdem abholen 🙂

      • Ne ne,
        ich verstehe das total. Es wäre fast doppelte Arbeit für nur einen kleinen Zugewinn. Wie schon oben gesagt, ich habe gerade Zeit und werde mich jetzt ins Forum begeben.

        Danke für die Hilfe.

        Lambert

  13. Eine schöne Folge.

    Ich möchte die Drachenzwinge loben. Ich spiele über eigene TS-Server aber Webseite und Forum waren immer sehr hilfreich bei Auswahl und Problemen von Programmen.

    Daumen hoch.

    Eine kleine Frage habe ich an die Profis:
    Hintergrundmusik hat bei mir nie gut funktioniert. Am Tisch dudelt immer etwas nebenher aber im TS funktioniert es zwar technisch problemlos, wird aber als störend empfunden. Noch kurzer Zeit haben alle meinen armen Musik-Bot gemutet – auch ich. Vielleicht hat da jemand einen Tipp?

    • Wir machen im Moment gute Erfahrungen mit roll20.net als Musikbot. Als Spieler kann ich die Lautstärke von Teamspeak und Browser (Roll20) individuell einstellen und bekomme so unaufdringliche Musik in brauchbarer Qualität. Ich empfinde Musik auch schnell als störend, wenn sie zu laut wird, daher dudelt sie bei mir auf einer sehr minimalen Lautstärke.

      Zum Würfeln und für die Handouts verwenden wir trotzdem ein anderes Tool – das beisst sich überhaupt nicht.

  14. Habe schon oft von Drachenzwinge gehört, es aber bisher noch nicht ausprobiert. Aber allein die Aussicht die Möglichkeit mit dem RollenspielPodcastMeister zu spielen, reicht, damit ich mich direkt anmelde.
    Und hab sogar nach Kurzem stöbern auf der Seite, ein paar interessante Dinge gesehen. 😀

  15. Mensch Simone,

    da bin ich ja fast hinten rübergefallen, als ich gestern meinen Lieblingspodcast angeschmissen habe und auf einmal deine Stimme gehört habe. Freut mich ja echt, dass du dem Hobby treu geblieben bist. Ich spiele mittlerweile auch wieder recht regelmäßig, trotz kleinem Kind und viel zu tun.
    Knie mich gerade ins Scriptorium um mal meine gesammelten Werke zu veröffentlichen. 🙂
    Hoffe ihr habt weiter regen Zuwachs und viel Erfolg für weitere Projekte und Ideen! Hört sich alles sher cool an, was ihr da so vor habt!
    Sonst auch alles gut?

    LG,
    André

    *Für alle dies lesen und sich fragen, wer hier so rumschwafelt: Ich bin einer der Kommilitonen von damals und wohl initialer Anstifter für’s Rollenspiel. 😉

    • Hallo André!

      Na das ist ja toll – die Welt bzw. das Internet ist klein 😀
      Schön, von dir zu lesen 🙂 Völlig richtig – hättest du mich nicht damals mit in die Einsteiger-Runde und später dann in die DSA-Runde mit reingenommen, sähe das jetzt sicherlich anders aus.

      Bestell deinen Lieben ganz viele Grüße von mir!
      Vielleicht hört/sieht man sich ja noch einmal 🙂

      LG
      Simone

  16. Eine sehr interessante Folge.
    Ich kannte die Drachenzwinge bisher nur als passiver Leser im Forum. Wenn ich als junger Familienvater PnP spielen möchte, muss ich schon aktiv das Haus verlassen. Denn wenn ich da bin, möchte ich natürlich auch richtig da sein und abends (bzw. wenn die Kinder im Bett sind) bin ich idR schon zu müde. Da ich bisher immer eine Runde hatte, in der wir uns etwa 1x im Monat treffen, war das bisher auch nicht notwendig. Aber bei mir steht evtl. ein Umzug an und da wäre das schon eine ernsthafte Alternative. Darum eine etwas seltsame Frage von mir an die Eltern unter uns: Wie macht ihr das? Habt ihr ein paar Tipps?

        • Klar!

          Was denkst du, warum wir podcasten und keine Youtube-Videos machen? Es liegt daran, dass niemand unsere vom Gram zerfurchten Gesichter sehen soll. 🙂

    • Ich kann es nur als Mitspieler sagen.

      In einer meiner Runden sind zwei junge Väter und wir spielen von 20:30 Uhr bis 23:00 Uhr online. In einer anderen Runde ist eine junge Mutter und wir spielen von 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr online, wobei sie oft schon um 22:00 Uhr aussteigt.
      Beide Runden sind unter der Woche.
      Die Spielzeiten sind also sehr kurz und nach dem Schlafengehen der Kids.

      Mit der jungen Mutter spielen wir noch alle drei Monate einen ganzen Samstag am Tisch NICHT bei ihr. Mit übernachten und ausschlafen ohne Baby in der Nähe könnten wir auch lange spielen. Das geht natürlich nur mit Verständnis des anderen Elternteils.

      Sind beide Eltern Rollenspieler, hilft wohl nur ein Aufteilen, so dass beide in verschiedenen Runden spielen, bis die Kids größer sind.

  17. Auch ich wohne in der viel beschworenen Pampa und habe mit der Drachenzwinge eine Rollenspielheimat gefunden. Und, es wurde die Schichtarbeit mit ungewöhnlichen Spielzeiten angesprochen, ich bin seit fast zwei Jahren in einer Gruppe die sich samstags um 23 Uhr trifft. Es finden sich also dort nicht nur die passenden Deckelchen für alle möglichen Töpfchen sondern auch noch die richtige Zeit zum Kochen 😉

  18. So, gerade eben hab ich meine erste Onlinerunde beendet, zwar nicht über die Drachenzwinge, aber dank des Eskapodcast werden darüber sicher noch weitere Runden folgen! Da ich gerade aufgrund von vergangenen und anstehenden Umzügen geplagt bin, lohnt es sich kaum hier Mitspieler für eine Offlinerunde zu suchen und online fragt keiner danach wie oft ich jetzt wohin genau umgezogen bin!

    Ich muss sagen, dass ich eben gerade mal richtig geflasht bin davon wie gut das Onlinespiel funktioniert hat. Wir haben mit Discord den Voicechat geregelt und mit Roll20 die Charaktere und die Handouts verwaltet. Um ehrlich zu sein hatte ich den Eindruck das funktioniert sogar besser als am Tisch. So kann jeder das Handout gleichzeitig ansehen und auch leicht noch einmal drauf sehen und die Würfelei, so gerne ich auch buntes Plastik durch die Gegend werfe, war auch immer flott und effizient abgehandelt.

    Ich freu mich schon drauf im Januar hoffentlich mal Fate darüber zu spielen. Vielleicht findet sich ja dann auch mal jemand der mit mir Deponia spielen will! Das wäre eigentlich der richtige Moment um das Buch mal richtig zu studieren und ne eigene Runde anzubieten…

    Auf jeden Fall vielen Dank für diese geniale Folge, ohne die ich vermutlich heute nicht online gespielt hätte.

    • Hervorragend, wenn das gleich geklappt hat bei dir. 🙂

      Dann hast du quasi ne eigene Runde über Teamspeak zusammengestellt, oder wie hast du 1W6 Leute fürs Rollenspiel gefunden, die sich auf das ungewöhnliche Setup eingelassen haben, wenn nicht über die Drachenzwinge?

  19. Ich wurde angeschrieben übers Spielerverzeichnis (www.spielerverzeichnis.org), wo ich mich schon vor einiger Zeit angemeldet hatte. Darüber hab ich mittlerweile also schon Spieler fürs Brettspielen und fürs Rollenspielen gefunden. Eine gute Ergänzung zur Drachenzwinge. 🙂

    Wir haben gestern Cthulhu gespielt, was vorzüglich funktioniert hat. Ich würde sogar behaupten, dass das alleine mit Kopfhörern auf bei gedämpftem Licht rumsitzen die Stimmung sogar noch beflügelt hat. Die anderen Spieler nicht zu sehen verhindert effizient ihre Charaktere mit ihrem Aussehen und ihrem Verhalten am Tisch zu identifizieren. Ausser technische Aussetzer stört nichts die eigene Imagination, die ausschließlich durch die gelieferten Materialien und die gemeinsam erzählte Geschichte erzeugt wird.

    Ich will nach einer Runde nicht verallgemeinern, aber es scheint mir als wären Horror-Rollenspiele wie Cthulhu prädestiniert für den Einsatz über einen Voicechat.

    Bleibt nur noch die Frage: Trinkt man alleine wenn man dabei mit anderen im Internet Rollenspiel spielt? D:

  20. Liebe Simone, lieber Martin,

    erneut eine sehr schöne Folge. Ich war ja schon einige Male drauf und dran mich bei der Drachenzwinge für eine Runde zu melden und kaum hatte ich ein wenig freie Zeit und schaue in die Spontanrundenangebote, welche sonst stets eine mannigfache Auswahl ermöglichen würden, ist dann zu meinem Zeitslot gerade nichts los. Oder es klingelt an der Haustür und es kommt spontan Besuch vorbei oder mein altersschwacher Rechner fährt spontan herunter, ist aber am nächsten Tag, wieder völlig normal, als ob nichts gewesen wäre.
    Meine erste Frage ist also, kann es sein, dass ich von einem Rollenspielfluch betroffen bin?
    Ich würde wirklich eure wunderbare Plattform gerne einmal nutzen, muss aber berufsbedingt versuchen eine Spielrunde am Vormittag, am besten an Arbeitstagen zu finden. Das ist, so glaube ich, eine ganz schön harte Nuss.
    Habt ihr Erfahrungen mit Vormittagsrunden?
    Ansonsten drücke ich euch auch für die kommenden 10 Jahre die Daumen.

    • moin David,

      im Podcast wurden ja bereits die „Poolgruppen“ angesprochen.
      einfach mal den Jungs und Mäddels melden und fragen wann sie was spielen.
      In der Woche haben wir wie gesagt mehr Leute bei uns als am Wochenende, abends bis zu 200 und mehr.
      Früh morgens sind weniger online, da viele arbeiten. Wenn du durch Schichtbetrieb spät arbeiten musst, finden wir auch da aber bestimmt ein Grüppchen für dich 😉

  21. Das angesprochene SL-Coaching betreiben wir im kleinen Rahmen in unserer Fate-Runde bereits. Wir spielen im Pool mit wechselnden Spielleitern. Bei der Entwicklung von Plots lassen sich einige von uns gerne von jemandem plotdoktern, der in der geplanten Runde nicht mitspielt. Dieser Plotdoktor sitzt dann auch gerne mal während der Laufenden Runde dabei, hört zu und „souffliert“ spontane Ideen im Privatchat.

  22. Pingback: Folge 71 – Fate: das Wunderkind des Rollenspiels? | Der Eskapodcast

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